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Beat Erni erhält von Usern Zuspruch und FCL-Tickets

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Viele Userinnen und User – und der FC Luzern selbst – zeigen sich solidarisch mit Beat Erni.Bild: Manuela Jans-Koch / lz

Nach Artikel über seine Geschichte erhält Beat Erni von Usern Zuspruch und FCL-Tickets

Die Berichterstattung über Beat Erni aus Schachen LU, der wegen der hohen Prämienlast am Limit ist, hat die User aufgerüttelt. Jetzt bekommt er die Grosszügigkeit vieler Bürger zu spüren.
01.03.2019, 21:4001.03.2019, 21:50
Barbara Inglin / ch media

Beat Erni wird derzeit mit Fussball-Tickets überhäuft. Er kann es immer noch kaum glauben. «Ich freue mich gewaltig!», sagt er eins ums andere Mal. Am Mittwoch berichtete Luzerner Zeitung über Ernis angespannte finanzielle Situation. Obwohl er im Monat gerade einmal gut 2000 Franken verdient, erhält er keine Prämienverbilligung. Nebenbei erwähnte der Fussballfan auch, dass er gerne einmal wieder ein Spiel des FC Luzern im Stadion mitverfolgen würde, was finanziell aber nicht drin liege.

Mit seinem öffentlichen Auftritt wollte Erni ein Zeichen setzen, die Politiker wachrütteln, «die weit weg vom realen Leben der Leute ihre Sparmassnahmen beschliessen». Für sich selber habe er sich nichts davon erhofft, betont er.

Zuschriften aus der ganzen Schweiz

Viele User hat das Schicksal Beat Ernis berührt. Aus der ganzen Schweiz erhält der 61-jährige aus dem luzernischen Schachen nun Zuschriften von Leuten, die sich ebenfalls über den knausrigen Staat ärgern, und die ihm einen Matchbesuch ermöglichen möchten. «Ich besuche selber gerne Fussballspiele und finde es traurig, dass für Herrn Erni etwas so Einfaches nicht möglich ist», sagt zum Beispiel Yvonne Hermann aus Lenzburg. Ein weiterer User schreibt, er hoffe, Erni könne seine Sorgen für 90 Minuten vergessen.

Ein Sportstudent aus Basel schreibt in einem Brief, er profitiere viel vom System, unter dem Erni leide. Er wolle ihm darum mit zwei Fussballtickets gerne eine kleine Freude bereiten. Eine Userin aus Brüttisellen im Kanton Zürich begründet ihr Engagement damit, dass auch sie, wie Erni, gesundheitliche Probleme hatte und deswegen in die Schuldenfalle lief. «Nun habe ich alles abbezahlt und einen guten Job, sodass ich gerne etwas weitergebe.»

Sogar ein Verantwortlicher des FC Luzern hat sich bei Erni gemeldet, und ihn zum Spiel gegen den FC Basel von Ende März eingeladen – inklusive Stadionführung. An die grosse Glocke hängen möchte FCL-Mediensprecher Markus Krienbühl das Geschenk nicht. «In erster Linie geht es hier um Herrn Erni und nicht um den FC Luzern. Wir freuen uns einfach, ihm diesen Wunsch erfüllen zu können.» Zuletzt im Stadion auf der Allmend war Beat Erni vor drei Jahren, als er gemeinsam mit Kollegen eine Freikarte erhielt. Am kommenden Mittwoch, beim Cup-Match gegen die Young Boys, ist es wieder so weit.

Von den Reaktionen ist er überwältigt

Beat Erni ist überwältigt ob der vielen positiven Rückmeldungen. «Es tut unglaublich gut, zu sehen, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin. Und die Grosszügigkeit der Leute ist unglaublich.»

Einige haben ihm ihre Spenden anonym zukommen lassen, sodass er sich nicht einmal persönlich bei ihnen bedanken kann. «Ihnen will ich auf diesem Weg nun doch noch meinen herzlichen Dank ausrichten», sagt Erni. (aargauerzeitung.ch)

Rezept gegen die Prämien-Explosion gesucht

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quelle: keystone / peter schneider
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