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Omans Aussenminister Badr al Busaidi: Kein Treffen zu Strasse von Hormus

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Badr al-Busaidi, Aussenminister von Oman, hier bei einer Rede vor der Vereinten Nationen, hat bekanntgegeben, dass ein für Montag geplantes Treffen zur Situation in der Strasse von Hormus geplatzt sei.Bild: keystone

Omans Aussenminister: Treffen zu Strasse von Hormus verschoben

14.09.2026, 00:4614.09.2026, 00:46

Das für diesen Montag geplante Aussenministertreffen der Staaten am Persischen Golf im Oman wurde nach Angaben aus Maskat verschoben. «Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben», teilte der omanische Aussenminister Badr al-Busaidi am späten Abend auf der Plattform X mit.

Berichten zufolge war ursprünglich geplant, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Strasse von Hormus vorstellen wollten.

Man setze sich weiterhin für «einen Dialog ein, der Stabilität und dauerhafte Zusammenarbeit» in der Region fördere, schrieb er weiter. Weitergehende Angaben zu Gründen und einem neuen Zeitpunkt für eine Zusammenkunft nannte al-Busaidi nicht. Ein Vertreter des iranischen Aussenministeriums bestätigte, dass Teheran und Maskat aufgrund einer gemeinsamen Entscheidung und «auf Wunsch einiger Länder der Region» vereinbart hätten, das Gipfeltreffen zu verschieben, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars mitteilte.

Spannungen im Vorfeld

Der Inselstaat Bahrain, der im Krieg massiven iranischen Raketenangriffen ausgesetzt war, hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, das Treffen zu boykottieren. Die anderen Golfstaaten seien lediglich eingeladen gewesen, um über die Einzelheiten der Vereinbarung informiert zu werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr vor der Absage des Treffens.

Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter einer der Golfstaaten, dass Saudi-Arabien Änderungen am omanisch-iranischen Vorschlag bezüglich der Strasse von Hormus eingereicht habe. Demnach habe Riad Bedenken geäussert, dass die vorgeschlagene Formulierung «effektiv einen neuen Status-quo in der Strasse etablieren könnte, der weder für Saudi-Arabien noch für die übrigen Golfstaaten akzeptabel wäre».

Auch das gut informierte Webportal «amwaj» berichtete im Vorfeld über Spannungen unter den geladenen Staaten. Die Vereinigten Arabischen Emirate etwa wollen nicht ihren Aussenminister schicken, sondern lediglich einen Staatssekretär.

Die Strasse von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge. Auch Flüssiggas und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert. Die Einschränkungen belasten die Weltwirtschaft und setzen US-Präsident Donald Trump unter Druck. (sda/dpa)

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