Coronavirus
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eine Blutprobe soll zeigen, ob sich noch mehr Personen mit dem Tuberkulose-Erreger angesteckt haben.

Auf ihrer Webseite informieren die Walliser Spitäler über die aktuelle Belegung der Intensivplätze. Noch befindet man sich im Normalbetrieb. Bild: KEYSTONE

Nach Warnvideo aus Schwyz: So sieht die Situation in anderen Schweizer Spitälern aus

Mit einem Hilferuf von Ärzten und der Spitaldirektorin warnt das Spital Schwyz vor den steigenden Corona-Fallzahlen. Andere Schweizer Spitäler geben Entwarnung: Man sei gut vorbereitet und befinde sich noch im Normalbetrieb, so der Tenor.



«Tragen Sie Maske, machen Sie keine Feste, tauschen Sie sich nur geschützt aus. Die Situation im Spital ist zunehmend schlimm», mit diesem Hilferuf wandten sich Mitarbeitende des Spitals Schwyz per Video an die Bevölkerung. Die Entwicklung der Fallzahlen sei dramatisch und müsse gestoppt werden, so die Spitaldirektorin.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

In anderen Schweizer Spitälern klingt es wesentlich undramatischer. «Aktuell befinden wir uns auf der Stufe 1 im Normalbetrieb», so ein Philipp Lutz, Mediensprecher des Kantonsspitals St.Gallen. Von den insgesamt 36 Intensivpflegeplätzen mit Beatmungsgeräten seien aktuell sieben mit Covid-19-Patienten belegt. «Die Beatmungsplätze können wir bei Bedarf innert zwei bis drei Tagen auf 44 erhöhen», so Lutz weiter. Man sei bereits im März gut vorbereitet gewesen und sei dies auch heute.

Ebenfalls noch im Normalbetrieb befinde sich das Kantonsspital Aarau. «Der Anstieg, den man aktuell in der Bevölkerung beobachtet, kommt im Spital erfahrungsgemäss mit einer Verzögerung von zwei bis drei Wochen zum Tragen», so Christoph Fux, Chefarzt Infektiologie. Man habe aus dem Frühjahr gelernt und könne die Kapazitäten schrittweise anpassen.

Auch in den Walliser Spitälern befindet man sich noch in der ersten von drei Phasen. Von den 21 Intensivplätzen, die aktuell zur Verfügung stehen, sind zwei mit Covid-19-Patientinnen belegt, weitere neun Plätze aufgrund von anderen Ursachen. Die Anzahl und aktuelle Belegung der Intensivstationen sind auf der Spitalwebseite jederzeit abrufbar. Wenn die Fallzahlen weiter zunehmen und sich dadurch weitere Personen schwer mit dem Virus infizieren, können die Walliser Spitäler in einer dritten Phase die Intensivpflegeplätze auf rund 37 erhöhen.

Am Zürcher Unispital (USZ) rechnet man damit, dass in der kommenden Woche mehr Patientinnen und Patienten hospitalisiert werden. Am Donnerstagvormittag befanden sich von zwölf Covid-19-Patienten neun auf der Intensivstation. Die Kapazitäten für Covid-19-Patientinnen können innerhalb kurzer Zeit wieder erhöht werden. «Für die relevanten Bereiche und Prozesse bestehen Pläne für die stufenweise Erweiterung der Kapazitäten», so ein USZ-Sprecher.

Im Inselspital in Bern gibt man sich zugeknöpfter. «Zurzeit werden elf Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, stationär behandelt», heisst es aus der Bundesstadt. Über die Belegung der Intensivplätze gebe man keine Auskunft. «Wir können bei Bedarf aber bis zu 100 Intensivpflegeplätze anbieten», so ein Sprecher.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

So hat Wuhan in acht Tagen ein Spital gebaut

«Fürchtet euch nicht vor dem Coronavirus» - Trump meldet sich mit bizarrem Video nach dem Spitalaufenthalt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

So viele Patienten mit Covid-19 sind derzeit hospitalisiert

Aussagekräftiger als die Fallzahlen ist zurzeit die Zahl der Hospitalisierten – schliesslich gilt es, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. In einigen Kantonen wurden in der letzten Woche deutlich mehr Patienten hospitalisiert, an anderen Orten bleibt die Situation in den Spitälern ruhig.

Jeder Schweizer Kanton bestimmt selbst darüber, wo sich noch wie viele Menschen treffen dürfen – und ob sie dabei eine Maske tragen müssen. Denn das Virus verbreitet sich je nach Region ganz unterschiedlich schnell, wie folgende Übersicht zeigt.

Einen guten Überblick über die betroffenen Regionen gibt die folgende Kantonskarte, welche die durchschnittliche Anzahl Hospitalisierter pro 100'000 Einwohner darstellt. Wir haben dabei den Schnitt der vergangenen 7 Tage bis und mit dem gestrigen …

Artikel lesen
Link zum Artikel