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Kriegsende Iran: Trump widerspricht sich innert weniger Stunden selbst

President Donald Trump speaks at a news conference, Monday, March 9, 2026, at Trump National Doral Miami in Doral, Fla. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Donald Trump
Donald Trump ändert seine Ansichten und Zielsetzungen zum Iran-Krieg regelmässig.Bild: keystone

Kriegsende: Trump widerspricht sich innert weniger Stunden selbst

Der amerikanische Präsident korrigiert sich selbst und kündigt an einer Pressekonferenz sein neues Ziel im Iran-Krieg an.
10.03.2026, 04:5010.03.2026, 04:50
Renzo Ruf
Renzo Ruf

Der amerikanische Präsident ist noch nicht kriegsmüde. Als Donald Trump am Montag an einer Pressekonferenz gefragt wurde, ob der Iran-Krieg noch in dieser Woche zu Ende gehen werde, da lautete seine Antwort:

«Nein.»

Trump widersprach sich damit selbst, nicht zum ersten Mal seit Beginn des militärischen Konfliktes im Nahen Osten. Denn wenige Stunden vor Beginn der Pressekonferenz in Miami hatte er in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS die Aussage getätigt, dass der Krieg «so gut wie abgeschlossen» sei.

Die Rohstoff- und Finanzmärkte reagierten umgehend positiv auf diese Stellungnahme. So sank der Ölpreis von über 116 Dollar pro Fass wieder deutlich unter 90 Dollar.

In seinen Aussagen in Miami allerdings wiederholte Trump diese optimistische Sicht auf den Krieg nicht mehr Wort für Wort. Zwar sagte er auch an seiner Pressekonferenz, dass der Krieg «schon bald» zu Ende sein werde:

«Wir stehen kurz vor dem Abschluss.»

Und er verzichtete darauf, die bedingungslose Kapitulation Irans zu fordern, so wie er dies noch vorigen Freitag getan hatte.

Aber der amerikanische Präsident sagte eben auch, er sei mit den bereits erzielten militärischen Erfolgen noch nicht zufrieden, so «riesig» diese auch sein mögen. «Wir wollen einen Schritt weitergehen», verkündete Trump.

Explizit erklärte er den versammelten Medienschaffenden, dass er das Ziel verfolge, die Gefahr zu neutralisieren, die vom Regime in Teheran bisher ausgegangen sei. Iran dürfe keine Kapazität mehr haben, «Waffen zu entwickeln, die gegen die USA, Israel und unsere Verbündeten eingesetzt werden könnten», sagte Trump.

«Enttäuscht» über neuen Revolutionsführer

Wie weit Amerika und Israel von diesem Ziel noch entfernt sind, wollte der amerikanische Präsident nicht verraten. Auch drückte er sich um eine klare Antwort auf die Frage herum, wen er gerne an der Spitze des Landes sehen würde. Er bevorzuge einen «internen» Kandidaten, sagte Trump, der sich zuvor damit gebrüstet hatte, dass während des Krieges fast die gesamte iranische Führungsriege getötet worden sei.

Ob dieses Schicksal nun auch dem neuen Revolutionsführer Mojtaba Khamenei drohe, wollte Trump nicht öffentlich sagen. Er zeigte sich aber erneut «enttäuscht» darüber, dass die Wahl auf den Sohn des getöteten Religionsführers Ali Khamenei gefallen ist. Die Probleme des Landes würden mit dem neuen Mann an der Spitze nicht geringer, sagte er sinngemäss. (aargauerzeitung.ch)

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