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Schweiz siegt souverän, weil Nordmazedonien mehrmals patzt

Switzerland's Johan Manzambi, centre, celebrates his goal with his teammates Switzerland's Winsley Boteli, left, and Switzerland's Sascha Britschgi, right, after scoring the 2:0 during  ...
Die Schweiz profitiert von drei nordmazedonischen Patzern: Johan Manzambi traf aus der Distanz, weil Nordmazedoniens Goalie daneben griff.Bild: keystone

Nordmazedonisches Fehlerfestival – die Schweiz bleibt in der Nations League makellos

Die Schweiz gewinnt auch ihr viertes Spiel in der Nations League. Gegen Nordmazedonien tut sich das Team von Murat Yakin jedoch unerwartet schwer. Am Ende resultiert in Luzern dennoch ein 3:0.
06.10.2026, 20:4006.10.2026, 23:20

Die Schweiz ging als grosser Favorit in die Partie gegen Nordmazedonien. Erwartet wurde nichts anderes als ein klarer Sieg. Einerseits präsentierte sich das Team von Murat Yakin in den vergangenen Spielen trotz zahlreicher Abwesender sehr stilsicher. Andererseits reisten die Gäste mit wenig Selbstvertrauen an. In den bisher sieben Spielen dieses Jahres hatten die Nordmazedonier noch nie getroffen.

Doch die insgesamt fünf Wechsel in der Startelf, die Yakin gegenüber der Partie gegen Slowenien vorgenommen hatte, taten dem Schweizer Spiel nicht gut. Was in den vorangegangenen Spielen so leichtfüssig von der Hand ging, entpuppte sich auf dem schwierig zu bespielenden Untergrund in Luzern als mühsamer Kraftakt. Es fehlte die ordnende Hand von Ardon Jashari, es fehlte das kreative Element in Person von Johan Manzambi.

Ein Geschenk löst den Knoten

Der Favorit tat sich schwer im Spielaufbau und beim Kreieren von Chancen. Sinnbildlich bedurfte es einer Einladung der Gäste, um den Knoten kurz vor der Pause zu lösen. Innenverteidiger Visar Musliu verschätzte sich bei einem Pass von Ezgjan Alioski. Fabian Rieder ging dazwischen und erzielte im 37. Länderspiel seinen zweiten Treffer. Es war ein guter Lohn für die Schweiz.

Players from Switzerland with Fabian Rieder, right, reacts after the 1:0 goal at the UEFA Nations League B of Group 1 soccer match between Switzerland and North Macedonia at the Thermoplanarena in Luz ...
Nach einem Fehler von Visar Musliu brachte Fabian Rieder die Schweiz in Führung.Bild: keystone

Erst nach dem Seitenwechsel und den Einwechslungen von Jashari und Manzambi zeigten sich die Schweizer verbessert. Doch das Heimteam sündigte insbesondere in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel gleich mehrfach im Abschluss.

Schweizer nutzen Fehler aus

Schliesslich machten die Gäste den Gastgebern rund 20 Minuten vor dem Ende ein zweites Geschenk, das diese nicht ausschlagen konnten: Stole Dimitrievski griff bei einem eigentlich harmlosen Schuss von Manzambi daneben. Und auch beim 3:0 zehn Minuten später gab die nordmazedonische Hintermannschaft keine gute Figur ab. Sie vertändelte den Ball und Dan Ndoye traf herrlich ins rechte obere Toreck.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/SRF Sport

Auf der anderen Seite hatte Yvon Mvogo einen geruhsamen Abend. Der Goalie von Lorient ersetzte Gregor Kobel, der bereits am Freitag mit Dortmund in der Bundesliga wieder gefordert ist und erst gar nicht im Aufgebot stand. Mvogo musste keinen einzigen Schuss abwehren.

Aufstieg vertagt

Da Slowenien im anderen Spiel der Gruppe Schottland mit 2:1 bezwang, verpasste die Schweiz den vorzeitigen Wiederaufstieg in die Liga A. Dieser dürfte jedoch nur aufgeschoben sein. Mitte November geht es für die Schweiz in der Nations League mit einem Gastspiel in Slowenien weiter. Zum Abschluss der Kampagne empfängt das Team von Yakin in St. Gallen Schottland.

