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Meta muss 567 Millionen Dollar wegen ungenügenden Kinderschutz zahlen

Ungenügender Kinderschutz: Meta muss 567 Millionen Dollar zahlen

Der Facebook-Konzern Meta soll nach einer Gerichtsentscheidung im US-Bundesstaat New Mexico mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Hilfen an Kinder zahlen, die durch Nutzung sozialer Medien Schaden genommen haben. Zudem müssen in dem Bundesstaat zusätzliche Einschränkungen für Nutzer im Alter unter 18 Jahren eingeführt werden.
07.08.2026, 06:3007.08.2026, 15:50

Unter anderem sollen sie bei Facebook und Instagram maximal 90 Stunden pro Monat verbringen können. Meta will in Berufung gehen. Die Entscheidung geht zurück auf eine Klage des Generalstaatsanwalts von New Mexiko, Raúl Torrez, der Meta vorwarf, Kinder nicht ausreichend gegen sexuelle Ausbeutung geschützt zu haben.

FILE - Meta CEO Mark Zuckerberg speaks during an event at the Biohub Imaging Institute in Redwood City, Calif., Wednesday, Nov. 5, 2025. (AP Photo/Jeff Chiu, File)
Mark Zuckerberg,Priscilla Chan
Meta-Chef Mark Zuckerberg.Bild: keystone

Im März kamen Geschworene zu dem Schluss, dass Meta gegen Verbraucherschutz-Gesetze des Bundesstaates verstossen hatte. Damals wurde bereits eine Strafzahlung von 375 Millionen Dollar angeordnet. Jetzt kommen 567 Millionen Dollar für den Fonds dazu. Ein Grossteil davon - 420 Millionen Dollar - soll für Therapiemassnahmen ausgegeben werden.

Drastisch weniger Benachrichtigungen

Ausserdem sollen Nutzer im Alter unter 18 Jahren in New Mexico grundsätzlich keine Push-Benachrichtigungen mehr zwischen 22.00 und 07.00 Uhr bekommen. An Schultagen sollen die Benachrichtigungen für sie auch zwischen 08.00 und 15.00 Uhr ausgeschaltet werden. Überdies sollen Kinder im Bundesstaat keine «Like»-Zahlen mehr zu sehen bekommen. Zum Konzern gehören neben Facebook und Instagram unter anderem auch der Chatdienst WhatsApp und die X-Alternative Threads.

Meta steht in den USA im Visier Dutzender Klagen mit dem Vorwurf, junge Nutzer nicht ausreichend zu schützen. Im März mussten Meta und die Google-Videoplattform YouTube eine Niederlage in einem potenziell wegweisenden Prozess um das Suchtpotenzial von Online-Diensten einstecken. Geschworene in Los Angeles kamen zu dem Schluss, dass die Plattformen fahrlässig handelten und Nutzer ungenügend über Risiken informierten. Auch dieses Urteil wollen die Unternehmen kippen. (dab/sda/apa/dpa)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Linda Diaz
07.08.2026 07:09registriert Januar 2020
Sehr gut👍
Sollte aber besser im Milliardenbereich liegen!
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stronghelga
07.08.2026 07:19registriert März 2021
Moral ist bei Meta kein Prinzip, sondern lediglich ein Kostenfaktor.
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no-Name
07.08.2026 08:25registriert Juli 2018
Bei einem Eigenkapital von 210 Milliarden ein Witz, angesichts des Schadens…
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