Schweiz
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Liveticker

«Bald haben wir 12'000 Fälle pro Tag» – 2. Coronawelle hat die Schweiz erreicht



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Team watson
corsin.manser
22:20
Trump: Senioren sollen Corona-Impfstoff als erste bekommen
US-Präsident Donald Trump hat amerikanischen Senioren versprochen, dass sie einen Coronavirus-Impfstoff als erste und kostenlos bekommen sollen. Seine Regierung wolle auch Kooperationen mit den Drogerieketten Walgreens und CVS eingehen, um Impfdosen direkt an Altenheime zu verteilen, sagte Trump bei einem Auftritt vor Senioren in Fort Myers im Bundesstaat Florida. Er kündigte erneut an, dass die Impfstoffe bereits zum Jahresende verteilt werden sollen - während Experten seiner Regierung mit ihrer breiten Verfügbarkeit eher erst zu Mitte kommenden Jahres rechnen.

Trump räumte ein, dass die Senioren am schwersten von der Coronavirus-Epidemie getroffen wurden. Zugleich verteidigte er sein oft kritisiertes Vorgehen in der Krise und sagte, der Schutz der Älteren sei für ihn von Anfang an eine Priorität gewesen. Auf Bildern aus dem Saal war zu sehen, dass zwischen den Zuschauern zwar mehr Abstand war als bei vielen anderen Trump-Auftritten - viele von ihnen trugen aber keine Masken. (sda/dpa)
Masks sit on seats as President Donald Trump speaks during an event on "Protecting America's Seniors," Friday, Oct. 16, 2020, in Fort Myers, Fla. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump
20:49
Tessin schränkt Ausgehmöglichkeiten für Heimbewohner stark ein
Der Kanton Tessin hat am Freitag die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus verschärft. Neu gilt ab Montag in allen öffentlich zugänglichen Räumen eine Maskentragpflicht. Bewohner von Altersheimen dürfen ab sofort praktisch nur noch für Spaziergänge nach draussen.

Heimbewohnerinnen und -bewohner sollen sich nicht einem hohen Infektionsrisiko aussetzen, darum sind für sie vorläufig Geschäfte, Bars und Restaurants, Hausbesuche und die öffentlichen Verkehrsmittel tabu, wie das Tessiner Gesundheitsdepartement mitteilte.

Zuvor hatte der Tessiner Regierungsrat die Maskentragpflicht
verschärft und ab Montag auf alle öffentlich zugängliche Räume ausgedehnt. Ausnahmen gibt es in Trainingseinrichtungen und Kinderbetreuungsstätten, wie die Kantonsregierung mitteilte. Die Schliessung von gewissen Bars und anderen Nachtlokalen dehnte der Staatsrat auf Erotikbetriebe aus. (sda)
19:34
Spanien meldet Rekordzahl von mehr als 15 000 Neuinfektionen
In Spanien sind am Freitag 15 186 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden, so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Allerdings sind die Zahlen nur bedingt mit denen vom Frühjahr vergleichbar, weil inzwischen viel mehr getestet wird.

Auch bei den Todesfällen mit Covid-19 gab es einen starken Anstieg. Am Donnerstag waren es 140, am Freitag schon 222. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde mit gut 133 angegeben. (sda/dpa)
19:28
Belgien beschliesst wegen Corona Teil-Lockdown
In Belgien sollen wegen der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen alle Restaurants und Gaststätten für vier Wochen schliessen. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Freitagabend unter Berufung auf Informationen aus einem Krisentreffen von Vertretern der Zentralregierung und der Gemeinschaften und Regionen. Zudem soll es täglich von Mitternacht bis 5.00 Uhr morgens landesweit eine Ausgangssperre geben.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 6000 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach aktuellen Zahlen rund 550 Infektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet. (sda/dpa)
18:09
Wallis weitet Maskenpflicht aus
Der Kanton Wallis verschärft die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Die Maskenpflicht wird ausgedehnt und Bars müssen spätestens um ein Uhr morgens schliessen.

Mit diesen Massnahmen will der Kanton die Ausbreitung des Virus eindämmen, wie er am Freitag mitteilte. Ab diesem Sonntag gilt Maskenpflicht bei allen öffentlichen und privaten Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie in sämtlichen geschlossenen, Öffentlichkeit zugänglichen Räumen.

Mit Blick auf die Wintersaison hat der Staatsrat zudem beschlossen, neben Heizgeräten mit erneuerbaren Energien ab Montag vorübergehend Elektroheizungen im Freien zuzulassen. Weihnachtsmärkte dürfen stattfinden, wenn sie um 20 Uhr schliessen und die Häuschen 3 Meter Abstand haben. Zwischen Weihnachten und Neujahr beschränkt der Regierungsrat im öffentlichen Raum Gruppen auf 30 Personen. Ebenfalls vorsorglich verboten ist Feuerwerk. Und alle Fasnachten sind abgesagt. (sda)
17:16
Maskenpflicht ab 30 Personen in Appenzell Ausserrhoden
Der Kanton Appenzell Ausserrhoden verschärft die Einschränkungen wegen steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus. Er verzichtet aber auf eine allgemeine Maskentragpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen.

Masken auf heisst es aber ab (dem morgigen) Samstag an öffentlichen und privaten Anlässen mit mehr als 30 Personen. Eine allgemeine Gesichtsmasken-Pflicht wird ebenfalls eingeführt für das Servicepersonal in der Gastronomie und bei Veranstaltungen, wie die Regierung am Freitag vermeldete.

Weiter darf - wie in anderen Kantonen - in Gastwirtschaftsbetrieben nur sitzend konsumiert werden. Das Tanzverbot betrifft nicht nur öffentlich zugängliche Einrichtungen sowie öffentliche Veranstaltungen, sondern überdies Tanzschulen und Sportvereine.

Ausserdem erliessen die Behörden eine Pflicht zur Kontakterfassung. Registriert werden müssen Name, Vorname, Wohnsitz, Telefonnummer und Mail-Adresse. «Proaktive Stichkontrollen» seitens der Behörden fänden statt, hiess es. An eine freiwillige generelle Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen sollen sich die Leute halten, wenn der nötige Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. (sda)
17:08
Sprunghafter Anstieg in Zürich
Im Kanton Zürich sind die Corona-Zahlen in den vergangenen 24 Stunden regelrecht explodiert. Der Kanton gibt am Freitag 715 neue Fälle bekannt. Am Donnerstag waren es noch deren 342.
17:07
Kanton Bern verschärft Regeln für Bars, Clubs und Discotheken
Nur noch maximal hundert Personen auf einmal dürfen sich ab sofort in den Bars, Clubs und Discotheken im Kanton Bern aufhalten. Der Regierungsrat hat am Freitag angesichts der ansteigenden Coronafallzahlen die Massnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft.

Die Regierung stuft die Entwicklung der Pandemie als dramatisch ein, wie sie in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Auch im Kanton Bern, der bisher im Schweizer Vergleich unterdurchschnittliche Werte verzeichnete, sei die Zahl der Ansteckungen in den letzten Tagen stark angestiegen.

Bis anhin galt eine Maximalzahl von 300 Besucherinnen und Besuchern gleichzeitig pro Club, Bar, Disco oder Tanzlokal. In einer Videobotschaft wandte sich Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg an die Bevölkerung mit dem dringenden Wunsch, «am Wochenende einen Gang zurückzuschalten und grössere Menschenansammlungen zu meiden». (sda)
16:58
Corona-Ausbruch bei GC Amicitia
Der Corona-Ausbruch bei GC Amicitia Zürich ist grösser als zunächst bekannt. Insgesamt 13 Personen sind betroffen.

Nachdem am Mittwochmorgen ein Spieler mit leichten Symptomen positiv auf Covid-19 getestet worden war, wurde das Virus mittlerweile bei zehn weiteren Spielern sowie zwei Staff-Mitgliedern des NLA-Vereins nachgewiesen. In Absprache mit dem Zürcher Kantonsarzt begaben sich die positive getesteten Personen in Isolation, der Rest des Teams in Quarantäne. (sda)
16:57
Corona-Ausbrüche in acht Walliser Heimen - 90 Bewohner positiv
In acht Walliser Pflegeheimen gibt es derzeit Ausbrüche der Lungenkrankheit Covid-19. Bislang sind 90 Bewohner positiv getestet worden. Zwei Personen befinden sich in Spitalpflege.

Zudem wurden 66 Mitarbeitende der betroffenen Heime positiv auf das Viruus getestet. Einige davon sind ohne Symptome. Die Walliser Gesundheitsdirektorin Esther-Waeber-Kalbermatten (SP) bestätigte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA Informationen des Nachrichtenportals nouvelliste.ch. Die Staatsrätin äusserte sich besorgt über die Lage im Wallis und in der Schweiz.

