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WWF warnt: Im Mittelmeer sind 41 Haiarten vom Aussterben bedroht



Das Mittelmeer ist ein gefährlicher Ort für Haie: Wie ein WWF-Report zeigt, ist mehr als die Hälfte der im Mittelmeer lebenden 41 Haifischarten vom Aussterben bedroht, ein Drittel sogar akut. Vor allem Überfischung, illegale Fischerei und Plastikverschmutzung haben Hai- und Rochenpopulationen drastisch dezimiert.

Hauptgrund für den besorgniserregenden Rückgang ist die Überfischung von Haipopulationen, vor allem durch zwei Mittelmeerstaaten: Libyen (4260 Tonnen) und Tunesien (4161 Tonnen) dokumentieren pro Jahr etwa drei Mal so viele Fänge wie Italien (1347 Tonnen) und Ägypten (1141 Tonnen).

In this Monday, Jan. 21, 2019 photo, a 6 foot (1.8 meter) sandbar shark is caught by researchers from the predator project at the Morris Kahn Marine Research Station established by the University of Haifa in the Mediterranean Sea off the coast of the northern Israeli city of Hadera. A nearby giant power plant may not look like the most natural habitat for sea life. But the hot water gushing from the plant is drawing schools of sharks that are increasingly endangered by overfishing. (AP Photo/Ariel Schalit)

Ein Sandbankhai, gefangen von Wissenschaftlern der Universität Haifa in Israel. Bild: AP/AP

Einige Arten werden direkt für den Verkauf gefangen. Beim Grossteil der restlichen Arten handelt es sich um unerwünschten Beifang, der sterbend zurück ins Meer geworfen wird.

Verschmutzung durch Plastikmüll ist dem WWF zufolge eine weitere Bedrohung. Haie verwechseln Kunststoff mit Nahrung oder verfangen sich in Plastikgegenständen und verlorenen Netzen.

Mitverantwortlich ist auch der grassierende Etikettenschwindel bei Fischprodukten. «DNA-Tests haben gezeigt, dass Verbraucher, die Schwertfisch essen, oftmals zu illegal vermarktetem Haifischfleisch greifen. Das birgt auch gesundheitliche Risiken, da der Quecksilbergehalt bei einigen Haiarten weit über den gesetzlichen Grenzwerten liegt», warnte Simone Niedermüller, Meeresbiologin des WWF.

Dies Massnahmen sollen helfen

Der WWF-Report schlägt eine Reihe von Massnahmen für Fischer und Fischereimanager vor – von der Vermeidung kritischer Habitate, wie den Aufwuchsgebieten von Haien und Rochen bis hin zur Verwendung angepasster Ausrüstung zur Minimierung von Beifang.

Die Verbesserung der Datenlage über Populationsentwicklung und gehandelte Arten sei essenziell, um Erhaltungsmassnahmen verstärken und die vollständige Transparenz und Legalität im Fischereisektor gewährleisten zu können. (sda/apa)

Die Maya Bay erholt sich

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