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Militärbasis-Vorfall: England verdächtigt Iran und droht mit Sanktionen

Military personnel walk on runway at RAF Fairford, England, Friday, March 6, 2026. (Andrew Matthews/PA via AP)
US and Israeli attacks on Iran
Auf einer US-Militärbasis in England gab es einen Vorfall, verdächtige Männer wurden gefasst - verantwortlich sei dafür wohl Iran, sagt der britische Premier Andy Burnham.Bild: keystone (symbolbild)

Militärbasis-Vorfall: England verdächtigt Iran und droht mit Sanktionen

12.10.2026, 19:0612.10.2026, 21:21

Hinter dem Vorfall bei einer US-Militärbasis in England steckt nach Ansicht des britischen Premiers Andy Burnham mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Iran. «Ich kann unsere Einschätzung bestätigen, dass der Anschlag höchstwahrscheinlich im Iran koordiniert und mit ziemlicher Sicherheit von der Islamischen Revolutionsgarde des Iran geleitet wurde», sagte er im Parlament in London.

Burnham kündigte Sanktionen an. «Wir werden hart gegen den Einsatz krimineller Netzwerke durch den Iran vorgehen und unser gesamtes Spektrum an Befugnissen nutzen, um gegen diese Netzwerke und ihre Finanzströme vorzugehen.»

In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die USA, Kanada, Australien, Neuseeland sowie zahlreiche europäische Staaten, darunter Deutschland, als Reaktion auf die britische Einschätzung gewalttätige iranische Angriffe. Explizit genannt wurden in dem vom US-Aussenministerium geteilten Statement etwa tödliche Komplotte, Sabotage und Cyberangriffe.

Die Staaten betonten darin auch, dass sich der Vorfall Ende September in Grossbritannien nach einer Reihe von Attacken in Europa ereignet habe, die sich gegen Jüdinnen und Juden, iranische Journalisten und US-Interessen richteten und von der proiranischen Gruppierung Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia (HAYI) für sich reklamiert worden seien. «Jeder Versuch des Irans, Menschen in unseren Hoheitsgebieten durch Stellvertreter oder auf andere Weise zu bedrohen, zum Schweigen zu bringen, einzuschüchtern, zu schikanieren, ihnen Schaden zuzufügen oder sie zu nötigen, ist inakzeptabel», hiess es in der Erklärung.

Von Festnahmen bis Bomberabzug – was zuvor passiert ist

Ende September waren fünf Männer nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Gegen sie wird auch wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden. In den darauffolgenden Tagen wurden zwei weitere Verdächtige zwischenzeitlich festgenommen und dann ebenfalls unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt.

Das Pentagon zog Anfang des Monats überraschend alle Langstreckenbomber von dem Stützpunkt ab. US-Präsident Donald Trump sprach von Bedrohungen, ohne weitere Details zu nennen. US-Medien berichteten, dass die Sorge vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff der Grund dafür gewesen sei.

Es habe dringende Bedenken bezüglich eines potenziellen komplexen Angriffs - angeordnet von den iranischen Revolutionsgarden - gegeben, schrieb etwa das «Wall Street Journal» unter Berufung auf über die Angelegenheit informierte US-amerikanische und europäische Beamte. Der geplante Angriff war demnach Teil eines vielschichtigen iranischen Komplotts, der darauf abzielte, die Flugzeuge anzugreifen und Personal auf dem Stützpunkt RAF Fairford zu töten, darunter auch US-Piloten. (sda/dpa)

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