DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Johnson droht noch mehr Ärger.
Johnson droht noch mehr Ärger.
Bild: EPA

Boris Johnson drohen Strafermittlungen wegen Amtsmissbrauch

28.09.2019, 07:29

Die britische Polizei-Aufsichtsbehörde soll Vorwürfe des Amtsmissbrauchs gegen Premierminister Boris Johnson aus seiner Zeit als Londoner Bürgermeister prüfen. Das teilte die Londoner Stadtverwaltung GLA (Greater London Authority) am Freitag mit.

Ein entsprechender Prüfantrag sei an die zuständige Aufsichtsbehörde geschickt worden. Es gehe dabei um Fördergelder und die Teilnahme an Reisen, von der eine mit Johnson befreundete US-Geschäftsfrau profitiert haben soll, obwohl sie nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte.

Es liegen Indizien dafür vor, dass möglicherweise eine Straftat begangen worden sei, hiess es in der Mitteilung der GLA weiter. Bewiesen sei das aber noch nicht. Ob ermittelt werde, müsse nun die Aufsichtsbehörde entscheiden.

Johnson war von 2008 bis 2016 Londoner Bürgermeister. Die Vorwürfe gegen ihn waren am vergangenen Wochenende durch einen Zeitungsbericht in der «Sunday Times» an die Öffentlichkeit gelangt. Der Premier hatte zugesagt, bei den Ermittlungen zu kooperieren, stritt aber jegliches Fehlverhalten ab. Die Polizei-Aufsichtsbehörde ist zuständig, weil Johnson in seiner Rolle als Bürgermeister denselben Dienstpflichten wie Polizeibeamte unterlag.

Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme

1 / 22
Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Sowohl Johnson und die US-Unternehmerin wiesen erneut jegliche Unregelmässigkeiten zurück. Der britische Premier steht bereits wegen seines Brexit-Kurses unter Druck.

Er will den bereits zweimal verschobenen Austritt aus der Europäischen Union am 31. Oktober notfalls auch ohne Abkommen mit der EU vollziehen. Das britische Parlament verabschiedete jedoch ein Gesetz, das einen sogenannten No-Deal-Brexit ausschliessen soll. Ausserdem kippte am Dienstag das höchste Gericht des Landes Johnsons Entscheidung, das britische Parlament vom 10. September bis zum 14. Oktober in eine Zwangspause zu schicken. (sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme

1 / 22
Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Es läuft nicht so wirklich gut für Boris Johnson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Al-Kaida, Taliban und IS: Was sie trennt und was sie eint in vier Punkten

Radikal-islamistisch sind Al-Kaida, Taliban und der «Islamische Staat» alle. Trotzdem trennt sie mehr, als sie eint.

In der neuen Taliban-Regierung sitzt einer der meistgesuchten Männer des FBI: Siradschuddin Hakkani. Das gaben die Taliban am Dienstag bekannt. In den letzten Jahren verantwortete Hakkani mehrere Anschläge in Afghanistan und nun ist er Innenminister des Landes. Ausserdem soll er enge Beziehungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida pflegen.

Neben den Taliban halten sich mit dem «Islamischen Staat» (IS) und der Al-Kaida zwei weitere, radikal-islamistische Gruppen in Afghanistan auf. Seit der …

Artikel lesen
Link zum Artikel