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UN-Schätzung: Weltbevölkerung wächst bis 2084 – auf so viele Milliarden

Aerial view of Hong Kong apartments in cityscape background, Sham Shui Po District. Residential district in smart city
Hongkong von Oben.Bild: E+

UN-Schätzung: Weltbevölkerung wächst bis 2084 – so viele Menschen gibt es dann

11.07.2024, 18:30

Die Weltbevölkerung wächst einer neuen Schätzung der Vereinten Nationen zufolge noch bis zum Jahr 2084. Rund 10,3 Milliarden Menschen werden einer UN-Weltbevölkerungsprognose zufolge dann auf der Erde leben – momentan sind es etwas mehr als acht Milliarden. Die Erhebung, die von den Vereinten Nationen alle zwei Jahre veröffentlicht wird, deckt sich im Wesentlichen mit den Daten von 2022.

Das gegenwärtig noch relativ schnelle Wachstum von etwa 70 Millionen Menschen pro Jahr wird sich demnach ab dem Jahr 2050 deutlich verlangsamen. Die Zehn-Milliarden-Marke werde im Jahr 2061 geknackt, der Spitzenwert aber erst 2084 erreicht. Danach fällt die Kurve langsam ab. Die Schätzungen der Vereinten Nationen basieren auf der gegenwärtigen Prognose von Geburten- und Sterberaten – sie dürften sich in kommenden Berichten weiter verändern und könnten von grossen Weltereignissen beeinflusst werden.

Schlüsselkontinent Afrika

Die meisten Kontinente verzeichnen den Daten zufolge bereits heute kein oder kaum Wachstum mehr. Europa mit momentan 745 Millionen Menschen dürfte demnach bis zum Jahr 2100 auf knapp 600 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner schrumpfen. Die meisten Leute leben heute mit 4,8 Milliarden in Asien, dessen Bevölkerung noch 30 Jahre weiter wachsen soll, wenn auch nur leicht. Der grösste Zuwachs wird aber in Afrika erwartet: Eine Veränderung von mehr als zwei Milliarden auf dann mehr als drei Milliarden im Jahr 2100, lautet die Prognose.

Lagos, Nigeria: the city from the air - Lagos island and Victoria Island separated by Five Cowrie Creek - Eko Atlantic City land reclamation - Lagos Lagoon, Gulf of Guinea, Atlantic Ocean in the backr ...
Lagos hat schon jetzt mehr als 15 Millionen Einwohner. 2100 könnten es noch deutlich mehr sein.Bild: E+

Experte Frank Swiaczny vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung sieht die Region südlich der Sahara als Schlüsselgebiet: «Die Zukunft der Weltbevölkerung hängt wesentlich von der Entwicklung in Subsahara-Afrika ab», erklärte er. Dort liege das Geburtenniveau momentan bei 4,3 Kindern pro Frau. Der Wandel des Kontinents dürfte deshalb den grössten Einfluss auf die Veränderung der Weltbevölkerung haben.

Elf Jahre für eine Milliarde

Die Geschichte des modernen Menschen begann nach aktuellem Kenntnisstand vor etwa 300'000 Jahren mit dem Auftauchen des Homo sapiens. Wohl erst kurz nach dem Jahr 1800 lebte dann eine Milliarde Menschen auf der Erde. Von einer Weltbevölkerung von zwei Milliarden im Jahr 1928 bis zu den heutigen über acht Milliarden Menschen brauchte es keine 100 Jahre. Das Wachstum von sieben auf acht Milliarden dauerte gar nur elf Jahre. (sda/dpa)

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