Sobald in einem Heim ein positiver Fall festgestellt wird, werden Besuche verboten, ausser bei Menschen, die sich an ihrem Lebensende befinden. Aktivitäten werden abgesagt, öffentliche Cafeterien geschlossen und die Ausgangsregelungen für Pflegeheimbewohner verschärft.

Vor dem 8. Oktober waren in den Pflegeheimen des Kantons seit dem 25. Mai keine positiven Fälle mehr festgestellt worden, wie auf der Coronavirus-Info-Webseite des Staats heisst. (sda)
16:54
Bundesrat trifft sich zur Notsitzung
Gestern noch wollte der Bundesrat keine neue Massnahmen präsentieren. Dies könnte sich nun bald ändern. Die Landesregierung wird sich am Sonntag um 11 Uhr zur Krisensitzung treffen, wie der «Tages Anzeiger» unter Berufung auf gut unterrichtete Quellen berichtet. Demnach steht eine landesweite Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen zur Debatte. Der Bundesrat soll zudem eine Teilnehmer-Obergrenze für Veranstaltungen prüfen. Auch über eine Homeoffice-Empfehlung soll diskutiert werden. Informieren wird der Bundesrat am Sonntag um die Mittagszeit. (cma)
Bundesraetin Karin Keller-Sutter, vorne, Bundesrat Ueli Maurer, Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga, Bundesrat Alain Berset und Bundesraetin Viola Amherd, von rechts, am Ende der Medienkonferenz des Bundesrates zu den Volksabstimmungen, am Sonntag, 27. September 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
16:45
St. Gallen erlässt Maskenpflicht bei Veranstaltungen und Tanzverbot
Der Kanton St. Gallen hat die Vorschriften zum Schutz vor dem Coronavirus verschärft und eine Sitzpflicht erlassen in der Gastronomie. Eine Maskenpflicht wurde angeordnet bei Veranstaltungen, Tanzanlässe werden verboten.

Die Einschränkungen der Kantonsregierung treten ab (dem morgigen) Samstag in Kraft und dauern bis 31. Dezember. Eine Maskenpflicht wurde für sämtliche Veranstaltungen mit über 30 Personen verfügt sowie für das Gastropersonal, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Bei privaten oder öffentlichen Veranstaltungen mit weniger als 30 Personen besteht dann eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann.

Das Tanzverbot wurde erlassen in Clubs, Diskotheken, Tanzlokalen, Salsaclubs und Bars. Tanzen in Fitnessstudios, Sportvereinen oder Tanzschulen bleibt dagegen erlaubt. (sda)
Situation im Spital Schwyz nach wie vor angespannt
von corsin.manser
Am Mittwoch wandte sich das Spital Schwyz mit einem Youtube-Video an die Bevölkerung. Die Zahl der Covid-Patienten erhöhte sich zu Beginn der Woche rasant. Heute Freitag ist die Situation im Spital Schwyz nach wie vor angespannt, verschlechtert hat sie sich indes nicht. Die Isolationsstation mit 25 Betten sei momentan «fast voll», sagt Spitaldirektorin Franziska Föllmi gegenüber watson. Eine genaue Zahl der Covid-Patienten könne sie nicht angeben, da sich diese ständig ändere. Jede Patientin und jeder Patient würde weiterhin im Notfall des Spitals aufgenommen und behandelt, so Föllmi weiter. Es bestehe kein Grund zur «Panik».

Allerdings wurden bereits erste Covid-Patienten in andere Spitäler verlagert, etwa nach Lachen. Ein Patient wurde auch schon auch schon ausserkantonal behandelt, er wurde auf die Intensivstation nach Zug verlegt. Es sei möglich, dass in den kommenden Stunden weitere Covid-Patienten verlegt würden, teilt Föllmi mit, dies sei aber schwierig vorauszusagen.
15:07
«Sind wir jetzt in der zweiten Welle?»
Masserey: «Das wissen wir erst im Rückblick.»

Hiermit ist die Pressekonferenz beendet.
15:05
Wird es schlimmer als im Frühling?
Ackermann: «Wir wissen mehr als im Frühling. Es gab noch nie so einen wissenschaftlichen Effort wie jetzt. Wir haben dank den Impfstoffen eine Perspektive auf Verbesserung, anders als im Frühling.»
15:00
«Gibt es lokale Lockdowns?»
Ackermann: «Es gibt Hinweise, dass solche Lockdowns unabdingbar sind. Je früher wir reagieren, desto mehr können wir dafür sorgen, dass sich diese Frage gar nicht stellt.»
14:58
Wie sieht die Planung der Spitäler aus?
Hauri: «Wir haben die Erfahrung gemacht, wenn die Fallzahlen steigen, fasst man die Patienten eher zusammen und verteilt sie nicht im Spital. Ebenfalls sollen sich die Spitäler gegenseitig aushelfen – beispielsweise mit Fachpersonal. Diese Pläne gibt es und die sind eingespielt. Die Koordination zwischen den Intensivstationen der Spitälern wurde verbessert. Es gibt auch Systeme, die bei Engpässen helfen sollen.»
14:55
«Was machen die Schweizer falsch?»
Masserey: «Die Schweiz hat sehr schnell Massnahmen gelockert. Deshalb müssen wir jetzt aufpassen. Die Entwicklungen in Europa war ähnlich wie in der Schweiz. Wir müssen diesen Trend brechen.»
14:49
«Sind Leute des Zivildienstes im Einsatz?»
Hauri: «Zivilschutz und Zivildienst sind bereits im Einsatz. Diese Leute müssen aber auch ausgebildet werden»
14:48
Kantone wollen vom Bund einheitliche Regeln bei Maskenpflicht (GDK)
Der föderale Flickenteppich bei der Maskentragpflicht soll beseitigt werden. Die kantonale Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) fordert den Bund auf, in diesem und weiteren Bereichen einheitliche Regeln zu schaffen und durchzusetzen. Das teilte die GDK am Freitag mit.
14:47
«Gibt es eine Obergrenze bei den Testcentren, falls es einen Run geben würde?»
Masserey: «Die Test-Labors kennen die Kriterien, wann ein Test sein muss und wann nicht. Sie werden sich an die Richtlinien des BAGs richten, falls nötig.»
14:44
«Hat die Schweiz genügend Masken?»
Masserey: «Diese Frage kann ich nicht beantworten. Die Kantone wurden aufgerufen, Maskenlager anzulegen. Auch der Bund hat solche.»
14:42
«Sollen Grosseltern ihre Enkel nicht mehr hüten?»
Masserey: «Die Kontakte sollen möglichst eingeschränkt und die Schutzmassnahmen eingehalten werden. Gefährdete Personen sollen sich schützen. Das liegt aber in der Eigenverantwortung.»
14:41
«Gibt es weitere Massnahmen, die diese Entwicklung stoppen kann?»
Ackermann: «Eine Verkleinerung der Gruppengrösse, Maskentragen im Innern und die Empfehlung von Homeoffice.»
14:40
«Gibt es weitere Impfstoffe?»
Masserey: «Ja, wir werden weitere Impfstoffe testen. Wir hoffen, dass wir eine erste Impfung zu Beginn 2021 anbieten können. Aber das können wir nicht so genau sagen, das hängt von vielen Faktoren ab wie zum Beispiel der Zulassung von Swissmedic.»
14:39
«Ist das Contact-Tracing nun unter Kontrolle oder nicht?»
Hauri: «Das Contact-Tracing funktioniert nicht mehr überall einwandfrei. Nicht mehr jede Person kann schnell kontaktiert werden. Aber es funktioniert nicht gar nicht. Man hat eine Beule, würde man bei einem Auto sagen.»
14:38
«Ist es möglich, dass die ausserordentliche Lage wieder nötig wird?»
Masserey: «Wir werden alles machen, um das zu vermeiden.»
14:37
«Informiert das BAG nicht mehr über die Zahlen am Wochenende?»
Masserey: «Es hat keinen Sinn, die Zahlen am Wochenende zu veröffentlichen. Sie werden nicht kommuniziert.»
14:36
«Warum hat der Bund keine Massnahmen ergriffen?»
Die Kantone seien nun verantwortlich, sagt Virginie Masserey. Es besteh engen Kontakt zwischen Bund und Kantonen und es würden Diskussionen geführt.
14:35
«Hat die Regierung versagt?»
Durch das kältere Wetter sind mehr Menschen in Innenräumen. Dort sei das Ansteckungsrisiko höher, sagt Ackermann.

