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Spanien

Baby-Delfin stirbt nach Selfie-Orgie von Strand-Touristen

Badegäste reichen den Delfin an einem Strand in Südspanien herum. 
Badegäste reichen den Delfin an einem Strand in Südspanien herum.

Wie blöd können Touristen sein? Baby-Delfin stirbt nach Selfie-Orgie an Strand

17.08.2017, 01:1017.08.2017, 06:46

Der Selfie-Wahn hat einem Baby-Delfin an einem Strand bei Almeira in Südspanien das Leben gekostet. 

Das arme Tier hatte offenbar erst seine Mutter verloren. Als Badegäste den kleinen Säuger im seichten Wasser entdeckten, gab es kein Halten mehr. Dutzende Touristen hoben den Baby-Delfin immer wieder aus dem Wasser, reichten ihn herum und schossen Selfie-Bilder. Dies berichtete die Zeitung ABC am Mittwoch. 

Auch Kinder hätten ihn in den Arm genommen und ihm dabei versehentlich das zum Atmen nötige Blasloch zugedrückt. 

Alarmierte Tierschützer versuchten den Säuger zu retten. Doch sie kamen zu spät. Der Baby-Delphin war bereits verendet. 

Der Selfie-Stress hat das Tier getötet. ABC zitierte die auf Meeresfauna spezialisierte Tierschutzorganisation Equinac mit den Worten: «Delfine sind sehr anfällig für Stress (...). Er löst bei ihnen einen starken Schock aus, der meist zu einem Herz-Lungen-Versagen führt».

«Lasst eure Dummheit zu Hause, wenn ihr an den Strand geht», kommentierte ein Twitter-User.

«Habt ihr auch Selfies vom toten Tier gemacht», fragte ein anderer. 

(amü)

Delfine an Strand in Chile verendet

Video: reuters
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