Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

In Genf wird eine neue Moschee für albanische Muslime eingeweiht

10.05.17, 16:40


Nicht nur in Wil SG wird bald eine neue Moschee in Betrieb genommen: Auch in Plan-les-Ouates im Kanton Genf öffnet ein neues islamisches Religions- und Kulturzentrum demnächst seine Pforten. Die Begegnungsstätte gehört der albanisch-muslimischen Gemeinschaft von Genf.

Von aussen ist das Gebäude eher unauffällig. Es beherbergt zwei Gebetsräume - einer für die Frauen und einer für die Männer. Der erste Raum befindet sich im Erdgeschoss und bietet Platz für rund 100 Frauen. Der andere liegt im ersten Stock und kann zwischen 300 und 350 Männer aufnehmen.

Im Eingangsbereich befindet sich ein öffentliches Restaurant, das albanische Spezialitäten verkauft. Noch nicht fertig eingerichtet sind Versammlungsräume und Unterrichtszimmer, eine Bibliothek sowie das Büro des Imams. Offiziell eröffnet wird das neue Zentrum am 20. Mai.

Die Räumlichkeiten gehören dem Verein Dituria. Dieser war 2005 gegründet worden, um für die rund 15'000 Albanisch sprechenden Muslime in Genf eine Stätte für den kulturellen und religiösen Austausch zu schaffen. Im Juni 2014 kaufte der Verein das Gebäude in Plan-les-Ouates, um darin ein islamischen Zentrum einzurichten.

Kein Widerstand aus der Bevölkerung

Abdyl Bekteshi, der Kassier des Vereins, gab die Kosten für das Projekt am Mittwoch mit 3 Millionen Franken an. Die Hälfte sei über Spenden aus der albanisch-muslimischen Gemeinschaft finanziert worden, für die andere Hälfte sei bei einer Bank in Genf eine Hypothek aufgenommen worden. Die meiste Arbeit wurde ehrenamtlich von Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft geleistet.

Im Unterschied zum Bau der Moschee in Wil, gegen den es heftigen Widerstand von Anwohnern und der SVP gab, konnte die Moschee in der Genfer Gemeinde sehr schnell gebaut werden. Es ging keine einzige Einsprache gegen das Projekt ein.

Plan-les-Ouates begrüsse den Verein herzlich, sagte Gemeindepräsident Xavier Magnin. Angesichts der zahlreichen Vorurteile, mit denen sich die muslimisch Glaubensgemeinschaft derzeit konfrontiert sieht, hatte sich die Gemeinde im Vorfeld beim Kanton, dem Integrationsbüro und einer interreligiösen Plattform über den Verein informiert.

Die Rückmeldungen seien alle positiv ausgefallen, hielt Magnin fest. «Es sind gemässigte Muslime, die gut integriert sind und den Rechtsstaat respektieren.» Bedenken von Anwohnern seien nur wegen der Parkplatzsituation geäussert worden, im Hinblick auf die Freitagsgebete. (sda)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen