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So sieht Google das Auto der Zukunft – und baut es gleich selber

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Quelle: Mashable
100 Prototypen geplant

So sieht Google das Auto der Zukunft – und baut es gleich selber

Google geht unter die Autohersteller: Der Internetkonzern hat einen ersten Prototypen seines eigenen selbstfahrenden Fahrzeugs vorgestellt. Die Vision sind kleine Zweisitzer mit Elektroantrieb, die komplett auf Lenkrad und Pedale verzichten. 
29.05.2014, 00:0012.02.2018, 15:19

Ein Auto, das automatisch bremst und steuert: Daran tüftelt Google derzeit, wie Mitbegründer Sergey Brin auf einer Technologiekonferenz in Kalifornien mitteilte. Das Fahrzeug soll ohne Lenkrad auskommen und stattdessen über Knöpfe fürs Losfahren und Anhalten sowie Sensoren und PC-Funktionen verfügen.

Laut Brin will Google 100 Prototypen der lenkradlosen Autos selber bauen – eine Premiere in der Geschichte des Internetunternehmens. Bislang hat Google die Wagenmodelle Lexus SUV und Toyota Prius mit der besonderen Technologie ausgestattet und vor kurzem ein selbstfahrendes Auto vorgestellt und im Stadtverkehr getestet. Die Prototypen werden anfangs noch die altbekannten Steuerelemente haben, dann sollen in Kalifornien die Prototypen ohne Lenkrad getestet werden. 

Viel Beinfreiheit, aber höchstens 40 km/h

Dem New York Times-Reporter John Markoff zufolge, der vergangene Woche in einem Prototypen mitfuhr, bietet das Fahrzeug viel Beinfreiheit. Die Windschutzscheibe ist aus Plastik und ein grosses Display im Cockpit zeigt Uhrzeit, Lufttemperatur und die voraussichtliche Ankunftszeit an. Zum Losfahren drückt man einen Knopf. Die ersten Protypen hätten noch wenig Komfort für die Insassen, räumte Projektchef Urmson ein. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf rund 40 Kilometer pro Stunde beschränkt. 

Google hofft, mit einem kleinem selbstfahrenden Fahrzeug das Szenario für die Nutzung von Autos in der Zukunft zu treffen. Er denke nicht, dass es überwiegend darum gehen werde, die Fahrzeuge zu besitzen, sagte Google-Mitgründer Sergey Brin der «New York Times». «Sie dürften grösstenteils als ein Service bereitgestellt werden.» Google habe die Technologie, das umzusetzen. «Und es ist wahrscheinlich, dass wir eine Menge Partner haben werden – das könnten Autohersteller, Zulieferer, Dienste-Anbieter, Städte oder Länder sein», sagte Brin.

Die Arbeit an einer marktreifen Version werde gemeinsam mit Partnern noch einige Jahre dauern, schrieb Projektleiter Chris Urmson. Der aktuelle Prototyp erinnert äusserlich an eine Mischung aus Smart und Spielzeugauto. In den Verkauf sollen die Wagen nicht gehen. Zudem gilt es als unwahrscheinlich, dass sich der Konzern ein zweites Standbein in der Automobilindustrie sucht. (dwi/sda/dpa) 

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