«Versagt ist ein hartes Wort», sagt Hauri. Man kenne das Virus nicht in jeder Facette. «Wir haben uns entspannt im Sommer, das stimmt.» Offensichtlich seien es die kleineren Feiern im privaten Rahmen, die das grössere Problem darstellen. Das habe man erst jetzt gesehen.
14:33
«Wenn wir jetzt nichts machen, dann haben wir in ein paar Wochen dennoch 12'000 Fälle?»
Martin Ackermann: «Ja. Wenn wir jetzt nichts machen, haben wir in einer Woche 6'000 Fälle. Wenn wir erst dann Massnahmen ergreifen und diese umsetzen würden, hätten wir dennoch in zwei Wochen 12'000 Fälle. Deshalb müssen wir so schnell wie möglich handeln.»
14:28
«Wann kommt das Gesundheitssystem an den Anschlag?»
Jetzt wurde die Fragerunde eröffnet: «Wann kommt das Gesundheitssystem an den Anschlag?»

Das könne Martin Ackermann so nicht sagen. Das kann sich aufgrund der Situation immer wieder ändern. Auch Virginie Masserey kann nicht viel dazu sagen.
14:25
März reloaded?
Bei einer erneuten Verschlechterung der Situation könne wieder auf die Massnahmen im März zugegriffen werden, sagt Zürcher. Jedoch wäre heute die Mitarbeit von Parlament und Kantonen notwendig – weil wir nicht mehr in der ausserordentlichen Lage befinden.

Für übrige Anpassungen der Kurzarbeitsregelungen wäre eine Anpassung des Arbeitsgesetzes notwendig.
14:22
Zürcher spricht über die Kurzarbeit
Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim SECO, informiert über die Situation im Arbeitsmarkt.

Für die Betriebe und Arbeitnehmer gelten weiterhin besondere Regeln. Die Möglichkeit zum Bezug auf Kurzarbeit wurde von 12 auf 18 Monate erhöht. Für Lernende kann keine Kurzarbeit geltend gemacht werden, weil sie ausgebildet werden müssen. Die Regelung von Arbeitnehmenden auf Abruf wird angepasst und wird Ende Oktober verabschiedet, um Kurzarbeit sicherzustellen.

Insgesamt wurde bisher 7.7 Millarden Franken Kurzarbeit bezahlt.
14:18
Die Spitäler sind besser vorbereitet
Hauri ist dennoch zuversichtlich. Auch wenn es zu mehr Hospitalisationen kommen wird, seien die Spitäler besser vorbereitet als noch vor ein paar Monaten. Die Strategien seien angepasst worden. «Das kann ich Ihnen mit Sicherheit und Bestimmtheit sagen», versichert Hauri.
14:15
Contact-Tracing ist an der Grenze
«Wir haben nicht mit dieser Geschwindigkeit gerechnet», gibt Hauri zu. Das Contact-Tracing sei an die Grenzen in verschiedenen Kantonen gestossen. Das, weil das Tracing Zeit braucht. Das heisst konkret: Es kann nicht mehr überall jede Kontaktperson und alle Infizierten erreicht werden.

Personen, die von positiven Tests erfahren, sollen sich in Isolation begeben und ihre direkten Kontaktpersonen informieren.
14:14
Infektionen finden in Familie und im Sportbereich statt
Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, weist darauf hin, dass die Ansteckungen vor allem im Privatbereich stattfinden. Auch im Amateursportbereich finden viele Infektionen statt.
14:11
Taskforce empfielt Homeoffice
Martin Ackermann, Präsident National COVID-19 Science Task Force informiert über die Übertragung des Virus. Ein Mensch stecke 15 andere an, deshalb breite sich das Virus schnell aus. «Die neuesten Zahlen sind auch für uns ein Schock, aber auch eine Chance, nun schnell zu reagieren», sagt er.

Die Massnahmen reichen nicht, das zeigen die hohen Infektionszahlen. Distanzhalten und Hygiene seien zentral – diese Massnahmen müssen bewusster eingehalten werden.

Die Corona-Taskforce empfiehlt das Homeoffice. Die Fallzahlen und Hospitalisierungen dürften Stand heute noch um den Faktor vier ansteigen. «Je früher wir eingreifen können umso besser», sagte der Professor für Mikrobiologie an der ETH Zürich weiter.
14:08
Auch durch atmen kann das Virus übertragen werden
Masserey erklärt nochmals die Übertragung des Virus. Auch durch das Atmen könne das Coronavirus übertragen werden. Deshalb sei es wichtig, Abstand zu halten und wenn das nicht möglich ist, Masken zu tragen. Je länger man in der Nähe einer andern Person ist, desto höher die Chancen auf eine Infektion.

Wichtig sei das Contact-Tracing und die Covid-App
. Damit könne man sich in Quarantäne begeben und sich testen lassen, um das Virus möglichst früh erkennen zu können. Die App wurde von 2.5 Mio. Menschen heruntergeladen.
14:05
«Die Situation ist sehr ernst»
Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle vom BAG, spricht über die Zahlen. Wenn man die Hospitalisationen anschaut, seien noch nicht in einer kritischen Situation, sagt Masserey. «Die Situation ist aber sehr ernst», sagt sie im Bezug auf die Infektionszahlen.

Auch wenn die jüngeren Personen mehr betroffen sind, es steigen auch die Infektionszahlen der älteren Menschen: «Jetzt sind alle Altersgruppen betroffen.» Die gesamte Schweiz sei betroffen - auch Kantone, die bei der ersten Welle im Frühling wenig betroffen gewesen seien. «Es ist nun an der Zeit, die Erhöhung der Fälle zu stoppen, um eine Überlastung der Gesundheitseinrichtungen zu verhindern.»

Es gilt zu verhindern, dass es gleichzeitig zu vielen Hospitalisationen kommt. Eine Situation wie im März sei zu verhindern. «Es liegt an uns allen, zu handeln», appelliert Masserey an die Bevölkerung. Auch ohne Symptome könne man das Virus in sich tragen und andere anstecken.
13:59
Bund informiert um 14.00 Uhr
Diverse Expertinnen und Experten des Bundes informieren heute um 14.00 Uhr.

Folgende Expertinnen und Experten nehmen heute teil:
- Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, BAG
- Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte
- Martin Ackermann, Präsident National COVID-19 Science Task Force
- Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO

Wir tickern live.
13:53
Gericht kippt Sperrstunde in Berlin
Das Berliner Verwaltungsgericht hat eine vom Senat beschlossene Sperrstunde in der deutschen Hauptstadt gekippt. Das sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Gastronomen hatten Eilanträge gegen die Verordnung eingereicht.

Insgesamt hatten sich nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting rund ein Dutzend Berliner Bars und Clubs gegen die Sperrstunde gewandt. Sie kritisierten die Sperrstunde als unverhältnismässig. Aus ihrer Sicht gibt es keine überzeugende Begründung für die Schliessung der Gaststätten um 23.00 Uhr. Mit einer Sperrstunde für die Gastronomie werde erreicht, dass sich junge Menschen dann an anderen Orten träfen, für die keine Hygienekonzepte gelten, so die Argumentation.

Der Senat hatte am Dienstag vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23.00 und 6.00 Uhr geschlossen sein müssen. Die neue Regelung war am vergangenem Wochenende in Kraft getreten. (sda/dpa)
12:36
Nidwalden führt Maskentragpflicht für grössere Anlässe ein
In Nidwalden gilt ab Montag eine Maskentragpflicht für öffentliche und private Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen. Bei kleineren Anlässen oder in Läden sowie in Gastronomiebetrieben mit stehender Konsumation muss nur dann eine Maske getragen werden, wenn der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.

Der Regierungsrat reagiere mit dieser zweistufigen Maskenpflicht auf die zuletzt starke Zunahme der Corona-Fallzahlen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Er ziele auf Veranstaltungen ab, weil diese sich zuletzt als häufigste Übertragungsquelle erwiesen hätten. Den Ladenbesitzern stehe es frei, eine Maskentragpflicht einzuführen. (sda)
12:09
3000-Marke geknackt
BAG meldet 3105 neue Fälle bei 21'628 Tests. Positivitätsrate: 14,3 Prozent. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Freitag 5 Todesfälle und 68 Spital-Einweisungen.

Am Donnerstag hatte das BAG 2613 Neuansteckungen gemeldet. Auf dem Höhepunkt der Epidemie betrug der Höchststand der Neuansteckungen am 23. März 1464 gemeldete Fälle.

