Schweiz
Bern

US-Amerikaner wegen Mords im Berner Jura zu 16 Jahren verurteilt

US-Amerikaner wegen Mords im Berner Jura zu 16 Jahren verurteilt

24.06.2019, 16:2124.06.2019, 16:21
Im bernischen Reconvilier tötete der US-Amerikaner 2017 die Kenianerin. (Archivbild)
Im bernischen Reconvilier tötete der US-Amerikaner 2017 die Kenianerin.Bild: KEYSTONE

Ein US-Amerikaner ist am Montag von einem Gericht in Moutier BE zu einer 16-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann wurde des Mords an einer 30-jährigen Kenianerin 2017 in Reconvilier BE für schuldig befunden.

Das Regionalgericht Berner Jura-Seeland verurteilte den 31-Jährigen auch wegen Freiheitsberaubung und ordnete eine Therapie an. Beim Opfer handelt es sich um die Tochter des bekannten kenianischen Leichtathlethen Julius Korir, Goldmedaillengewinner über 3000 Meter Steeple an den Olympischen Spielen von 1984 in Los Angeles.

Der Täter ist ein US-Marinesoldat, der in Kenia zur Welt kam. Laut Anklageschrift war er total verliebt in die Kenianerin, die er seit langem kannte. Das Opfer, das mit einem Schweizer verheiratet war, ging aber zu ihm auf Distanz.

Das schweizerisch-kenianische Paar war aktiv in der Läuferszene und beherbergte regelmässig afrikanische Spitzenläufer, die für Rennen in die Schweiz kamen. Zum Zeitpunkt der Tat befand sich der Ehemann in Kenia.

Die Polizei war im Januar 2017 wegen eines heftigen Streits in der Wohnung der Frau alarmiert worden. Vor Ort stiess sie auf den verletzten US-Amerikaner und die tote Kenianerin. Die Frau starb an Stichverletzungen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Mann die Verletzungen selber zufügte, nachdem er die Frau getötet hatte. Der Mann bestritt diese Darstellung. Er gab an, beide hätten sich töten wollen und sich gegenseitig Stiche zugefügt. Der Mann liess sich 2017 widerstandslos festnehmen. (aeg/sda))

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Embolo kritisiert SFV nach Nati-Verbot: «Ein ganz anderer Fall als bei Granit»
Breel Embolo sorgte zuletzt mit einem publik gewordenen Strafbefehl wegen gefälschter Corona-Tests und seiner temporären Nati-Absenz für Aufsehen. Nun kritisiert der 29-Jährige den Verband deutlich. Auch zur roten Karte an der WM äussert er sich.
Breel Embolo sorgt regelmässig für Kontroversen. Mehrfach wurde der Natistürmer verurteilt, wegen Urkundenfälschung oder Drohungen. Gleichzeitig war er in den vergangenen Jahren eine wichtige Figur in der Schweizer Nati, er lief bereits 92 Mal im roten Trikot auf und verbuchte dabei 46 Torbeteiligungen. In einem Interview mit Schweiz Heute spricht Embolo nun über diverse Episoden, die in der Schweiz für Aufregung sorgten.
Zur Story