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Alle gegen Warren – die 7 Highlights aus der vierten Demokraten-Debatte



In der Nacht auf Mittwoch traten die demokratischen Präsidentschaftskandidaten in Westerville im Bundesstaat Ohio zur vierten Fernsehdebatte an. Insgesamt zwölf Demokraten äusserten sich mit jeweils 75 Sekunden Redezeit zu wichtigen Themen und Fragen der Moderatoren. Mit von der Partie waren auch die beiden laut Umfragen aussichtsreichsten Kandidaten: Joe Biden und Elizabeth Warren.

Sen. Elizabeth Warren, D-Mass., left, entrepreneur Andrew Yang, center, and South Bend Mayor Pete Buttigieg talk during break in the Democratic presidential primary debate hosted by CNN/New York Times at Otterbein University, Tuesday, Oct. 15, 2019, in Westerville, Ohio. (AP Photo/John Minchillo)
Andrew Yang,Elizabeth Warren,Pete Buttigieg

Warren, Yang und Buttigieg kurz nach der Debatte. Bild: AP

Die Kandidaten sprachen über Themen wie das Impeachment von Donald Trump, die Lage in Syrien, die Gesundheitsvorsorge und die Besteuerung der Reichen. Besonders hervorgehoben haben sich Warren (mit der meisten Redezeit), Sanders (mit seiner Angriffslustigkeit) und Buttigieg (mit seinem souveränen Auftritt als jüngster Kandidat). Joe Biden hingegen machte nicht die beste Figur.

Alle gegen Warren

Mehrere gemässigte Demokraten kritisierten Warrens politische Pläne teils als zu weitgehend. Die Senatorin Amy Klobuchar etwa warf Warren vor, sie sage nicht klar, wie sie ihren Plan für eine Krankenversicherung für alle finanzieren wolle. Der aufstrebende Bürgermeister aus Indiana, Pete Buttigieg, beklagte ebenfalls, Warren reagiere hier ausweichend. Auch Biden kritisierte, sie bleibe hier vage.

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Pete Buttigieg konfrontiert Warren. Video: YouTube/NowThis News

Die Senatorin Kamala Harris, der frühere Kongressabgeordnete Beto O'Rourke und die Abgeordnete aus Hawaii, Tulsi Gabbard, suchten bei anderen Themen ebenfalls die Konfrontation mit Warren. O'Rourke etwa warf ihr vor, sie sei zu sehr darauf bedacht, Mächtige in der Gesellschaft abzustrafen, anstatt den Schwachen auf die Beine zu helfen. Warren wehrte sich gegen die vielfachen Angriffe und dominierte die Debatte so mit Blick auf die Redeanteile.

Alle gegen Trump

In grosser Einigkeit haben die demokratischen Präsidentschaftsbewerber bei ihrer vierten Fernsehdebatte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump plädiert. Der frühere Vizepräsident Joe Biden wehrte sich gegen Vorwürfe in der Ukraine-Affäre.

«Der korrupteste Präsident in der Geschichte des Landes»

Joe Biden und der linke Senator Bernie Sanders nannten Donald Trump bei der Debatte im US-Bundesstaat Ohio den «korruptesten Präsidenten in der Geschichte des Landes».

Die Senatorin Kamala Harris kritisierte, Trump sei nicht nur korrupt, sondern zutiefst unpatriotisch. Die linke Senatorin Elizabeth Warren, die gemeinsam mit Biden unter den demokratischen Bewerbern in Umfragen an der Spitze liegt, beklagte, Trump habe wiederholt gegen Gesetze verstossen. Sie mahnte, es gehe um die Zukunft des Landes.

Joe Biden und die Ukraine-Affäre

Er wirft Bidens Sohn Hunter vor, dieser habe sich geschäftlich in der Ukraine auf unlautere Weise bereichert - durch einen hoch bezahlten Posten im Aufsichtsrat eines Energieunternehmens. Joe Biden beschuldigt er wiederum, dieser habe seine Position als US-Vizepräsident vor Jahren ausgenutzt, um seinen Sohn vor strafrechtlichen Ermittlungen in der Ukraine zu schützen. Biden bestreitet das vehement.

«Es geht hier um Trumps Korruption. Darauf sollten wir uns konzentrieren.»

Auch bei der TV-Debatte beteuerte Biden: «Mein Sohn hat nichts Unrechtes getan. Ich habe nichts Unrechtes getan.» Weiteren Nachfragen zu möglichen eigenen Verfehlungen in dem Fall wich er allerdings mehrfach aus und versuchte stattdessen, die Aufmerksamkeit auf Trump zu leiten: «Es geht hier um Trumps Korruption. Darauf sollten wir uns konzentrieren.»

Bidens Sohn Hunter hatte kurz vor der Fernsehdebatte allerdings eingeräumt, Fehler bei der Einschätzung seiner früheren beruflichen Tätigkeiten begangen zu haben.

