International
Afrika

Nigerias Sicherheitskräfte befreien mehr als 300 entführte Menschen

Nigerias Sicherheitskräfte befreien mehr als 300 entführte Menschen

In Nigeria sind Regierungsangaben zufolge mehr als 300 entführte Menschen aus der Gewalt krimineller Gruppen befreit worden.
06.08.2026, 07:3306.08.2026, 07:33

Unter den Freigelassenen sind den Angaben zufolge 163 Menschen, die im Februar von mutmasslichen Dschihadisten aus dem Dorf Woro im Bundesstaat Kwara nahe der Grenze zu Benin entführt worden waren. Bei dem Angriff waren zudem mehr als 150 Menschen getötet worden.

Nigeria President Bola Ahmed Tinubu attends the 70th anniversary celebrations of the Nigeria Navy at the Eko Atlantic waterfront in Lagos, Nigeria. Monday, June 1, 2026. (AP Photo/Sunday Alamba)
Niger ...
Nigerias Präsident Bola Tinubu.Bild: keystone

Die Opfer wurden demnach aus einem im Wald des Kainji-Nationalparks gerettet. Neben den 163 Menschen aus Kwara seien 145 Menschen aus dem Bundesstaat Niger befreit worden. Die weitläufigen, oft nur spärlich überwachten Wälder und Schutzgebiete Nigerias dienen kriminellen Gruppen als Versteck.

«Präsident Bola Ahmed Tinubu begrüsst nachdrücklich die erfolgreiche Befreiung von 308 nigerianischen Staatsbürgern, die bei verschiedenen Angriffen in den Bundesstaaten Niger und Kwara entführt worden waren», erklärte Präsidentensprecher Bayo Onanugaam Mittwoch.

Es handle sich um «die grösste Rettungsaktion, die jemals an einem einzigen Tag durchgeführt wurde», sagte Onanuga. An dem Einsatz seien das Nationale Zentrum zur Terrorismusbekämpfung, das Militär, der Geheimdienst und die Polizei beteiligt gewesen.

Entführungen sind ein grosses Problem in dem afrikanischen Staat und eine wichtige Einkommensquelle für bewaffnete Gruppen. Die Taten werden sowohl von Jihadisten im Nordosten begangen als auch von als «Banditen» bezeichneten kriminellen Banden, die in weiten Teilen des Nordwestens aktiv sind und Lösegelder erpressen wollen.

Erst am Montag hatten Bewaffnete im Nordwesten Nigerias laut Augenzeugenberichten nach einem Angriff auf ein Dorf und eine Militärbasis mindestens 52 Menschen entführt, darunter Kinder. (dab/sda/apa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
4
Hitzewelle in Italien: Alarm in 27 Grossstädten
Wegen einer anhaltenden Hitzewelle gilt jetzt in Italien in allen 27 Grossstädten, die unter Beobachtung des Gesundheitsministeriums stehen, die höchste Warnstufe für Hitzealarm.
Alarmstufe Rot wird von der Regierung in Rom erlassen, wenn es extreme Hitze verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit gibt. Das bedeutet akute Gesundheitsgefahren nicht nur für ältere Menschen und andere Risikogruppen, sondern auch für Gesunde und sportlich Aktive.
Zur Story