Schweiz
Zentralschweiz

Luzern: Mutter und Sohn nehmen Männer mit Fake-Liebe und Pornos aus

Mutter (70) und Sohn (33) aus Luzern nehmen Männer mit Fake-Liebe und Fake-Pornos aus

14.10.2021, 09:2514.10.2021, 09:25
Ein Stacheldrahtzaun vor einem Fenster eines Aufenthaltsraums in der Jugendabteilung des Regionalgefaengnis Thun, am Mittwoch, 7. Juli 2021 in Thun. Anfang Jahr wurde im Regionalgefaengnis Thun die er ...
Alles falsch: Luzerner Porno-Betrüger bald hinter Gittern?Bild: keystone

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat eine Mutter und ihren Sohn wegen Heiratsschwindel und weiteren Gaunereien angeklagt. Sie fordert für die 70-Jährige und den 33-Jährigen eine Freiheitsstrafe von je 3.5 Jahren sowie Geldstrafen, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Das Duo soll mit seinen Betrügereien mehrere Hunderttausend Franken eingenommen haben und sich damit einen luxuriösen Lebensstil finanziert haben. Die Staatsanwaltschaft stellte zwei Luxusautos, Uhren und Schmuck sicher.

In der Darstellung der Staatsanwaltschaft begannen die Beschuldigten 2016 damit, pornografisches Material zu verkaufen, das sie von einer kanadischen Website herunterluden.

Gegenüber den Käufern sollen die Mutter und ihr Sohn angegeben haben, sie seien die in den Sexszenen zu sehenden Frauen. Sie hätten damit die Kunden hinters Licht geführt und so mehrere hunderttausend Franken ergaunert, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Sohn gibt sich als verliebte Frau aus

Das mutmassliche Betrügerduo soll sich aber auch als Herzensbrecher betätigt haben. Der Sohn habe sich mit Hilfe seiner Mutter gegenüber einem Mann als junge Frau ausgegeben, via WhatsApp dem Opfer eine Liebesbeziehung vorgegaukelt und ihm mehrere tausend Franken abgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Mehrere Hunderttausend Franken soll die Mutter als Heiratsschwindlerin erbeutet haben. Sie habe Kontaktinserate geschaltet, um beziehungswillige Senioren auszunehmen.

Die Mutter und ihr Sohn wurden im Oktober 2018 verhaftet. Wann der Prozess vor dem Kriminalgericht stattfindet, ist noch offen. Für beide Beschuldigte gelte bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung, teilte die Staatsanwaltschaft mit. (aeg/sda)

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