Bernie Sanders ist zurück – und wie

Der US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat nur zwei Wochen nach seinem Herzinfarkt in einer TV-Debatte einen energischen Auftritt hingelegt. «Ich bin gesund», sagte der 78-jährige Senator am Dienstagabend in der Debatte von zwölf Anwärtern bei den oppositionellen Demokraten auf die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump.

Sanders zeigte sich sehr angriffsfreudig und nahm kein Blatt vor den Mund. Hier ein Video mit einigen energischen Momenten:

Warrens Seitenhieb gegen Biden

Warren sprach darüber, wie sie im Jahr 2008 eine Art Konsumentenschutz gegen Betrügereien von Banken einführen wollte und sie alle auslachten – die Demokratin setzte sich jedoch entgegen aller Erwartungen durch. Joe Biden liess es sich nicht nehmen, Warren darauf hinzuweisen, dass er sie damals stark unterstützt hat. Und was macht Warren? Sie bedankt sich bei Obama. Biden nimmt's mit Humor.

Dieser Moment von Biden und Sanders

Der ehemalige US-Vizepräsident sprach über Wladimir Putin und zeigte dabei auf Bernie Sanders. Letzterer regiert irritiert und es kommt daher zu einer freundschaftlichen Szene:

Dieser Satz von Castro

Als es um Donald Trump ging, kam Castro auch auf Syrien und die freigelassenen IS-Kämpfer zu sprechen und umschrieb eine fast schon ironische Situation mit diesen Worten:

"Dieser Präsident sperrt Kinder an der Grenze ein, während er IS-Kämpfer frei lässt"

(mim/sda/dpa/afp)

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48
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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Friedhofsgärtner 16.10.2019 13:01
    Highlight Highlight Bernie ist für mich der eindeutige Gewinner der Debatte.
  • Max Dick 16.10.2019 11:58
    Highlight Highlight Verstehe nach dieser Debatte genausowenig wie zuvor, warum gerade Warren, Biden und Sanders die Umfragen führen. Hätte ein paar, die wesentlich besser sind und wohl auch in Staaten wie Ohio viel erfolgreicher sein würden gegen Trump.

  • zeromaster80 16.10.2019 11:36
    Highlight Highlight Der Tweet zu 6. ist eine Anspielung auf Bidens eigene und öffentliche "Grab them by..."-Momente, oder? 😂
  • landre 16.10.2019 11:11
    Highlight Highlight An einer Grenze werden Kleinkinder von den Eltern getrennt und dann in Gefängnissen eingesperrt, an einer anderen ferneren Grenze aber ebenfalls in direkter und indirekter Verantwortung, werden hingegen ISIS Kämpfer frei gelassen...

    Egal ob Elefant, Esel, Frau, Mann, konservativ, progressiv, kriminell oder gesetzes- verfassungstreu, die US-Citizens haben 2020 nur noch die Wahl zwischen möglich kompetentem Wiederaufbau und weiterhin fahrlässiger Zerstörung.
  • cal1ban 16.10.2019 10:51
    Highlight Highlight Geleitet wurde die Runde an der „Otterbein Universität“ in Ohio vom Nachrichten-Sender „CNN“ und der Tageszeitung „New York Times“.
    Schaut euch mal die aktuellen Videos von Project Veritas an, wie der Sender CNN unter deren Präsident Jeff Zucker arbeitet.
    • roger.schmid 16.10.2019 11:13
      Highlight Highlight Nein Danke! Ein Video der Fakenews- Schleuder "Project Veritas" schaue ich mir mit Sicherheit nicht an.
    • roger.schmid 16.10.2019 11:22
    • Friedhofsgärtner 16.10.2019 13:06
      Highlight Highlight Naja Project Veritas ist jetzt aber auch nicht unbedingt Quellenangabe Nummer Objektiv..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 16.10.2019 09:21
    Highlight Highlight Es gibt Beweise ohne Ende,
    Das Trump sich mit dem Amt bereichert.
    Das er korrupt ist.
    Ihm die Menschen und Gesetze egal sind.
    Auch das er sein Amt ausnutzt, um
    Weiter an der Macht zu bleiben.

    Einfach beschämend, das so viele Amis all
    Das egal ist.
    Diesen Ganoven noch immer unterstützen.

    Aber bei der Wahl, sollte man sein Programm präsentieren.
    Schlecht über den Presi reden, egal wie schlecht er ist.
    Ist nicht die beste Strategie.

    Redet über euren Plan.
    Nicht über einen miesen Präsidenten!
  • Garyx 16.10.2019 08:22
    Highlight Highlight Spannende Ausmarchung. Die Profile der Kandidaten werden immer schärfer. Die Warren gefällt mir sehr gut. Sie scheint die Ideen und die Energie für einen echten Wandel zu haben.
    • Count Suduku 16.10.2019 10:56
      Highlight Highlight Hahahahaha

      Energie für einen echten Wandel? So wie Obama oder?
  • Kame Ali 16.10.2019 08:15
    Highlight Highlight Bonjour
  • Hans der Dampfer 16.10.2019 08:01
    Highlight Highlight Ich fände es lustig wenn am Ende Warren Präsidentin wird. Wenn sie nur 50% von dem Wahr machen würde was die im Wahlkampf verzapft, wird das ein Riesenspass 🎉
    Klar ist für mich das Trump abgewählt wird und an seiner Stelle wiederum eine Person mit einer extremen Haltung an die Macht kommt. Gut ist das sicher nicht. Ich denke man wird "normale" Politik auf Jahre nicht mehr sehen.


