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Aufräumarbeiten in der Gemeinde Ventanilla, 19. Januar.
Aufräumarbeiten in der Gemeinde Ventanilla, 19. Januar.Bild: keystone

«Ökologische Katastrophe» – Vulkanausbruch vor Tonga führt zu Ölpest in Peru

20.01.2022, 19:5921.01.2022, 11:04

Der Vulkanausbruch vor der Küste Tongas hat auch auf der anderen Seite des Pazifiks dramatische Auswirkungen: Die hohen Wellen – ausgelöst durch den Ausbruch – verursachten bei einer Raffinerie in Peru eine gewaltige Ölpest. Die peruanische Regierung sprach von einer «ökologischen Katastrophe».

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Gemäss dem Aussenministerium schädigte der Ölteppich die Tier- und Pflanzenwelt in Schutzgebieten auf einer Fläche von insgesamt 18'000 Quadratkilometern.

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Die Umweltschutzorganisation Oceana bat die Einwohner der betroffenen Küstenregion, bei der Suche nach hilfsbedürftigen Tieren mitzuhelfen.

Quelle des Öls ist ein Tanker des spanischen Ölkonzerns Repsol, der Rohöl in der Raffinerie La Pampilla entlud. Der hohe Wellengang führte demnach zur Katastrophe. Im Vorfeld gab es Tsunamiwarnungen im gesamten Pazifikraum aufgrund der unterseeischen Vulkanexplosion im 10'000 Kilometer entfernten Tonga.

Fischer protestieren vor der Repsol-Raffinerie in Ventanilla, Peru.
Fischer protestieren vor der Repsol-Raffinerie in Ventanilla, Peru.Bild: keystone

Das Aussenministerium verlangte von dem spanischen Ölkonzern Repsol, für die von der Ölpest verursachten Schäden unverzüglich aufzukommen.

Auf Twitter schrieb das Ministerium: «Dies ist die schlimmste Umweltkatastrophe, die sich in letzter Zeit in der Umgebung von Lima ereignet hat, und hat Hunderten von Fischerfamilien schweren Schaden zugefügt.»

Verschmutzte Strände nördlich von Perus Hauptstadt Lima:

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Nahaufnahmen zeigen das Desaster:

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Aber von oben sieht es noch schlimmer aus:

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Die Aufräumarbeiten gehen weiter:

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Die peruanische Staatsanwaltschaft hat wegen des Vorfalls eine Untersuchung gegen eine Abteilung von Repsol eingeleitet.

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Umweltminister Ruben Ramirez traf sich mit Vertretern von Repsol und teilte mit, dass nach Angaben des Unternehmens rund 6000 Barrel Öl ausgelaufen seien.

Die peruanische Aufsichtsbehörde für Investitionen in Energie und Bergbau (Osinergmin) kündigte in einer Erklärung an, dass sie die Schliessung eines der vier Terminals der Raffinerie angeordnet hat, bis die Ursachen des Lecks geklärt sind.

(jaw)

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Das gewaltige Ausmass des Vulkanausbruchs in Tonga

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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no-way
20.01.2022 22:16registriert November 2016
wirklich traurig - was die öl-produktions-kette für Desaster verursacht hat, ist kaum zu überholen. Und die leute kommen dann mit "Lithium" minen und das dramatische impakt von Elektroauto - solche öl katastrophe werden aber immer ausgeblendet. Ja, Batterien mögen auch (noch nicht) Perfekt sein, aber sind verdammt besser als öl, die kaum besser sein können.
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Peruanito
20.01.2022 22:00registriert Oktober 2021
Nur traurig!!! Es sind so schöne Gebiete mit viel Tieren!!! Waren oft in Ancón als Kind!
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Relativ Subjektiv
21.01.2022 07:10registriert Januar 2020
Ok. Da kommt ein kleiner Tsunami, welcher eine an der Küste gelegene Öl-Raffinerie erreicht, und dann soll der Verursacher für den Tsunami schuld sein und nicht die unfähige Firma, welche es nicht zustande brachte an der Küste eine überflutungsgeschützte Raffinerie zu bauen und nicht die unfähigen Behörden, welche dies so bewilligten!? Zumindest suggeriert der Artikel-Titel das, wenn auch hoffentlich unbewusst. So eine leicht vermeidbare Katastrophe dürfte es einfach nicht geben. Aber wo die Öl-Lobby ist, ist auch solches nicht weit…🤑🤮
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Eine kurze Geschich­te der Elektromobilität
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