Dan Ndoye war der Spieler des Spiels.
Dan Ndoye war der Spieler des Spiels.bild: sofascore

Schweiz - Nordmazedonien 3:0 (1:0)
Luzern. 15'730 Zuschauer. Malcevs (LAT).
Tore: 43. Rieder 1:0. 74. Manzambi (Ndoye) 2:0. 81. Ndoye 3:0.
Schweiz: Mvogo; Britschgi, Elvedi, Akanji, Rodriguez (70. Athekame); Sierro (46. Jashari), Freuler; Sow (46. Manzambi), Rieder, Ndoye (86. Sanches); Amdouni (70. Boteli).
Nordmazedonien: Dimitrievski; Stojchevski, Zajkov, Musliu, Alioski; Elezi (70. Kostadinov), Elmas; Mitrovski (82. Miovski), Bardhi (82. Stankovski), Doriev (59. Gashtarov); Rastoder (59. Omeragic).
Bemerkungen: Schweiz u.a. ohne Embolo, Kobel, Xhaka (alle nicht im Aufgebot), Vargas, Zakaria (beide verletzt), Schmidt (überzählig). Verwarnungen: 37. Elezi.

Die Stimmen zum Spiel

Manuel Akanji

«Es war kein sehr gutes Spiel von uns. Es hatte mehrere Ungenauigkeiten drin, viele zweite Bälle, die wir nicht gewonnen haben. Es war aber auch nicht einfach auf diesem Platz. Am Ende haben uns die Nordmazedonier etwas zum Sieg verholfen. Immerhin: Die Jungen haben sich gut eingebracht in die Mannschaft. In Granits Abwesenheit habe ich versucht, die Captainrolle zu übernehmen. Er hat einen unglaublichen Job gemacht: Deshalb hat er auch über 150 Länderspiele und wir lieben ihn alle sehr in dieser Mannschaft. Wenn er zurückkommt, ist klar, dass er wieder Captain ist.»

Murat Yakin

«Die Punktausbeute stimmt. Die Art und Weise des Spiels meistens auch. Die erste Halbzeit heute war eine zum Vergessen, das kann ich nicht schönreden. Wenn man fünf Wechsel vornimmt, ist klar, dass die Automatismen nicht ganz stimmen. Wir hatten auch defensiv keinen Zugriff aufs Spiel. Dazu Abspiel- und weitere technische Fehler: Wir hatten Mühe, ins Spiel zu kommen. Mit Ardon haben wir defensiv die Kontrolle wiedergewonnen und mit Johan das offensive Spiel belebt. Es war gut, dass wir neue Spieler integrieren konnten. Aber klar: Granit und Breel kann man nicht ersetzen. Ich hoffe, dass wir sie im November sehen. Im Nationalteam müssen die besten Spieler dabei sein.»
Coach Murat Yakin from Switzerland at the UEFA Nations League B of Group 1 soccer match between Switzerland and North Macedonia at the Thermoplanarena in Luzern, Switzerland, Tuesday, October 6, 2026. ...
Nati-Trainer Murat Yakin sah keine gute erste Halbzeit seines Teams.Bild: keystone

Johan Manzambi

«Es ist sehr schön: Winsely (Boteli) und ich kennen uns seit der Kindheit und nun stehen wir zusammen im Nationalteam auf dem Platz. Nun hoffe ich, dass wir einmal ein Tor bejubeln können, an dem wir gemeinsam beteiligt sind. Zum Spiel: Wir wollten es in der zweiten Halbzeit besser machen, und ich denke, das ist uns gelungen.»

Fabian Rieder

«In der ersten Halbzeit waren wir oft einen Schritt zu spät. Mein Tor hat dann den ersten Schritt in die richtige Richtung eingeleitet. Wichtig ist, dass alle 100 Prozent geben, jeder für den anderen geht. Und wenn einer mal den Ball verliert, was auch nur menschlich ist, müssen die anderen sprinten und nachsetzen. Und das haben wir spätestens in der zweiten Halbzeit auch umgesetzt.»

Die Tabelle

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