    Aber vielleicht kommt ja noch ein Kandidat um die Ecke der alle weg putzt - so wie damals Obama. Mannmann, konnte der Reden!
    • Citation Needed 16.10.2019 18:04
      Highlight Highlight Ich kann mir nichts extremeres als Trumps Haltung vorstellen.
      Extrem in mancher Hinsicht. Einfach nicht in gutem Sinne.
  • rodolofo 16.10.2019 07:54
    Highlight Highlight Eigentlich wäre ich mit diesem Teil der USA und seiner gelebten Demokratie völlig zufrieden!
    Den anderen Teil... nun ja, diese republikanischen... Militärköpfe (und dann die astronomisch teure Kriegsmaschine nur dort einsetzen, wo sie von lokalen Schmarotzern und Multinationalen Konzernen bezahlt werden kann), diese Macht- und Geldgierigen, drittklassigen Schauspieler (Reagan war im Vergleich mit dem "Bösen Clown" von heute ja gar nicht mal so schlecht!)... ja, diese Ultra-Kapitalisten ohne Gewissen... die bräuchte es gar nicht!
    Aber SIE stellen die Regierung und die Mehrheit im Senat.
    • Count Suduku 16.10.2019 11:00
      Highlight Highlight Demokraten und Republikaner sind ja so verschieden! Die drecksrepublikaner dieses Lumpenpack hat in meiner schönen Demokratie nichts verloren mimimimi...
  • Goldjunge Krater 16.10.2019 07:05
    Highlight Highlight Ein lustiges Trüppchen..
  • tagomago 16.10.2019 06:45
    Highlight Highlight Bernie / Tulsi 2020
    • Basti Spiesser 16.10.2019 08:08
      Highlight Highlight Das Duo würde ich sogar Trump vorziehen, aber keine Chance.
    • tagomago 16.10.2019 18:44
      Highlight Highlight @Basti. Dann halt Tulsi / Bernie
  • Spooky 16.10.2019 06:43
    Highlight Highlight Wieso hat Watson "Alle gegen Trump"
    zu "Alle gegen Warren" geändert?
    • Milan Marquard 16.10.2019 06:55
      Highlight Highlight @Spooky: Weil wir noch eine Ergänzung angebracht haben und dieser Titel nun besser passt.
  • washington 16.10.2019 06:27
    Highlight Highlight Schade, dass wir keinen Hybridpräsidenten haben können, welcher zu je gleichen Teilen aus Warren, Sanders, Harris, Buttigeg und Castro besteht. Eine Konsenspolitik bestehend aus deren Ideen und Konzepten wäre fuer die USA ein wichtiger und richtiger Schritt in eine zukunftsgerichtete Normalität. Biden nach heute Abend ist mehr als angezählt. Mal schauen ob er die nächsten Monate überlebt.
    • Genital Motors 16.10.2019 07:34
      Highlight Highlight Wir? die Schweiz? wir können (und wollen) gar nichts davon haben. Amerika ist Amerika und die Schweiz ist die Schweiz.
    • Gwaggli 16.10.2019 07:56
      Highlight Highlight Schlägst du den USA gerade das schweizer Exekutivsystem vor?
      Wohl eines der meist unterschätzten Dinge zur schweizer Politik (für Schweizer).
    • Chili5000 16.10.2019 08:01
      Highlight Highlight So a la Bundesrat?? :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dirk Leinher 16.10.2019 05:49
    Highlight Highlight Alle gegen Trump! Also eigenrlich ist das ja der Standard in Politik und Medien seit er kandidierte.
    • Kay Hug (1) 16.10.2019 06:42
      Highlight Highlight Man fragt sich bloss warum, nicht wahr? /s
    • Chili5000 16.10.2019 08:02
      Highlight Highlight Warum bloss Dirk? Warum bloss...
    • rodolofo 16.10.2019 08:07
      Highlight Highlight Hallo Herr Leinher!
      Interessant, dass ein Assad- und Putin-Fan gleichzeitig auch Trump-Unterstützer ist...
      Da ist ja etwas so faul, dass es 100 Meilen gegen den Wind stinkt.
      Wir erleben ein weltweites Theater, bei dem faschistische Régimes, rechtsnationalistische und Kultur-identitäre Bewegungen zusammenwirken.
      Sie wollen die Welt untereinander aufteilen, so dass wir "Kleinen" dann den jeweiligen standortgerechten Sklavenhaltern und Sklaventreibern dienen sollen.
      Dazu sage ich nur: Nein danke!
      Stecken Sie sich Ihren Putin und Ihren Trump an den Hut!
      Und Europa bekommen Sie nicht mehr zurück...
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