International
USA

Neueste Umfrage zu US-Wahlen: Joe Bidens Vorsprung schmilzt

Bidens Vorsprung vor Trump schrumpft

17.08.2020, 06:1417.08.2020, 13:03

Weniger als drei Monate vor der US-Wahl hat Präsident Donald Trump laut einer neuen Umfrage aufgeholt. Der Vorsprung seines Rivalen von den Demokraten, Joe Biden, sei seit Juni deutlich geschrumpft, berichtete der TV-Sender CNN am Sonntag (Ortszeit). Das Meinungsforschungsinstitut SSRS befragte dafür zwischen dem 12. und 15. August 1108 Wähler.

Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden and his running mate Sen. Kamala Harris, D-Calif., arrive to speak at a news conference at Alexis Dupont High School in Wilmington, De ...
Joe Biden und Kamala Harris bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt nach der Nomination Harris' als Vizepräsidentin.Bild: keystone

Die Umfrage wurde durchgeführt, nachdem Biden am vergangenen Dienstag bekanntgegeben hatte, sich für die Senatorin Kamala Harris als Vize-Kandidatin entschieden zu haben. 50 Prozent der befragten Wähler gaben an, Biden und Harris unterstützen zu wollen. 46 Prozent sprachen sich für Trump und seinen Vize Mike Pence aus.

Zum Vergleich: Anfang Juni hatten in der Umfrage noch 55 Prozent angegeben, Biden zu unterstützen. Trump lag bei lediglich 41 Prozent.

In 15 sogenannten Swing States, in denen die Wählermehrheiten immer wieder wechseln, sieht die Umfrage Biden und Trump Kopf an Kopf (49 zu 48 Prozent).

Die Webseite FiveThirtyEight, die zahlreiche Umfragen auswertet und daraus einen Durchschnitt bildet, sieht Biden derzeit landesweit bei 51 Prozent der Stimmen, Trump bei 43 Prozent.

Landesweite Befragungen haben wegen des komplizierten Wahlsystems in den USA begrenzte Aussagekraft. Für einen Sieg ist nicht die Mehrheit der Wählerstimmen, sondern eine Mehrheit von 270 Wahlleuten aus den Bundesstaaten ausschlaggebend.

Trump war es 2016 überraschend gelungen, die drei Swing States Pennsylvania, Michigan und Wisconsin zu gewinnen. Selbst wenn er zwei davon in diesem Jahr verlöre, käme er auf ausreichend Wahlleute – vorausgesetzt, er kann alle anderen Bundesstaaten halten, in denen er sich 2016 durchgesetzt hatte. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So fertig hast du Trump noch nie gesehen
1 / 7
So fertig hast du Trump noch nie gesehen
Präsident Donald Trump bevor er nach Tulsa flog.
quelle: keystone / evan vucci
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Sie soll Joe Bidens Vize werden: Wer ist Kamala Harris?
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bolsonaro-Clan triumphiert: 5 Erkenntnisse zum Rechtsruck in Brasilien
Flavio Bolsonaro schlägt Amtsinhaber Lula überraschend in der ersten Runde. Doch das ist längst nicht die einzige schlechte Nachricht für Brasiliens Linke.
Es war ein schwarzer Wahlsonntag auf ganzer Linie für Brasiliens Linke. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl gewann überraschend der rechte Flávio Bolsonaro gegen Lula da Silva, muss aber dennoch in drei Wochen in die Stichwahl gegen den Amtsinhaber von der linken Arbeiterpartei PT. Auf den Sohn des Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro (2019 bis 2022) entfielen 47,03 Prozent der Stimmen, für Lula stimmten hingegen nur 45,16 Prozent. Der Unterschied liegt damit bei rund 2,3 Millionen Stimmen.
Zur Story