Mindestens 36 Länder nehmen am ESC 2027 in Bulgarien teil
Unklar sei noch, ob Spanien und Slowenien Künstler oder Künstlerinnen zum grössten weltweiten Live-Musikevent schickten. Die EBU habe den öffentlich-rechtlichen Sendern RTVE (Spanien) und RTVSLO (Slowenien) eine Nachfrist bis Dezember eingeräumt, teilte die Organisation weiter mit.
Beide Staaten hatten den ESC 2026 in Wien aus Protest gegen den Gazakrieg und die Teilnahme Israels boykottiert. Irland und die Niederlande haben aus dem gleichen Grund bereits angekündigt, wie 2026 auch 2027 keine Teilnehmer zum Wettbewerb zu entsenden.
Erstmals beim ESC dabei ist laut EBU im nächsten Jahr Kanada. Nordmazedonien kehre nach mehrjähriger Pause zurück.
EBU: ESC ist wichtiges Karriere-Sprungbett
«In einer Welt, die sich zunehmend gespalten anfühlt, bringt der Wettbewerb Menschen durch Musik zusammen – über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg. Das ist heute wichtiger denn je», sagte ESC-Direktor Martin Green.
Der ESC sei ein wichtiges Karriere-Sprungbett für die Sängerinnen und Sänger, hiess es. Die 35 Lieder des diesjährigen Wettbewerbs hätten im Zeitraum von Januar bis August insgesamt fast 600 Millionen Abrufe auf allen verfügbaren Audio- und Video-Streaming-Plattformen erzielt. Der Siegertitel des 70. ESC «Bangaranga» von Dara habe in 11 Ländern Platz 1 der Charts, in fünf weiteren Ländern eine Platzierung unter den Top 5 sowie in fünf zusätzlichen Ländern eine Platzierung in den Top 10 erreicht.
Der 71. ESC findet im Mai 2027 in Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste statt. Tickets für die insgesamt neun Shows sollen ab Anfang nächsten Jahres zum Verkauf stehen. (sda/dpa)
