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EV Zug

National League: Zug schlägt die Lakers und steht im Playoff-Final

SC Rapperswil-Jona Lakers Cheftrainer Jeff Tomlinson, Mitte, wird von seinen Spielern verabschiedet nach dem vierten Eishockey Playoff-Halbfinalspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jon ...
Die Lakers verabschieden sich nach dem Out von Trainer Jeff Tomlinson.Bild: keystone

Zug beendet das Lakers-Märchen und steht im Playoff-Final: «Das gibt uns Energie»

Der zweite Playoff-Finalist heisst wie erwartet EV Zug. Die Innerschweizer gewinnen das vierte Halbfinalspiel in Rapperswil-Jona 6:3 und treffen ab Montag auf Genève-Servette.
01.05.2021, 19:3002.05.2021, 13:24
Playoff-Final (ab Montag, 3. Mai – Best-of-5)
Zug (1.) – Genf (6.)

Das kleine Wunder der Rapperswil-Jona Lakers in diesen Playoffs findet kein Happy End. Im letzten Spiel lässt das Überraschungsteam dieser Saison eine seiner grossen Qualitäten vermissen. Vor allem im ersten Drittel geht die defensive Organisation und Stabilität über weite Strecken verloren. Das 0:3 nach 20 Minuten durch die Treffer von Lino Martschini (6.), Sven Senteler (16.) und Justin Abdelkader (20.) ist bereits mehr als die halbe Miete. Die Lakers gewannen in den Viertel- und Halbfinals gegen Lugano (4 Siege) und Zug (1) keines ihrer Spiele nach einem Rückstand.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/MySports

Für einmal ist es mit Melvin Nyffeler, sonst die Lebensversicherung im Goal und einer der Erfolgsgaranten, der am Ursprung der Niederlage steht. Er patzt beim 0:2 und 3:5 und sieht beim 0:1 und 0:3 zumindest unglücklich aus.

Eine seiner anderen Qualitäten zeigen die Aussenseiter zum Abschied ihres Trainers Jeff Tomlinson, der nach sechs Jahren seinen Platz räumen muss, aber noch einmal eindrücklich. Die Lakers stecken nie auf. Im Mitteldrittel kommen sie durch das erste (!) Saisontor von Martina Ness, der einen Abpraller von der Bande über die Linie stochert, in der 29. Minute aus ziemlich heiterem Himmel zum ersten Treffer.

Das sagt Lakers-Goalie Melvin Nyffeler.Video: YouTube/MySports

Er leitet die beste Phase des von 50 Fans sehr lautstark unterstützten Heimteams ein. Gut zwei Minuten später bringt Steve Moses mit dem 2:3 tatsächlich nochmal Spannung rein. Die St.Galler drücken sogar kurz auf den Ausgleich, ehe Dario Simion nach einem Konter mit dem Knie ins Rapperswiler Tor trifft und das Strohfeuer in der 33. Minute bereits wieder löscht.

«Wir hatten ein starkes erstes Drittel und sind dann cool geblieben. Wir haben gut gespielt, das gibt uns Energie für den Final.»
Dan Tangnes, Trainer EV Zug

Wie bereits in Spiel 3, als man den Sack zuhause hätte zumachen können, werden die Zuger nach der beruhigenden 3:0-Führung wieder etwas nachlässig, werden diesmal aber nicht dafür bestraft. Im Schlussdrittel reagieren sie auf das 3:4 (54.) innerhalb von 80 Sekunden.

Das sagt Lakers-Trainer Jeff Tomlinson.Video: YouTube/MySports

Rapperswil-Jona Lakers - Zug 3:6 (0:3, 2:1, 1:2)
50 Zuschauer. - SR Piechaczek/Wiegand, Progin/Steenstra. -
Tore: 6. Martschini (Kovar, Abdelkader) 0:1. 16. Senteler (Bachofner) 0:2. 20. (19:27) Abdelkader (Shore) 0:3. 29. Ness 1:3. 32. Moses (Wick/Ausschlüsse Hofmann; Cervenka) 2:3. 33. Simion (Kovar, Hofmann) 2:4. 54. Eggenberger (Rowe) 3:4. 55. Klingberg (Albrecht) 3:5. 59. Leuenberger (Abdelkader, Kovar) 3:6 (ins leere Tor).
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Wick; Kovar.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Egli, Profico; Vukovic, Jelovac; Sataric, Maier; Randegger, Dufner; Clark, Cervenka, Schweri; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Moses, Wick, Loosli; Wetter, Ness, Forrer.
Zug: Genoni; Diaz, Geisser; Zgraggen, Alatalo; Schlumpf, Stadler; Gross; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, Shore, Abdelkader; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Leuenberger, Senteler, Bachofner; Langenegger.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Payr und Dünner, Zug ohne Wüthrich (alle verletzt) und Thorell (überzähliger Ausländer). - Rapperswil-Jona Lakers von 56:36 bis 58:12 ohne Torhüter. (abu/sda)

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