Sport
Tennis

Eklat im Fedcup – hier beleidigt Rumäniens Captain Nastase die Gegnerin, bis sie weint

Eklat im Fedcup – hier beleidigt Rumäniens Captain Nastase die Gegnerin, bis sie weint

Beim Fedcup-Spiel zwischen Rumänien und Grossbritannien ist es zum Eklat gekommen. Das Duell in der rumänischen Hafenstadt Constanta muss wegen Altstar Nastase zwischenzeitlich unterbrochen werden.
22.04.2017, 16:4322.04.2017, 17:04

Ilie Nastase ist auch mit 70 Jahren kein bisschen ruhiger – und vernünftiger – geworden. Anlässlich des Playoffs der Weltgruppe II zwischen Rumänien und Grossbritannien in Constanta erlaubte sich die ehemalige ATP-Nummer 1, die mittlerweile Captain des rumänischen Fedcup-Teams ist, gleich mehrere üble Aussetzer.

Während der zweiten Partie am Samstag zwischen Sorana Cirstea und Johanna Konta beleidigte er sowohl die britische Nummer 7 der Welt als auch Captain Anne Keothavong übel. Konta verliess – nach dem Gewinn des ersten Satzes notabene – weinend den Platz. Der Schweizer Oberschiedsrichter Andreas Egli verwies Nastase daraufhin des Platzes, Konta gewann ihre Partie, nachdem sie zurückgekehrt war.

Bereits zuvor hatte der Internationale Tennisverband (ITF) eine Untersuchung gegen Nastase eingeleitet. Während einer Pressekonferenz war zu hören, wie er zu einer seiner Spielerinnen über das zukünftige Kind der schwangeren Serena Williams sagte: «Mal sehen, welche Farbe es haben wird. Milchschokolade?» Williams ist mit dem Internet-Unternehmer Alexis Ohanian verlobt, sie ist Afroamerikanerin, er ein Weisser. «Die ITF toleriert keine diskriminierende und beleidigende Sprache oder derartiges Verhalten», erklärte die ITF in einer Stellungnahme. Man werde die Fakten prüfen, bevor man angemessene Massnahmen ergreife.

Nastase ging noch weiter

Den britischen Captain Keothavong hatte Nastase bereits zuvor mit anzüglichen Bemerkungen angegangen. Während des offiziellen Dinners fragte er sie nach ihrer Zimmernummer. Beim Fototermin nach der Auslosung griff er ihr an die Schultern und fragte deutlich hörbar erneut nach der Nummer ihres Hotelzimmers. Die 33-jährige Keothavong, ebenfalls ehemaliger Tennisprofi, ist verheiratet und mit ihrem zweiten Kind schwanger.

Nastase gewann als Aktiver das US Open 1972 und das French Open 1973 und war bereits auf dem Platz ein «Enfant terrible». 1994 wurde er als Davis-Cup-Captain Rumäniens bereits einmal für eine Partie gesperrt. (zap/sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
So harmlos war Frankreich noch nie – wie Spanien das geschafft hat
Nach dem bisherigen Turnierverlauf fragten sich viele: Kann jemand Frankreichs Offensive stoppen? Spanien hat im WM-Halbfinal eine eindrückliche Antwort geliefert: Ja! Mit einem altbekannten Erfolgsrezept will die Furia Roja nun zum zweiten Mal Weltmeister werden.
80 Minuten lang hat Frankreich im WM-Halbfinal keinen Torschuss zustande gebracht. Wir reden hier von einer Offensive mit Namen wie Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé, wohlgemerkt. Und trotzdem musste Spanien-Goalie Unai Simon in der 81. Minute erstmals einen Schuss parieren. Zuvor war er einmal mehr aus dem Tor gestürmt, konnte aber nicht richtig klären. Dennoch war Simon rechtzeitig zurück im Strafraum, um Désiré Doués Versuch zu blocken. In der Nachspielzeit kamen dann noch zwei Paraden gegen Dembélé hinzu.
Zur Story