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 74'422 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus, wie das BAG am Freitag weiter mitteilte. Insgesamt 5276 Personen mussten wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1823.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'578'103 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Gegenüber Donnerstag wurden dem BAG 21'628 neue Tests gemeldet. Über die vergangenen zwei Wochen gesehen fiel das Resultat bei 11,6 Prozent aller Tests positiv aus.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Freitag nach Angaben des BAG 7311 Personen in Isolation und 12'964 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 12'232 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne. (sda)
11:19
Bund bestellt bis zu 5,3 Millionen Impfdosen von AstraZeneca
Der Bund setzt seine Bemühungen um die Beschaffung eines Covid-19-Impfstoffes fort und bestellt nun auch beim britischen Unternehmen AstraZeneca bis zu 5,3 Millionen Impfdosen. Ob sich dieser Impfstoff durchsetzen wird, ist allerdings noch nicht klar.

Bei der Bestellung des Impfstoffes kann sich die Schweiz an der Vereinbarung zwischen der Europäischen Kommission und AstraZeneca beteiligen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte.

Im August 2020 schloss der Bund einen Vertrag mit der Firma Moderna über 4,5 Millionen Impfdosen ab. Hinzu kommt die Teilnahme an der internationalen COVAX-Initiative, um Impfstoffe für bis zu 20 Prozent der Bevölkerung zu beschaffen.

Das BAG verfolgt mehrere Strategien bei der Impfstoffbeschaffung, wie das Bundesamt bereits Anfang Oktober erklärte: Erstens direkte Beschaffung beim Privatsektor, zweitens enger Kontakt mit der EU und den Nachbarstaaten und drittens ein starkes Engagement auf der multilateralen Ebene. (sda)
epa08731198 A health worker shows Sinovac Biotech's COVID-19 vaccine  during the 3rd phase trials at the Acibadem Hospital in Istanbul, Turkey, 09 October 2020.  EPA/ERDEM SAHIN
(Symbolbild)
11:08
Höchststand seit August: Mehr als 63 000 neue Corona-Fälle in USA
Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA hat erneut einen Höchststand seit Mitte August erreicht. Am Donnerstag (Ortszeit) verzeichnete die Johns Hopkins Universität in Baltimore binnen 24 Stunden rund 63 600 Neuinfektionen, rund 4000 mehr als am Vortag.

Ähnlich hoch waren die Zahlen zuletzt am 14. August gewesen, als rund 64 600 neue Fälle gemeldet wurden. Besonders stark war der Anstieg in einigen Bundesstaaten des Mittleren Westens wie North Dakota, South Dakota und Missouri. Die Zahl der neuen Todesfälle blieb relativ stabil bei 904.

Die bislang höchste Anzahl der Coronavirus-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnete die Universität am 16. Juli mit mehr als 77 300. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in den USA mehr als 7,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 217 700 starben. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Infektionen aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen. (sda/dpa)
epa08748971 Staff members of the Whittier Street Health Center wear face shields while checking in patients at a pop up coronavirus testing center in Boston, Massachusetts, USA, 15 October 2020. The recent rise in cases has prompted Boston's Mayor Marty Walsh to provide more testing sites for residents.  EPA/CJ GUNTHER
10:41
Corona: Weite Teile Sloweniens im teilweisen Lockdown
Wegen der stark steigenden Zahl von Ansteckungen mit dem Coronavirus gelten in Slowenien seit Freitag in weiten Teilen des EU-Landes Bewegungsbeschränkungen.

Bewohner jener sieben von zwölf Regionen, die aufgrund der hohen Infektionszahlen als «rot» eingestuft wurden, dürfen ihre jeweilige Region nur mehr noch aus triftigen Gründen verlassen. Zu den «roten» Zonen gehören die Hauptstadt Ljubljana sowie die umliegenden Regionen.

In den «roten» Zonen sind ausserdem seit Freitag öffentliche Veranstaltungen, Versammlungen, Hochzeiten und religiöse Zeremonien untersagt. Masken müssen auch im Freien getragen werden. Die restlichen fünf Regionen gelten als «orange». Dort gelten keine Bewegungsbeschränkungen, Masken müssen nur in öffentlich zugänglichen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden.

In Slowenien, einem Land mit knapp mehr als zwei Millionen Einwohnern, ist die Zahl der Corona-Ansteckungen zuletzt sprunghaft angestiegen. Den letzten Tageswert gaben die Behörden am Donnerstag mit 745 an. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im März 10 683 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 176 Tote wurden im Zusammenhang mit der Krankheit gemeldet.

In den letzten 14 Tagen haben sich nach Angaben vom Donnerstag 230 Menschen pro 100 000 Einwohner angesteckt. In Ljubljana waren es 270. Für die Einstufung der Regionen gilt in Slowenien diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz als Kriterium. Beträgt sie über 40, ist die Region «orange», bei über 140 ist sie «rot». Keine der Regionen ist derzeit als «grün» – mit einem Wert unter 40 – eingestuft. (sda/dpa)
10:29
Auch Basel-Stadt verschärft Massnahmen
Aufgrund der markant steigenden Infektionszahlen weitet der Kanton Basel-Stadt die Maskentragpflicht aus und verstärkt die Einschränkungen für öffentliche und private Veranstaltungen. Die verschärften Massnahmen gelten ab kommenden Montag.

Die Maskentragpflicht, die bislang für Verkaufslokale und Einkaufszentren galt, wird auf praktisch alle öffentlich zugänglichen Innenräume ausgedehnt, wie die Basler Regierung am Freitag mitteilte.

Betroffen sind namentlich unter anderem Restaurationsbetriebe, Kultureinrichtungen, Spitäler und Gotteshäuser. In Restaurationsbetrieben kann an den Tischen sitzend die Maske abgenommen werden.

Auch in den Schulen wird laut dem Communiqué die Maskentragpflicht ausgeweitet. Sie galt bislang nur für die nachobligatorischen Schulen und wird nun auf die Primarschulen und die Schulen der Sekundarstufe I ausgeweitet.

In Unterrichtsräumen, in denen sich die Distanzregeln einhalten lassen, könne die Maske aber nach wie vor abgelegt werden. In den Primarschulen gilt die Abstandsregel in den Klassenräumen nach wie vor nicht.

Des weiteren hat der Regierungsrat neue Einschränkungen für öffentliche und private Veranstaltungen verfügt. In Restaurationsbetrieben ist Konsumation im Stehen nicht mehr zugelassen. (sda)
10:26
Schweizer Weltcup-Anlässe ohne Zuschauer
Die Weltcup-Anlässe im Ski alpin und Skispringen in der Schweiz finden in diesem Winter grundsätzlich ohne Zuschauer statt. Dies beschlossen die Veranstalter und Swiss-Ski, auch nach Rücksprache mit Swiss Olympic, als Massnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Betroffen sind die alpinen Rennen in St. Moritz, Adelboden, Wengen, Crans-Montana und Lenzerheide sowie das Skispringen in Engelberg. Die Veranstalter behalten sich vor – je nach Entwicklung der Pandemie – Anpassungen beim Zuschauerkonzept vorzunehmen. (sda)
JANSRUD Kjetil of Norway at the free fall start during the mens downhill training at the 2017 FIS Alpine Skiing World Championships in St. Moritz, Switzerland, Thursday, February 9, 2017. (KEYSTONE/POOL/Alessandro Della Bella)
10:08
Kanton Wallis eröffnet neun neue Coronavirus-Testzentren
Der Kanton Wallis hat seine Coronavirus-Testkapazitäten um neun Zentren erhöht. Als Grund gibt das Wallis die zunehmende Anzahl Fälle sowie den Beginn der winterlichen Grippesaison an.

Dieses Testangebot bestehe zusätzlich zu den bereits in den meisten Arztpraxen und Notaufnahmen der Spitäler durchgeführten Tests, teilten die Walliser Behörden am Freitag mit. Es handle sich um Zentren ohne ärztliche Konsultation für Personen ohne Symptome oder nur mit leichten Symptomen.

Die wichtigsten Testzentren sind auf der Internetseite des Kantons Wallis aufgeführt. Laut Kanton hat die starke Zunahme der Anzahl Tests in den letzten Tagen zudem zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Ergebnisse geführt. Die Ressourcen würden nun verstärkt, damit die getesteten Personen schnellstmöglich informiert werden können, teilte das Wallis mit. (sda)
epa08748972 Caitlin Surprise of Jamaica Plain takes a Coronavirus test at a pop up testing center in Boston, Massachusetts, USA, 15 October 2020. The recent rise in cases has prompted Boston's Mayor Marty Walsh to provide more testing sites for residents.  EPA/CJ GUNTHER
9:57
Deutschland will Ausnahmen für Einkaufstouristen aus Risikogebieten
Wer aus einem Risikogebiet in der Schweiz nach Deutschland reist, muss entweder einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Gerade für den Grenzverkehr hat das massive Auswirkungen. Es gibt aber auch viele Ausnahmen.

