Feuer auf Militärbasis in Kanada brach auf Granaten-Schiessplatz aus
Das verheerende Feuer auf einem kanadischen Militärstützpunkt mit vier Toten und Dutzenden Verletzten ist während einer Übung mit scharfer Munition auf einem Granatwerfer-Schiessplatz ausgelöst worden. Das teilte Militärsprecherin Vanessa Hanrahan am Donnerstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mit, wie aus Videomitschnitten hervorgeht.
Bei dem Vorfall am Samstag auf dem Militärstützpunkt Wainwright in der Provinz Alberta im Westen Kanadas waren zudem 39 Militärangehörige verletzt worden. 13 von ihnen befinden sich demnach weiter in kritischem Zustand. Das Feuer habe sich innerhalb des Schiessplatzes auch aufgrund starker Winde ausgebreitet, sagte Hanrahan weiter. Feuerwehrleute hätten in dieses Gebiet, das als höchste Gefahrenzone gilt, nicht vordringen können. Anschliessend seien auch andere Teile des Stützpunktes erfasst worden.
Keine Gasleitungen beschädigt
Die bisherigen Ermittlungen hätten keine Hinweise darauf ergeben, dass bei dem Training Gasleitungen beschädigt worden seien und das Feuer dadurch ausgelöst worden sei. Warum überhaupt das Training auf der Anlage trotz hoher Waldbrandgefahr stattfand, sei auch Gegenstand der Ermittlungen, berichtete die Nachrichtenagentur The Canadian Press unter Berufung auf das Militär. (sda/dpa)
