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Erwachsene Wölfin im Wallis abgeschossen – Staatsanwaltschaft ermittelt

Erwachsene Wölfin im Wallis abgeschossen – Staatsanwaltschaft ermittelt

19.02.2017, 16:4019.02.2017, 17:03
Der Wolf starb durch einen Schuss
Der Wolf starb durch einen SchussBild: Kapo VS

Im Wallis ist erneut ein Wolf getötet worden. Das erwachsene weibliche Tier wurde gewildert - es hat einen Einschuss hinter der Schulter. Der Wolf ist im Kanton ein Dauerthema. Eine neulich eingereichte Initiative fordert ein Wallis ohne Grossraubtiere.

Spaziergänger haben den Kadaver der Wölfin am Freitag in einem Wald in Mayoux im Val d'Anniviers entdeckt. Für eine Autopsie ist der Kadaver ins Institut für Pathologie der Universität Bern gebracht worden. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Polizei sucht Zeugen.

Der Wolf ist im Wallis ein Dauerthema. Erst kurz vor Weihnachten war ein weiblicher Jungwolf in der Augstbordregion geschossen worden - allerdings mit Erlaubnis des Bundesamts für Umwelt. So sollten einerseits das Rudel verkleinert und anderseits andere Wölfe abgeschreckt werden.

Wallis will selbst entscheiden

Der strenge Schutz des Wolfs und anderer Grossraubtiere geht vielen jedoch zu wenig weit - insbesondere seit im vergangenen Herbst erstmals eins Wolfsrudel im Oberwallis bestätigt wurde. Vor Monatsfrist haben Exponenten aus den Reihen von CVP und CSP Oberwallis die kantonale Volksinitiative für ein «Wallis ohne Grossraubtiere» eingereicht.

Mit der Initiative soll der Bestand an Grossraubtieren reguliert werden können. Der Kanton könnte selbst entscheiden, wie viele Wölfe oder Luchse in den Wäldern des Kantons für eine ausgeglichene Fauna geduldet werden. Das widerspricht allerdings der Berner Konvention, die gewisse Wildtierarten wie den Wolf wegen ihrer geringen Anzahl schützt. (sda)

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