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Sternenhimmel Sternschnuppe

Fotos mit grossem Wow-Effekt: Sternschnuppen-Bilder sehen super aus. Jetzt ist die perfekte Zeit dafür bild: shutterstock

Es regnet wieder Sternschnuppen! Hier schöne Bilder von gestern und 5 Tipps für alle, die Fotos schiessen wollen



Wer in dieser Woche in den Nachthimmel blickt, hat gute Chancen, zahlreiche Sternschnuppen zu sehen. Ein wahrer Meteoritenschauer geht über uns nieder. Zwar leuchten die Perseiden (siehe Infobox ganz unten) stets Mitte August am Himmel auf, doch selten sind die Beobachtungsbedingungen so ideal wie in den kommenden Tagen. 

Sternschnuppen überall!

Das liegt daran, dass am 14. August Neumond und es deshalb relativ dunkel ist in der Nacht. Die Sterne sind also besonders gut zu sehen. Zum anderen spielt das Wetter perfekt mit. Laut Meteonews Schweiz ist die Nacht auf Mittwoch und auch auf den Donnerstag in der ganzen Schweiz sehr klar. Perfekte Voraussetzungen also für tolle Sternschnuppen-Fotos. 

Es braucht übrigens nicht unbedingt eine Spiegelreflexkamera. Auch bei vielen Kompaktkameras lassen sich die notwendigen Einstellungen manuell vornehmen. Allerdings sind die Ergebnisse einer Spiegelreflex in aller Regel deutlich besser.

Hat viel Erfahrung mit Nachtaufnahmen: Der Fotograf Alessandro Della Bella.

Hat mit Nachtaufnahmen viel Erfahrung: Der Zürcher Fotograf Alessandro Della Bella.  

Mit den 5 konkreten Tipps von Alessandro Della Bella, Fotograf und Macher der Time-Laps-Seite helvetiabynight.com, erhöhst du deine Chancen auf tolle Fotos vom Himmelsspektakel. 

1. Guten Standort wählen und Stativ aufstellen

Wichtig ist, dass es wenig Streulicht in der Umgebung hat (Strassenlaternen, Lichter von Häusern etc.). Es muss nicht unbedingt das Matterhorn sein, aber auf dem Bellvueplatz in Zürich oder dem Bärenplatz in Bern wird es definitiv nichts mit den Sternschnuppen-Fotos. 

Unabdingbar ist ein Stativ, sonst verwackeln die Bildern. Idealerweise sollte man mit einem Fernauslöser arbeiten. Solltest du das nicht haben, tut es auch ein Selbstauslöser mit Zeitverzögerung (2 oder 10 Sekunden). Bei einigen Kameras lässt sich einstellen, dass automatisch Bild an Bild gemacht wird. Das ist noch besser. 

2. Grosse Blende und manuellen Fokus einstellen

Stelle den Fokus am Objektiv beziehungsweise in den Kameraeinstellungen unbedingt manuell auf unendlich. Sonst kann es passieren, dass die Kamera den Fokus immer wieder ändert. 

Bei der Blende solltest du eine möglichst grosse wählen. Das bedeutet, dass du die niedrigstmögliche Zahl, die das Objektiv hergibt (2.8 oder 1.8), einstellen sollst. 

3. Hohe Iso-Zahl wählen

Bei den meisten Kameras kann man die die sogenannte ISO-Zahl manuell wählen. Dies funktioniert nicht im Vollautomatik-Modus. Es muss ein manueller Modus gewählt werden. Oder ein spezielles Nachtprogramm. Bei digitalen Kameras steht die ISO-Empfindlichkeit für die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors. Bei Nachtaufnahmen sollte ein Wert von mindestens 3200 gewählt werden. Bei niedrigeren Werten wird es eher schwierig.

4. Lange Belichtungszeit

Ganz allgemein lässt sich nicht sagen, was hier der beste Wert ist. Doch der Foto-Experte rät dazu, 20 bis 30 Sekunden Belichtung einzustellen. Bei noch längeren Zeiten könnte es sein, dass alle Sterne auf dem Bild wie kurze Streifen wirken. 

5. Immer wieder knipsen

Idealerweise machst du Langzeit-Foto an Langzeit-Foto. So erhöhst du deine Chancen, dass du auf einem der Fotos eine hell leuchtende Sternschnuppe erwischst. 

Dennoch: Sternschnuppen fotografieren kann auch eine frustrierende Angelegenheit sein. Denn auch bei Dutzenden oder gar Hundertern Bildern gibt es keine Garantie, den perfekten Moment einzufangen. Zumal nur wirklich helle Sternschnuppen auf Fotos etwas hermachen. Auch wenn pro Nacht zwischen 150 bis 200 Perseiden-Teile am Himmel aufleuchten, sind nur wenige wirklich sehr hell. Deshalb empfiehlt Della Bella: «Geniesse das Naturspektakel am Himmel und freue dich, dabei zu sein, ohne dich zu sehr auf die Fotografiererei zu konzentrieren. Dann hast du auf jeden Fall etwas davon.»

Wenn alles gut geht und du viel Glück hast, könnten deine Fotos so aussehen: 

Sternschnuppen-Fotos

Hast du tolle Sternschnuppen-Fotos geschossen? Dann poste sie im Kommentarfeld unten. Oder schicke sie uns per Mail an redaktion@watson.ch. Oder lade sie auf Instagram mit #watson_gram. Und vergiss nicht dazuzuschreiben, wo und wann das Foto entstanden ist. 

Was es mit dem Perseiden-Meteorstrom auf sich hat

Bei den Perseiden handelt es sich um Überbleibsel des Kometen Swift/Tuttle. Der Komet hat sich schon vor langer Zeit aufgelöst. Doch in seiner Bahn um die Sonne kreisen noch Partikel von ihm. Die Erde kreuzt immer um den 12. August die Staubspur, die der Komet im All hinterlassen hat. Gelangen diese 2 bis 3 cm grossen Teilchen in die Erdatmosphäre, verglühen sie. Deshalb erscheinen sie mit einem Schweif. «Zwischen 150 und 200 solcher Meteoren sind in der Nacht auf Donnerstag pro Stunde zu sehen», schätzt Andreas Verdun, Oberassistent am Astronomischen Institut der Universität Bern. «Man sieht sie, wenn man in die Richtung des Sternbilds Perseus schaut» (siehe Grafik unten). Dazu muss man nach Osten blicken. Am besten sind sie zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht zu sehen. 

Wo man das Sternbild Perseus findet

Bild

Das Sternbild Perseus findet man am Nachthimmel so: In der Verlängerung der Hinterachse des Grossen Wagens über den Polarstern und nochmals so weit bis zur Kassiopeia (Himmels-W). Von dort dann im rechten Winkel nach rechts. Grafik: wikipedia/Membeth

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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So sähen die Planeten am Nachthimmel aus, wenn sie so nah wie der Mond wären

Der Weltraum, unendliche Weiten. Selbst in unserem Sonnensystem, das nur ein Stäubchen ist im Vergleich zur Milchstrasse, sind die Distanzen so enorm, dass die Menschheit bisher nur gerade den nächsten Himmelskörper erreicht hat. Das ist der Mond, der in einer mittleren Entfernung von rund 385'000 Kilometern unseren Planeten umkreist.

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