Pendler, der grenzüberschreitende Güterverkehr, Schülerinnen und Schüler, Verheiratete oder Paare in einer festen Beziehung sind ebenso ausgenommen wie Personen, die zwingend notwendig aus beruflichen oder medizinischen Gründen einreisen müssen. Von den Einschränkungen betroffen sind also vorrangig Touristen und Einkaufstouristen.

Jedoch gibt es für Letztere Bestrebungen, sie von der Quarantänepflicht auszunehmen. Der Schweizer Botschafter in Deutschland, Paul Seger, sprach am Freitag gegenüber Radio SRF von einer Musterverordnung, die am 8. November in Kraft treten soll.
L' Ambassadeur Suisse Paul Seger, droite, Directeur de la Direction du droit international public au Departement Federal des Affaires Etrangeres, DFAE,  s'exprime lors d'une conference de presse sur la nouvelle loi federale sur l'Etat Hote qui gere les privileges et immunites diplomatiques ce mardi 19 Fevrier 2008 au Club Suisse de la Presse a Geneve.  (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
«Wenn diese Musterverordnung in Kraft tritt, wäre es möglich, den Einkaufstourismus weiter vorzunehmen, ohne Coronavirus-Beschränkungen. Bis zu 24 Stunden Aufenthalt wäre es dann möglich nach Deutschland zu reisen», sagte Seger. Momentan sei dies noch nicht der Fall. «Aber wenn diese Musterverordnung so verabschiedet wird, wie wir es gehört haben, wäre es dann ab 8. November möglich.» (sda)
9:41
Maskenpflicht bei Events im Thurgau – aber erst in einer Woche
Zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat der Thurgauer Regierungsrat eine Masken- und Meldepflicht für öffentliche und private Veranstaltungen ab 30 Personen beschlossen. Die Anordnung tritt in einer Woche in Kraft und dauert bis Ende Jahr.

Organisatoren müssen ihre Veranstaltungen 14 Tage vorher bei den Behörden anmelden, wie die Thurgauer Regierung am Freitag mitteilte. Betroffen sind Anlässe, an denen zwischen 30 und 1000 Personen teilnehmen. Organisatoren müssen zudem ein Schutzkonzept erstellen. Der Kanton schaltet die dafür nötigen Formulare demnächst auf seiner Webseite auf.

Ausserdem müssen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen die Kontaktdaten der Teilnehmenden in elektronischer Form erfasst werden. Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen mit über 30 Personen sind weiter verpflichtet, eine Schutzmaske zu tragen.

Lockdown verhindern
Schutzmasken müssen zudem aufgesetzt werden in Steh- und Tanzbereichen von Bar- und Clubbetrieben. Die Konsumation von Speisen und Getränken sei ausschliesslich in den dafür vorgesehen Sitzbereichen gestattet, schrieb die Regierung.

Die Thurgauer Regierung will mit den erlassenen Massnahmen gewährleisten, dass öffentliche und private Veranstaltungen weiter stattfinden können. Auch der Betrieb von Bars und Clubs soll möglich bleiben. Es soll aber das Ansteckungsrisiko minimiert werden. Die Regierung appellierte am Freitag ausserdem an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Ein erneuter Lockdown sei mit allen Mittel zu verhindern. (sda)
9:12
Auch Luzerner müssen ab morgen in Läden Maske tragen
Die Maskentragpflicht wird im Kanton Luzern am Samstag auf alle öffentlich zugänglichen Innenräume wie Läden und Bahnhöfe ausgeweitet. Das Maskenobligatorium gilt auch auf Märkten sowie in Restaurants für das Personal. Dies hat der Regierungsrat am Freitag angesichts der steigenden Coronafallzahlen bekannt gegeben.

Als Beispiele, wo die Maskentragpflicht gilt, nennt der Regierungsrat ferner Post- und Bankfilialen, Museen, Theater, Konzerthäuser, Verwaltungsgebäude, Gotteshäuser und Bibliotheken. Eine Maske tragen müssen auch alle, die Dienstleistungen anbieten oder beanspruchen, bei denen es zu Körperkontakt kommt oder der Abstand nicht eingehalten wird.

Im Kanton Luzern gibt es täglich rund 70 neue bestätigte Coronafälle. Es gelte eine Häufung schwerer Erkrankungen und eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern, erklärte der Regierungsrat.

Das Obligatorium ist bis am 31. Januar 2021 befristet. Die auf Anfang des Schuljahres verfügten Schutzkonzepte für die Schulen bleiben unverändert, auch die Vorgaben für die Sporteinrichtungen. (sda)
9:10
Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Räumen in Graubünden
Im Kanton Graubünden muss ab dem (morgigen) Samstag in den öffentlich zugänglichen Räumen eine Maske als Schutz vor einer Coronavirus-Ansteckung getragen werden. Bei Widerhandlungen droht eine Busse.

Gemäss den am Freitag im Kantonsamtsblatt veröffentlichen Angaben müssen Masken unter anderem in Geschäften, Einkaufszentren, Poststellen, Museen, in Gotteshäusern, auf Bahnhöfen und in Gastronomiebetrieben getragen werden. Von der Maskenpflicht ausgenommen hat die Kantonsregierung Kinder unter 12 Jahren.

An den öffentlichen und privaten Volksschulen gilt für alle Erwachsenen eine Maskenpflicht, ausgenommen in Unterrichtsräumen. Sollte allerdings im Unterricht der Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen Lehrpersonen und Schülern nicht eingehalten werden, müssen Masken aufgesetzt werden. Zuständig für die Kontrollen sind die Gemeinden. (sda)
8:56
Australien erlaubt quarantänefreie Einreise aus Neuseeland
Neuseeländer aus Corona-freien Landesteilen dürfen erstmals wieder quarantänefrei ins Nachbarland Australien reisen. Ein Flugzeug aus Auckland mit 200 Passagieren an Bord landete am Freitag in Sydney. Es ist das erste Mal seit Ende März, dass internationale Gäste keine 14 Tage in Corona-Isolation müssen. Voraussetzung ist, dass sich die Besucher in den zwei Wochen zuvor nicht in einem Covid-19-Hotspot in ihrer Heimat aufgehalten haben. Zwei weitere Flüge sollten im Laufe des Tages landen.
epa08749191 Taren Kowalski (R) is welcomed home by her boyfriend Jayden Guest (L) as she arrives from New Zealand, at Sydney International Airport in Sydney, Australia, 16 October 2020. Australia's border rules have been relaxed as the country established a trans-Tasman travel bubble with New Zealand.  EPA/DEAN LEWINS AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
In Australien können Neuseeländer nun die australischen Bundesstaaten New South Wales mit der Metropole Sydney und dem Badeort Byron Bay sowie das Northern Territory mit dem Berg Uluru (Ayers Rock) besuchen. Andere Regionen bleiben noch gesperrt.

Umgekehrt soll die Regel aber derzeit noch nicht gelten: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern betont, Reisen ohne jegliche Isolatierung seien weiter zu risikoreich. Neuseeländer, die nach Australien reisen, müssen bei ihrer Heimkehr weiterhin in Quarantäne.

Der australische Premierminister Scott Morrison kündigte an, dass es ähnliche Vereinbarungen mit Japan, Südkorea und Singapur geben soll. Wahrscheinlich werde dies aber nicht vor 2021 geschehen. Wenn kein Impfstoff gegen das Virus auf den Markt komme, seien Reisen aus Europa und den USA voraussichtlich nicht vor 2022 möglich, hatte die Regierung zuvor bereits betont. Australien, besonders aber Neuseeland, sind bislang wegen extrem strikter Massnahmen vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen. (sda/dpa)
8:51
Laut deutschem Epidemiologen bringt ein Reiseverbot nicht viel
Prof. Dirk Brockmann, der deutsche Digital-Epidemiologe vom Robert Koch Institut, spricht bei der deutschen TV-Show «Markus Lanz» darüber, welche Massnahmen nun Sinn machen und welche nicht.

Zwei Sachen spielen bei den Neuinfektionen eine Rolle, sagt der Experte. Einerseits ginge es um die Mobilität. Solange sich das Virus in einem bestimmten Ort aufhalte, sei es sinnvoll, dort Mobilitätsbeschränkungen einzuführen – so wie zu Beginn im chinesischen Wuhan. «Das kann eine Ausbreitung des Virus verlangsamen», sagt der Mitarbeiter vom RKI. Doch wenn das Virus bereits überall sei, wie es nun der Fall ist, gäbe es bisher keine Studie, die zeigt, dass Mobilitätseinschränkungen die Ausbreitung massgeblich beeinflussen. «Es bringt nicht gar nichts, aber sehr wenig», sagt Prof. Brockmann.

