Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Left to right  Nathan Robinson, Sonke Johnsen, Tracey Sutton, Captain of the Pt Sur- Nick Allen, Edie Widder and Megan McCall gather around to watch the squid video.

Das Team begutachtet das aussergewöhnliche Video. bild: Danté Fenolio

«Die ‹Monster› sind hier»: Forschern gelingt sensationelles Video eines Riesenkalmars



In den Tiefen der Meere schlummern die seltsamsten Wesen. Einmal mehr beweisen das nun Forscher der US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

Im Golf von Mexiko filmten sie vergangene Woche einen sogenannten Riesenkalmar. Es war erst das zweite Mal überhaupt, dass das Tier in seiner natürlichen Umgebung in grosser Tiefe aufgenommen werden konnte.

In einer Tiefe von mehr als 750 Meter entstand das Video. Der noch junge Riesenkalmar darauf sei etwa drei bis dreieinhalb Meter gross.

Das Tier nähert sich einem Kunst-Köder, bevor es erkennt, dass es sich nicht um Nahrung handelt ...

Das Video:

abspielen

Video: YouTube/oceanexplorergov

Riesen-Fund im Golf von Mexiko

In einem Blog beschreiben die Forscher die mühsame Suche nach dem rätselhaften Wesen in der Tiefe. Den Kalmar fanden sie demnach nahe einer Bohrinsel. Sie schreiben:

«Das Geschöpf unserer wildesten Fantasie lebt nicht in unberührter Tiefe, sondern unter den schwersten Werkzeugen unserer Energieinfrastruktur.»

Was die Riesenkalmare so faszinierend macht, sind auch die fantastischen Reiseberichte von Seefahrern aus vergangenen Jahrhunderten. Lange galten die sogenannten Riesenkraken als Fantasie-Geschöpfe, bis tote Exemplare an Land auftauchten. Und Forscher im 20. Jahrhundert die Tiere aufnehmen konnten.

Im Blog der NOAA-Forscher heisst es daher auch weiter: «Die alten Karten zeigten oft Schlangen am Rand, mit der Warnung ‹hier sind Monster›. Aber die ‹Monster› sind hier, in unserem eigenen Hinterhof.»

Sie fügen hinzu:

«Am wichtigsten ist, dass wir kein Monster gefunden haben. Der Riesenkalmar ist gross und aus unserer menschlichen Perspektive sicherlich ungewöhnlich, aber wenn das Video etwas vom Charakter des Tieres zeigt, dann, dass es von seinem Fehler überrascht ist und sich zurückzieht, nachdem es auf etwas gestossen war, das zunächst attraktiv schien, aber offensichtlich keine Nahrung war.»

Der riesenhafteste jemals gefundene Riesenkalmar war übrigens 13 Meter lang und wog fast eine Tonne.

(ll)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Rekord: Forscher filmen Fisch in acht Kilometern Tiefe

Das Fressverhalten der Tiefseekraken

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • BaDWolF 24.06.2019 16:13
    Highlight Highlight Da fällt mir nur noch eins dazu ein:
    Chef im Meer ist Riesenkalmar!
    Rrrr-Rrrrr-Rrrrrriesenkalmar!
    *brrrrr* *ssskiiiii* *sheeeesh* *blub* *Hip-Hop- Geräusche*
    Play Icon
  • LeBase 24.06.2019 08:59
    Highlight Highlight Ich fand den zu Tränen gerührten Tsunemi Kubodera so süss, als ihm damals die erste Aufnahme eines lebendigen Riesenkalamars gelang. Wunderschön war es, ihm dabei zuzusehen, wie sein Lebenstraum endlich in Erfüllung geht ☺️
  • paeuli.weischno 22.06.2019 22:29
    Highlight Highlight Sieht für mich nach Fake News aus.

    Im Hintergrund sieht man deutlich Sterne. Das wurde niemals im Golf von Mexico aufgenommen.

