Sport
Velo

Hotel bot Vuelta-Fahrern Schutz vor Sturm –jetzt gibt's 5 Sterne dafür

Hotel bot Vuelta-Fahrern Schutz vor Hagelsturm – jetzt hagelt es 5-Sterne-Rezensionen

In einem heftigen Hagelsturm bot ein Hotel den durchnässten Radrennfahrern der Spanien-Rundfahrt um Superstar Tadej Pogacar Zuflucht und bekommt nun massenhaft Fünf-Sterne-Bewertungen im Internet.
25.08.2026, 17:0125.08.2026, 17:01
Das IGESA Village Club Mont-Louis Les Sorbiers.
Das IGESA Village Club Mont-Louis Les Sorbiers bot Fahrern und Zuschauern Zuflucht – nun hagelt es positive Rezensionen.Bild: google.com

«Perfekter Ort bei Hagelstürmen, und sogar der Handtuchservice wurde bereitgestellt, zwei Minuten nachdem 180 Radfahrer unangekündigt aufgetaucht waren. Sie verdienen jeden Stern, den sie bekommen können!», schrieb bei Google Tobias Johannessen, mutmasslich der Account des norwegischen Radsportlers.

Bild
Bild: x.com

«Ein warmer und einladender Empfangsbereich mit freundlichem Personal – ein schöner Ort, an dem man sich vor dem schlechten Wetter in der Gegend schützen kann», hiess es von Team Picnic PostNL. Viele andere Nutzer vergaben in witzigen Posts fünf Sterne für die Unterkunft im französischen Mont-Louis.

Das Personal des Hotels hatte eigentlich ganz andere Pläne. «Ich und die Belegschaft standen eigentlich an der Strasse, um die Fahrer anzufeuern», sagte Hotel-Manager Guillaume Villeneuve zu «Cyclingnews». «Am meisten beeindruckt hat mich das Verhalten der Fahrer mit den Hotel-Gästen, besonders den Kindern. Sie haben Selfies gemacht, Autogramme gegeben und sich mit ihnen unterhalten. Sie waren sehr nett und sehr dankbar.»

Handtücher und Getränke für die Fahrer

Die 3. Etappe der 81. Vuelta in den Pyrenäen war am Montag am Schlussanstieg wegen eines heftigen Unwetters abgebrochen worden. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Pogacar seine Kollegen von der Strasse winkte. Im Hotel fanden viele Fahrer Zuflucht. Auf Fotos war eine Hotel-Mitarbeiterin zu sehen, die Handtücher verteilte. Im Treppenhaus sassen viele Radprofis, auch warme Getränke wurden verteilt.

«Wir waren mit unserer Montagsgruppe unterwegs, als wir in einen heftigen Hagelsturm gerieten. Ein Freund in Rot schlug vor, für einen Carajillo (einen Kaffee mit Brandy) einzukehren, während sich der Sturm auflöste. Er schmeckte himmlisch», scherzte Guillermo Garcia Fernandez. Eine Anspielung auf das Rote Trikot des Gesamtführenden, das Pogacar trägt (sda/dpa/cpf)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
15 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Greententacle
25.08.2026 18:27registriert August 2015
Das ist doch mal wirklich eine superschöne Abwechslung zu vielen anderen, ich nenne es mal gefühlsintensiven, Onlinebewertungen. ☺️
761
Melden
Zum Kommentar
avatar
Phrosch
25.08.2026 19:11registriert Dezember 2015
Ach wie schön gibt es zwischendurch auch gute Nachrichten. 😊
641
Melden
Zum Kommentar
avatar
Lordkanzler-von-Kensington
25.08.2026 19:19registriert September 2020
Auch so kann & könnte die Welt ab & zu sein.
Best Hotel Crew - sicher ein denkwürdiger Boxenstopp im Radsport.
511
Melden
Zum Kommentar
15
«Spaghetti-Revolution» beim EVZ und Leonardo Genonis Mission
Nach dem turbulentesten Sommer der Neuzeit überrascht Zug mit einer neuen Leidenschaft. Mit Leonardo Genoni als Schlüsselfigur. Die Verlängerung mit dem 39‑jährigen Torhüter bis 2030 ist eine Investition in die Zukunft.
TV-Kameras sind nie da und der Bekanntheitsgrad hält sich in Grenzen. Und doch bietet der Lehner Cup im luzernischen Sursee immer wieder an lauwarmen Abenden im August in der Vorsaison als «Spengler Cup der armen Leute» interessante Einblicke. Dass die Zuger den tschechischen Lotter-Erstligisten Budejovice mit einer Selbstverständlichkeit sondergleichen 3:0 gebodigt haben, ist nur eine Randnotiz wert. Interessanter sind eine Anekdote und eine Vertragsverlängerung.
Zur Story