Dann wird er noch deutlicher: Im Vergleich zu Kontaktbeschränkungen sei der Effekt sogar «vernachlässigbar». Er spricht davon, dass die Gruppengrösse massgeblichen Einfluss darauf habe, wir stark sich das Virus verbreitet.

Und daher gibt es im Grunde aktuell nur eine Maßnahme, die das Virus wirklich eindämmen kann: Wir müssen unsere Kontakte reduzieren. Der Epidemiologe erklärt: Wer die Gruppengrösse halbiere, senke die mutmassliche Menge an Menschen, die sich anstecken könne, um 75 Prozent. (watson.de)
6:43
Berner Kantonsärztin fordert schweizweite Maskenpflicht – auch im Freien
Linda Nartey, Kantonsaerztin Bern, aeussert sich an einem Point de Presse zum Coronavirus COVID -19, am Donnerstag, 9. Juli 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Schweizweite Maskenpflicht, auch im Freien: Dies forderte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit Radio SRF 1. «Die Fallzahlen steigen derart schnell und hoch, es geht jetzt wirklich darum, dass wir uns überall gegenseitig schützen», sagte sie.

Unterstützung findet die Forderung nach einer schweizweiten Maskenpflicht auch in der wissenschaftlichen Corona-Task-Force des Bundes. «Ich plädiere für eine schweizweite Maskenpflicht in allen Innenräumen», sagt ETH-Professorin und Task-Force-Mitglied Tanja Stadler gegenüber Radio SRF 1. Da das Virus sehr oft am Arbeitsplatz übertragen werde, müsse wo immer möglich auf Home Office umgestellt werden.

Stadler fordert die Maskenpflicht im Unterschied zu Nartey nur für Innenräume. So oder so sei es aber wichtig, jetzt schnell zu handeln, mahnt sie: «Wir sind in einem exponentiellen Wachstum, die Fallzahlen verdoppeln sich ungefähr alle zehn Tage.» Auch bei den Hospitalisationen sei das Wachstum exponentiell. Die Zeit dränge also. (wap/ch media)
6:26
Virologin: Spitäler dürften wieder an Kapazitätsgrenze stossen
Angesichts massiv steigender Corona-Fallzahlen rechnet die Genfer Virologin Isabelle Eckerle damit, dass die Spitäler in der Schweiz rasch wieder an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Die Spitäler dürften die Auswirkungen der Zunahme erst mit Verzögerung spüren.

Das Labor am Unviversitätsspital Genf arbeite beinahe wieder rund um die Uhr, sagte Eckerle in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Noch verfüge das Spital über genügend Testmaterial. Aber der Bedarf sei weltweit hoch. Bald könne das Spital vielleicht nicht mehr alle testen, die getestet werden sollten.

Es brauche jetzt zusätzliche Massnahmen. Sie habe überhaupt kein Verständnis dafür, das derzeit immer noch über den Nutzen von Masken diskutiert werden müsse. Es sei bekannt, dass Masken einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung leisten könnten.

Es gehe darum, alle vermeidbaren Kontakte zu verringern. Konkret heisse das: Home-Office, keine grossen Veranstaltungen, keine grossen Feiern im privaten Bereich. Und wenn man sich mit Freunden dennoch treffen wolle, dann lieber im Freien bei einem Spaziergang. Das sei besser, als im Café zu sitzen.

Sitzungen im Büro sollten kurz gehalten werden. Und die Räume seien regelmässig zu lüften. Es brauche behördlich verordnete Massnahmen ebenso wie die vielen kleinen Dinge, die jeder Einzelne selbst beitragen könne. Bund und Kantone sollen es zum Beispiel ermöglichen, dass sich Personen rasch testen lassen könnten. (sda)
5:16
Neuer Höchstwert: 7334 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 7334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Vortag war mit 6638 neuen Fällen der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Freitag 4516 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 655 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 329 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (8.10.) hatte der Wert noch bei 487 (239 beatmet) gelegen, in der Woche davor (1.10.) bei 362 (193 beatmet). Rund 8700 Intensivbetten sind in Deutschland derzeit jedoch noch frei. (sda/dpa)
3:04
Remdesivir hat kaum Einfluss
epa08748647 A medicine containing the agent remdesivir is shown by a health worker at the Institute of Infectology of Kenezy Gyula Teaching Hospital of the University of Debrecen in Debrecen, Hungary, 15 October 2020. The drug developed by the Budapest, Hungary, based Chemical Works of Gedeon Richter Plc., a pharmaceutical company, is administered to novel coronavirus patients in serious condition as a clinical test to stop the replication of the virus.  EPA/Zsolt Czegledi HUNGARY OUT
Das Medikament Remdesivir des US-Konzerns Gilead Sciences hat laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen substanziellen Einfluss auf die Heilung von Covid-19-Patienten. Das berichtete die «Financial Times» am Donnerstag. Dies sei das Resultat einer klinischen Studie. Die WHO wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies darauf, dass die Ergebnisse der Studie noch nicht öffentlich seien.

Unter anderem US-Präsident Donald Trump war nach seiner Ansteckung mit dem Coronavirus mit Remdesivir behandelt worden. Nach einer Anfang diesen Monats veröffentlichten US-Studie verkürzt Remdesivir die Genesung von Covid-19-Patienten um fünf Tage im Vergleich zu Erkrankten, die die Arznei nicht bekommen haben. (sda/reuters)
2:02
Positive Zwischenbilanz bei chinesischem Impfstoff
epa08746323 A nurse holds a syringe containing flu vaccine at a free mobile clinic in Lakewood, California, USA, 14 October 2020. Flu vaccine manufacturers have increased production in anticipation of this year's flu season.  EPA/ETIENNE LAURENT
Einer der vielversprechendsten chinesischen Impfstoff-Kandidaten hat in Tests mit Menschen die Produktion von Antikörpern ausgelöst und ist bislang frei von Nebenwirkungen. Das berichten Forscher.

Der Impfstoff «BBIBP-CorV» ist vom Pekinger Institut für biologische Produkte entwickelt worden. Anerkannt wird er erst, wenn er erfolgreich die Phase-III-Studien durchläuft. «BBIBP-CorV» ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation einer von mindestens zehn Impfstoffen, die mit der «Phase-III» begonnen haben.

In Grossbritannien wächst derweil laut einem Bericht des medizinischen Online-Fachmagazins «Pulse» die Zuversicht, schon im Dezember einen Impfstoff anwenden zu können. Dies werde derzeit zwischen dem Nationalen Gesundheitsdienst und dem britischen Ärzteverband erörtert. Eine Person habe die Chance für die Verfügbarkeit eines Impfstoffs im Dezember mit 50 zu 50 bewertet. (sda/reuters)
0:42
EU-Länder wollen bei Corona-Bekämpfung enger zusammenarbeiten
Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen in ganz Europa haben die Staats- und Regierungschefs der EU eine intensivere Zusammenarbeit bei der Pandemiebekämpfung vereinbart. In einer Erklärung nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel sprachen sie sich in der Nacht zu Freitag für eine bessere Koordination bei den Quarantänevorschriften, der grenzüberschreitenden Kontaktverfolgung sowie bei Teststrategien, dem Aufbau von Impfkapazitäten und Reisebeschränkungen aus. Die derzeitige Situation sei «beispiellos» und gebe «Anlass zu ernsthafter Besorgnis».