    Space Aliens. Ganz klar Space Aliens.
  • Isodor 22.06.2019 21:48
    Highlight Highlight Cool, man sollte nicht vergessen, dass das Meer noch zu 95% nicht erforscht ist. Da gibt es bestimmt das ein oder andere Geheimniss. =))
    • Utschli 23.06.2019 12:41
      Highlight Highlight Und der Award für den unnötigsten, fehl-am-platzigsten Kommentar geht an.... FGB2
  • Trollerix 22.06.2019 20:45
    Highlight Highlight Wow! Da kriege ich Gänsehaut. 😳
  • Heinzbond 22.06.2019 20:40
    Highlight Highlight Gibt es für die auch schon einen watson Namen?
    • [CH-Bürger] 23.06.2019 07:41
      Highlight Highlight Riesenkalmen? 🤓
    • Mia_san_mia 23.06.2019 08:28
      Highlight Highlight Watson-Namen?
    • G. 23.06.2019 12:49
      Highlight Highlight 1 Dicken Kalmann.
  • auloniella 22.06.2019 19:24
    Highlight Highlight Wie toll. Sind so elegante Tiere🖤
  • Sunaru 22.06.2019 18:32
    Highlight Highlight Das Video nennen sie "Here Be Monsters", aber fügen am Schluss an, dass es am wichtigsten sei, dass sie kein Monster gefunden hätten? Da müssen sie sich wohl nochmals absprechen. Nichtsdestotrotz ein spannender Fund, der einem vor Augen führt, wie wenig wir immer noch über den eigenen Planeten wissen, besonders unter der Wasseroberfläche.
    • Heinzbond 22.06.2019 23:40
      Highlight Highlight War wohl eher eine Anspielung auf und hier gibt es Drachen, das markierte auf ganz alten Karten neuland wo noch "niemand" gewesen war...
  • Cosmopolitikus 22.06.2019 18:01
    Highlight Highlight Was für wundervolle Tiere!
    Als Taucher gehen wir in der Regel auf max. 40 Meter Tiefe, „Tecies“ (technical divers) auch gerne über 100 Meter. Schon wir erleben eine absolut faszinierende Unterwasserwelt. Und doch gibt es noch soviel Unbekanntes zu entdecken.
    • *sharky* 22.06.2019 18:17
      Highlight Highlight Regeln sind da um gebrochen zu werden... ;)

      Kalamare, Tintenfische oder Octopusse sind äusserst intelligente Tiere, von dem her überrascht solches Verhalten nicht sonderlich.
    • Baba 22.06.2019 19:33
      Highlight Highlight Ich kann Ihnen nur beipflichten, Cosmopolitocus. Jeder Tauchgang ist für mich ein Trip in eine wunderbare, phantastische, andere Welt. Die Vielfalt am Formen, Pflanzen, Tieren ist einfach grossartig und noch so vieles da unten ist unerforscht. Da tut es mir in der Seele weh, was wir unseren Meeren antun.

      Ein tolles Video und ein wunderschönes Tier. Und ja, es ist ganz sicher kein Monster 🦑

Interview

Das Virus greift nicht umsonst die Atemwege an: «Die Lunge kriegt alles ab»

Das Coronavirus befällt zuerst die Lunge: Ein Pneumologe des Unispitals Zürich erklärt, warum das Organ besonders verletzlich ist – und dass man sich Atemnot auch einbilden kann. Christian Clarenbach (44) behandelt sowohl kranke, wie auch geheilte Corona-Patienten.

Ist die Lunge ein für Krankheiten speziell anfälliges Organ?Christian Clarenbach: Das kann man nicht sagen. Aber es ist der Haupt-Schauplatz für die schweren Verläufe von Covid-19. Zudem ist die Lunge sehr exponiert als Eintrittspforte: Wenn Sie ohne Maske durch die volle Zürcher Bahnhofstrasse gehen, dann kriegt die Lunge alles ab, was da in der Luft ist. Die Leber und die Niere sind besser geschützt.

Lungenkrankheiten gibt es viele. Gibt es etwas, was nur das Coronavirus in der Lunge …

Artikel lesen
Link zum Artikel