Wenn Marco Streller gestern Abend zu später Stunde das Testländerspiel zwischen Spanien und Costa Rica geschaut hätte, wäre es ihm ziemlich sicher kalt den Rücken hinunter gelaufen. Wie einst der Basler im Nati-Trikot in St.Gallen wurde Gerard Piqué bei seiner Einwechslung beim 2:1-Sieg in Léon von den eigenen Fans lautstark ausgebuht und ausgepfiffen.
Grund für den Liebesentzug: Piqués Seitenhieb gegen Real Madrid bei Barças Triple-Feier. Am letzten Sonntag hatte Piqué eine kurze Ansprache vor den Fans im Camp Nou gehalten und dabei auch Kevin Roldan gedankt. Dieser war der DJ bei Cristiano Ronaldos berühmt-kontroverser Geburtstagsfeier, die der Portugiese just nach der schmachvollen 0:4-Pleite im Derby bei Atlético Madrid abgehalten hatte. Der Anfang vom Ende von Reals Titelträumen.
Piqués Provokation ist im Lager der Madridistas natürlich nicht gut angekommen und der Barcelona-Verteidiger hat beim Länderspiel die Quittung erhalten – obwohl Leon rund drei Stunden von Madrid entfernt liegt. Nationaltrainer Vicente del Bosque findet die Pfiffe übrigens überhaupt nicht lustig: «Wer einen Nationalspieler auspfeift, pfeift die ganze Nationalmannschaft aus», findet er. (pre)
8. Oktober 2010: Dass die Schweiz in Montenegro mit 0:1 verliert, gerät beinahe zur Nebensache. Für Aufsehen sorgt vielmehr der unkonventionelle Jubel des einzigen Torschützen Mirko Vucinic.
Nach dem enttäuschenden Ausscheiden in der Gruppenphase an der WM 2010 will es die Schweizer Nati am nächsten Turnier besser machen. Doch die EM 2012 verpasst sie – weil der Start völlig in die Hose geht.
Zuerst ein 1:3 in Basel gegen England, dann eine unerwartete 0:1-Niederlage auswärts gegen Montenegro. In Podgorica fehlt es der Schweiz an Durchschlagskraft, sie hat keine Ideen, wie sie den Gegner überwinden kann. So fällt das einzige Tor auf der anderen Seite. In der 67. Minute vernascht …
