Wirtschaft
Schweiz

Bezeichnung Prosuisseco: Walliser Kellerei im Streit mit Prosecco

Prosuisseco, le vin valaisan qui affronte le Prosecco.
Prosuissecco: Der Walliser Wein, der sich mit dem Prosecco anlegt.Image: montage watson

Prosecco will diesen Walliser Wein verbieten lassen

«Prosuisseco» muss weg – so das Urteil. Doch eine Weinkellerei aus Sitten gibt nicht auf und zieht den Streit um den Namen vors Bundesgericht.
10.02.2026, 21:0110.02.2026, 21:01

Zwischen dem italienischen Prosecco-Sektor und einer Walliser Kellerei läuft ein Rechtsstreit. Dabei geht es um die Bezeichnung «Prosuisseco», die Bétrisey et Albrecht Vins aus Sitten für einen Schaumwein verwendet. Wie Le Matin Dimanche berichtet, dauert der Streit seit 2020 und wird nun vor Bundesgericht entschieden.

Zankapfel ist die klangliche und optische Ähnlichkeit von «Prosuisseco» und «Prosecco» – letzteres ist international geschützt. Ende letzten Jahres entschied das Bundesverwaltungsgericht zugunsten der Italiener. Die Richter befanden, dass das «Suisse» im Namen Kundinnen und Kunden täuschen könnte: Es lasse einen Bezug zum bekannten italienischen Schaumwein vermuten. Auch der Vorwurf der unlauteren Konkurrenz steht im Raum.

Die Schweizer Gerichte verpflichteten die Walliser Kellerei zu 4500 Franken Kosten und dazu, das Produkt aus dem Verkauf zu nehmen. Die Sittener Firma wehrt sich aber weiter und hat beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht. Damit kann der Prosuisseco vorläufig weiterhin vermarktet werden. Produziert wird er aus einer Mischung aus Chasselas, Sylvaner und Pinot Noir.

Das Verfahren wird entscheiden, ob die Walliser den Namen behalten dürfen – oder ob «Prosuisseco» verschwinden muss. Der Begriff ist zum Dreh- und Angelpunkt des Konflikts zwischen einem lokalen Betrieb und einem Symbol des italienischen Weins geworden. (jah)

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