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte nach den Beratungen, es gehe darum, ein ungebremstes Wachstum der Infektionszahlen zu verhindern. Deshalb werde es künftig regelmässigere Konsultationen auch über Video geben. «Die Frage, wie wir aus dieser Pandemie herauskommen, die entscheidet über die Gesundheit von ganz vielen Menschen. Die entscheidet über die Frage: Wie viele Menschen müssen sterben? Und sie entscheidet auch über unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit», betonte die CDU-Politikerin. (sda/dpa)
23:36
Zahl der Corona-Infektionen in Israel übersteigt Marke von 300'000
File - In this Monday, July 27, 2020 file photo, Israeli medical workers operate a ventilation machine on a training mannequin during an exercise of the new COVID-19 department at Rambam Hospital in the northern Israeli city of Haifa, Israel. The Israeli military opened a new coronavirus unit in a converted parking garage at the hospital in a first-of-its-kind effort by the army to assist the country's overloaded health care system, Sunday, Oct. 11, 2020. (AP Photo/Oded Balilty, File)
In Israel haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie mehr als 300'000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Donnerstagabend 300'201 Infektionen registriert. Mehr als 200'000 Fälle waren in dem Land am 23. September und mehr als 100'000 Fälle am 21. August ausgewiesen worden. Israel hat rund neun Millionen Einwohner.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers gilt seit dem 18. September und mindestens bis Sonntag ein zweiter landesweiter Lockdown mit strikten Regeln wie Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt zeichnete sich ab, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt. In Israel starben bislang 2127 Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion. (sda/dpa)
22:59
Trump verbreitet in Pandemie falsche Aussage zu Masken
President Donald Trump speaks during a campaign rally in Greenville, N.C., Thursday, Oct. 15, 2020. (AP Photo/Karl DeBlaker)
Auch nach seiner inzwischen überstandenen Covid-19-Erkrankung zieht US-Präsident Donald Trump den Sinn von Masken im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Zweifel - mit falschen Aussagen. «85 Prozent der Menschen, die eine Maske tragen, fangen es sich ein», sagte Trump am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt in Greenville im US-Bundesstaat North Carolina. Er verwies dabei fälschlicherweise auf Daten der Gesundheitsbehörde CDC. Tatsächlich hatten nach einer CDC-Untersuchung 85 Prozent einer Gruppe von Coronavirus-Infizierten im Juli angegeben, sie hätten in den 14 Tagen zuvor oft oder immer eine Maske getragen.

Stoffmasken schützen nach Einschätzung von Experten andere Personen vor infizierten Trägern eines Mund-Nasen-Schutzes - nicht den Träger selber. Beim Wahlkampfauftritt am Donnerstag trugen Trump und die grosse Mehrheit seiner Anhänger keinen Mund-Nasen-Schutz. «Masken, keine Masken, Sie können alles tun, was sie wollen, aber sie brauchen trotzdem die Hilfe vom Boss», sagte der Präsident, der dabei in Richtung Himmel zeigte und sich offensichtlich auf Gott bezog.

Trump verwies auf Aussagen des führenden US-Gesundheitsexperten Anthony Fauci, der zu Beginn der Pandemie nicht zum Tragen von Masken geraten hatte. Als Trump Faucis Namen nannte, kam es zu vereinzelten Buh-Rufen. «Aber er ist ein netter Kerl, also behalte ich ihn in meiner Umgebung», sagte Trump. Der Republikaner unterstellte Fauci: «Er ist ein Demokrat, jeder weiss das.» Fauci hatte zuletzt dagegen protestiert, ohne seine Zustimmung in einem Wahlkampfvideo Trumps zitiert zu werden. Der renommierte Immunologe hat sowohl unter demokratischen als auch republikanischen Präsidenten gearbeitet.

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA stieg unterdessen mit fast 60 000 an einem Tag auf den höchsten Stand seit Anfang August. Am Mittwoch wurden rund 59 500 Menschen positiv getestet, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. Die Zahl der Todesfälle blieb demnach relativ stabil bei 985.

Insgesamt wurden in den USA der Universität zufolge seit Beginn der Pandemie 7,9 Millionen Infektionen gezählt, rund 217 000 Menschen starben. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen. (sda/dpa)
21:26
Spitzenwert: Mehr als 30'000 Corona-Neuinfektionen in Frankreich
epa08748379 French Prime Minister Jean Castex (2-R) and Mayor of Paris Anne Hidalgo (R) meet with medical staff at a COVID-19 test centre located in the former 4th district City Hall in Paris, 15 October 2020. France on October 14 became the latest European country to toughen anti-coronavirus measures, imposing a curfew in Paris and eight other cities from October 17.  EPA/LUDOVIC MARIN / POOL  MAXPPP OUT
In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 30 000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Donnerstagabend 30 621 neu erfasste Infektionen. Damit gab es einen neuen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der grossflächigen Corona-Testung in Frankreich. Zudem habe es gut 1200 neue Fällen gegeben, die in Krankenhäuser gebracht werden mussten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 33 125. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. Die Regierung hatte am Mittwoch die Wiedereinführung des Gesundheitsnotstands von diesem Samstag an angekündigt. In mehreren französischen Städten, darunter in Paris, gelten ab Samstag zudem von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens Ausgangssperren. Ausserdem sind private Feiern wie etwa Hochzeiten in Festsälen oder anderen öffentlichen Orten landesweit nicht mehr erlaubt. Zur Überwachung der Ausgangssperren in den Metropolen sollen rund 12 000 Polizisten eingesetzt werden. (sda/dpa)
20:56
Bereits elf Corona-Fälle in päpstlicher Schweizergarde
Rekruten der paepstlichen Schweizergarde nehmen am Sonntag, 6. Mai 2018 in der Peterskirche in Rom an der Messe teil, die der Vereidigung der neuen Schweizer Garde vorausgeht. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)
Im Vatikan sind sieben weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf elf, wie die Schweizergarde am Donnerstag mitteilte. Alle Infizierten seien isoliert worden, hiess es in der Mitteilung weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz.

Ein grösserer Corona-Ausbruch unter den Gardisten könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Dem Argentinier war im Alter von 21 Jahren wegen einer schweren Pneumonie ein Teil der rechten Lunge entfernt worden. Er gilt aber für sein Alter als relativ gesund.

Die katholische Medienplattform «Vatican News» hatte Anfang Oktober berichtet, dass die Gardisten wegen Corona zur «Vorsicht im Umgang mit dem Papst» aufgefordert worden seien. Mundschutz und Abstand seien geboten. Allerdings erzählte ein junger Mann, der zu seiner Rekrutenvereidigung (4. Oktober) interviewt wurde, dass Franziskus ihm auch schon die Hand gedrückt habe. (sda/dpa)
20:49
Unicef: Drei Milliarden können sich Zuhause Hände nicht waschen
hände waschen
Etwa drei Milliarden Menschen können sich nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef Zuhause nicht angemessen die Hände waschen. Damit würden Menschen auf der ganzen Welt einem erhöhten Risiko für das Coronavirus und andere Infektionskrankheiten ausgesetzt, teilte die Organisation am Donnerstag mit. Besonders schlecht stünden weniger entwickelte Länder da: Dort hätten fast drei Viertel der Menschen Zuhause keinen geeigneten Zugang zu Wasser und Seife. In städtischen Regionen im Afrika südlich der Sahara könnten sich 63 Prozent nicht angemessen die Hände reinigen. (sda/dpa)
20:30
Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Deutschland
ARCHIV - Die Zahl der mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 6638 Neuinfektionen - rund 1500 mehr als am Mittwoch. Bislang waren Ende März mit knapp 6300 Neuinfizierten die meisten registriert worden. Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 4059 Neuinfektionen mitgeteilt. Damit war zum ersten Mal seit April die 4000er Marke überschritten worden.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 655 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 329 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (8.10.) hatte der Wert noch bei 487 (239 beatmet) gelegen, in der Woche davor (1.10.) bei 362 (193 beatmet). Rund 8700 Intensivbetten sind in Deutschland derzeit jedoch noch frei.

Die Zahl der Coronatests schwankt seit Mitte August zwischen rund 1,1 Millionen und 1,2 Millionen pro Woche. Die Rate der positiven Tests ist nach RKI-Angaben vom Mittwochabend jedoch deutlich gestiegen: von 0,74 Prozent Ende August auf 2,48 Prozent in der Woche vom 5. bis 11. Oktober.

In mehreren Labors gebe es einen Rückstau, einige gaben laut RKI Lieferschwierigkeiten für Reagenzien an. «Das RKI erreichen in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befinden», schreibt das Institut im Lagebericht vom Mittwoch. Der zusätzliche Testbedarf durch Urlauber nach Einführung des Beherbergungsverbots mit der Option zu einer «Freitestung» habe die Situation weiter verschärft.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 341 223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9710. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 284 600 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Donnerstag bei 1,08 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,22 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (sda/dpa)
18:55
Steigende Coronazahlen: Polen verhängt weitere Einschränkungen
epa08747657 A Polish medical staff works at the COVID-19 testing lab in Warsaw, Poland, 15 October 2020. The number of confirmed coronavirus cases in Poland has increased since 14 October by 8,099 new infections, and reached 149,903, the Polish Ministry of Health said on 15 October morning.  EPA/Piotr Nowak POLAND OUT
Vor dem Hintergrund sprunghaft steigender Corona-Neuinfektionen führt Polen erneut massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens ein. «Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, um unser Gesundheitssystem zu verteidigen», sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Donnerstag in Warschau.

Ab Samstag werden mehr als 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Grossstädte, als sogenannte rote Zonen deklariert, in denen schärfere Auflagen gelten. Dort sind Hochzeitsfeiern künftig verboten, Schwimmbäder und Fitnessclubs werden geschlossen. Restaurants dürfen für Gäste nur von sechs bis 21 Uhr geöffnet haben, nach dieser Zeit können sie ihre Speisen nur zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen gehen wieder zu Fernunterricht über.

