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Kritik an Brexit-Kurs: Boris Johnsons Bruder legt Ämter nieder



Britiain's Conservative Party lawmaker Jo Johnson arrives at Downing Street in London, Wednesday, Sept. 4, 2019. With Britain's prime minister weakened by a major defeat in Parliament, defiant lawmakers were moving Wednesday to bar Boris Johnson from pursuing a

Jo Johnson Bild: AP

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät wegen seines kompromisslosen Brexit-Kurses immer stärker unter Druck aus den eigenen Reihen. Am Donnerstag legte sein jüngerer Bruder, Jo Johnson, seine Amt als Staatssekretär und auch sein Mandat als Parlamentsabgeordneter für die Konservativen nieder.

«Ich war in den vergangenen Wochen zerrissen zwischen Loyalität zur Familie und dem nationalen Interesse - es ist eine unauflösbare Spannung», begründete Jo Johnson den Schritt per Kurznachrichtendienst Twitter.

Der Premierminister hatte zuvor 21 Tory-Rebellen aus der Fraktion geworfen, die im Streit um seinen Brexit-Kurs gegen die eigene Regierung gestimmt hatten. Darunter so prominente Mitglieder wie den Alterspräsidenten und ehemaligen Schatzkanzler Ken Clarke und den Enkel des Kriegspremiers Winston Churchill, Nicholas Soames.

Boris Johnson will sein Land am 31. Oktober notfalls ohne Abkommen aus der EU führen, sollte Brüssel sich nicht auf seine Forderungen nach Änderungen am Brexit-Deal einlassen. Viele Konservative Politiker halten das wegen der unabsehbaren Konsequenzen für die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche für einen schweren Fehler. (aeg/sda/dpa)

Boris Johnson

Boris Johnson ist der neue Chef der Tories

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    Alle Leser-Kommentare
  • De Flip 05.09.2019 16:33
    Highlight Highlight Welche Hoffnung gibt's noch für BoJo, wenn sogar der eigene Bruder Protest gegen die Art der Politik einlegt. Sollte ihm hoffentlich einen Denkanstoss geben.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 05.09.2019 15:05
    Highlight Highlight Man müsste mal mit einem Handmixer durch die Haare... Dann könnte man die beiden Brüder doch heimlich austauschen? Das wäre schön.

«Wollte ihm in den Arsch treten» – Churchills Enkel rechnet mit Boris Johnson und Co. ab

Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.

Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …

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