«Die Einschränkungen sollen uns vor einer weiteren Ausbreitung des Virus schützen, aber gleichzeitig möchten wir, dass die Wirtschaft soweit wie möglich funktioniert», sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki. Er war der Pressekonferenz per Video zugeschaltet, da er sich derzeit in Quarantäne befindet.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium bekannt gegeben, dass die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen erstmal die Marke von 8000 überschritten hatte. Innerhalb von 24 Stunden kamen 8099 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (1306). Im gleichen Zeitraum starben 91 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 3308 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.

Polen hat rund 38 Millionen Einwohner, etwa halb so viel wie Deutschland. Zum Vergleich: In Deutschland waren es nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 6638 Neuinfektionen. (sda/dpa)
18:33
Israel beschliesst Lockerungen der Corona-Beschränkungen
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu, center, arrives at the Israeli Knesset, or Parliament in Jerusalem ahead of the discussion of the peace treaty with the United Arab Emirates, Thursday, Oct. 15, 2020. (Alex Kolomoisky/Pool Photo via AP)
Benjamin Netanyahu
Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen will Israel seit fast einem Monat geltende Beschränkungen wieder lockern. Das sogenannte Corona-Kabinett beschloss am Donnerstagabend eine Reihe von Erleichterungen. Diese sollen am Sonntag in Kraft treten. Bedingung ist allerdings, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen nicht deutlich höher liegt als 2000. Zuvor war bereits eine Wiederöffnung des internationalen Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv von Freitag an beschlossen worden. Am Donnerstag meldete das israelische Gesundheitsministerium 2004 neue Fälle.

Von Sonntag an dürfen gemäss der neuen Entscheidung dann auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wird aufgehoben.

Versammlungsbeschränkungen gelten allerdings weiter - in Innenräumen dürfen sich nicht mehr als 10 und draussen nicht mehr als 20 Menschen versammeln. Auch Kindergärten und Schulen werden von Sonntag an wieder geöffnet, ebenso Naturparks und Strände. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers galt seit dem 18. September ein zweiter landesweiter Lockdown. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen konnte von mehr als 9000 am 30. September auf nun rund 2000 gedrückt werden. In Deutschland, das etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel hat, meldeten die Gesundheitsämter am Donnerstag 6638 Fälle in 24 Stunden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern nach offiziellen Angaben mindestens 299 502 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. 2109 Menschen starben bisher in Verbindung mit einer Corona-Infektion. (sda/dpa)
18:30
Trump trotz Zunahme der Neuinfektionen gegen neue Corona-Auflagen
epa08716542 US President Donald J. Trump walks off Marine One after landing at Walter Reed National Military Medical Center following his announcement that he and First Lady Melania tested positive for Covid in Bethesda, Maryland, USA, 02 October 2020. His positive test comes after months of the president paying down the severity of the pandemic that has killed 207,000 Americans and more than one million globally.  EPA/JIM LO SCALZO
Trotz zunehmender Corona-Neuinfektionen hat US-Präsident Donald Trump die Verhängung neuer Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie abgelehnt. «Wir werden keine neuen Lockdowns mehr machen», sagte Trump am Donnerstag in einem telefonischen Interview mit dem TV-Sender Fox Business. Die Lage in den USA sei gut, sagte Trump. Als es im Sommer in Florida und Arizona eine starke Zunahme der Infektionen gegeben habe, hätten die Bundesstaaten die Situation unter Kontrolle gebracht, sagte er.

Trump hat die erneute Stilllegung weiter Teile des öffentlichen Lebens, das Verhängen eines sogenannten Lockdowns, bereits häufig abgelehnt. In dem Interview wiederholte er auch seine Ansicht, wonach solche strengen Auflagen zu mehr Problemen führten, als sie lösten - darunter Selbstmorde und Gewalt. «Das Heilmittel darf nicht schlimmer sein als das Problem selbst», sagte er. Der Republikaner Trump griff auch erneut demokratische Gouverneure an, die sich für strengere Regeln einsetzten. Die Gouverneurin des Bundesstaats Michigan, Gretchen Whitmer, beschimpfte er dabei als «Diktatorin».

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA stieg mit fast 60 000 an einem Tag auf den höchsten Stand seit Anfang August. Am Mittwoch wurden rund 59 500 Menschen positiv getestet, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. Die Zahl der Todesfälle blieb demnach relativ stabil bei 985.

Insgesamt wurden in den USA der Universität zufolge seit Beginn der Pandemie 7,9 Millionen Infektionen gezählt, rund 217 000 Menschen starben. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen. (sda/dpa)
18:27
Trump wirbt vor Wahl für weiteres billionenschweres Konjunkturpaket
President Donald Trump points as he boards Air Force One, Wednesday, Oct. 14, 2020, at Andrews Air Force Base, Md. Trump is en route to Iowa. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
US-Präsident Donald Trump hat knapp drei Wochen vor der Wahl für ein weiteres riesiges Corona-Konjunkturpaket geworben. Er unterstütze «definitiv» auch ein Massnahmenbündel, das über die zuletzt von der Regierung vorgeschlagenen 1,8 Billionen US-Dollar (1,5 Billionen Euro) hinausgehe, sagte Trump am Donnerstag in einem telefonischen Interview mit dem TV-Sender Fox Business. «Mach es gross, oder lass es bleiben», sagte der Republikaner Trump.

Der Streit zwischen Demokraten und Republikanern um ein weiteres Konjunkturpaket dauert bereits seit Monaten an. Zuletzt bemühten sich Finanzminister Steven Mnuchin und die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, um einen Kompromiss. Neben den Differenzen von Regierung und Demokraten müssten auch die Vorbehalte mehrerer Republikaner im Senat gegen ein grosses Konjunkturpaket überwunden werden. Eine Einigung noch vor der Präsidentenwahl am 3. November schien daher zunehmend unwahrscheinlich.

Ein Konjunkturpaket bedarf der Zustimmung beider Parlamentskammern: Die Demokraten kontrollieren das Repräsentantenhaus, die Republikaner den Senat. Den Demokraten schwebt ein Paket in Höhe von mehr als 2 Billionen Dollar vor. Sie wollen unter anderem auch Bundesstaaten und Kommunen helfen, die wegen der Pandemie grosse Einnahmeeinbussen haben. Die Republikaner lehnen das ab. Deren Vorschlag, Arbeitgebern weitgehend Immunität für mögliche Corona-Klagen einzuräumen, stösst dafür bei Demokraten auf Ablehnung. Die Republikaner hatten auch vorgeschlagen, kleinere Teile zu verabschieden, bei denen Einigkeit besteht. Die Demokraten wollen nur ein umfassendes Paket akzeptieren.

Der US-Kongress hat seit März bereits Konjunkturpakete mit einem Volumen von rund drei Billionen Dollar auf den Weg gebracht, was mehr als zehn Prozent der Wirtschaftsleistung entspricht. Damit sollen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abgefedert werden. (sda/dpa)
18:13
Fast 9000 Corona-Neuinfektionen in Italien
epa08748061 People on board a bus during Covid-19 Coronavirus emergency, in Rome, Italy, 15 October 2020.  EPA/GIUSEPPE LAMI
Die Kurve der Corona-Infektionen in Italien steigt weiter rasant: Die Gesundheitsbehörden zählten in dem Mittelmeerland am Donnerstag mehr als 8800 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus. Das waren rund 1500 mehr als am Vortag. Zugleich wurde damit der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie im Februar erreicht.

In Italien werden allerdings inzwischen sehr viel mehr Tests als am Anfang der Pandemie gemacht, so dass viele Experten von einem direkten Vergleich der Werte mit der ersten Welle abraten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Rom registrierte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern am Donnerstag 83 neue Covid-19-Tote - fast doppelt so viele wie am Mittwoch.

Insgesamt stieg die Zahl der Infektionen mit Sars-CoV-2 auf fast 382 000 Fälle. Nachdem die täglichen Neuinfektionswerte im Sommer stark gesunken waren, gingen sie im Laufe des Oktobers plötzlich steil nach oben. Die Regierung hat wegen der beschleunigten Virus-Ausbreitung mehrfach Schutzmassnahmen wie die Maskenpflicht verschärft.

Am höchsten waren die Zahlen der Neuinfektionen am Donnerstag in der Lombardei, darunter Mailand, im Norden und in Kampanien im Süden mit Neapel. Die deutsche Regierung erklärte von Samstag an zwei Regionen in Italien zu Corona-Risikogebieten: Ligurien und Kampanien. (sda/dpa)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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