Genehmigung für Trumps Ballsaal-Projekt – Bau bleibt vorerst gebremst

epa12866164 A construction crane, erected for work on US President Donald Trump’s ballroom expansion, above the White House in Washington, DC, USA, 02 April 2026. The National Capital Planning Commiss ...
Trump plant einen riesigen Ballsaal im Weissen Haus.Bild: keystone

Genehmigung für Trumps Ballsaal-Projekt – Bau bleibt vorerst gebremst

02.04.2026, 22:1202.04.2026, 22:12

Der geplante Bau eines Ballsaals im Weissen Haus durch US-Präsident Donald Trump hat eine wichtige Hürde genommen: Die zuständige Planungsbehörde National Capital Planning Commission (NCPC) hat dem Vorhaben zugestimmt.

Trotzdem ist der Baustart weiterhin unsicher. Ein Gericht hatte zuvor verfügt, dass die Arbeiten ruhen müssen, bis auch der US-Kongress grünes Licht gibt. Laut NCPC-Sprecher Stephen Staudigl betrifft diese Entscheidung zwar nur die Bauphase, nicht jedoch den Planungsprozess. Dennoch könnte das laufende Verfahren den Zeitplan des Projekts erheblich verzögern. Trump strebt an, den Bau noch vor dem Ende seiner Amtszeit Anfang 2029 abzuschliessen.

Die Abstimmung der zwölfköpfigen Kommission, in der auch drei von Trump ernannte Mitglieder sitzen, war ursprünglich für März vorgesehen. Sie wurde jedoch verschoben, nachdem sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger – überwiegend Kritiker des Projekts – für Wortmeldungen angemeldet hatten.

Überarbeiteter Entwurf

Kurz vor der Entscheidung nahm die Kommission noch Änderungen am Entwurf des rund 8400 Quadratmeter grossen Anbaus zur Kenntnis. Trump liess unter anderem eine geplante monumentale Treppe an der Südseite streichen und ergänzte stattdessen eine offene Veranda auf der Westseite. Die Treppe war zuvor von Fachleuten als überdimensioniert und wenig funktional kritisiert worden.

Offizielle Gründe für die Anpassungen nannte der Präsident nicht. Nach Angaben des Weissen Hauses seien jedoch Rückmeldungen von Behörden, Gestaltungsgremien und aus der Öffentlichkeit in die Überarbeitung eingeflossen.

Kosten steigen deutlich

Die Kosten für den Ballsaal werden inzwischen auf rund 400 Millionen US-Dollar geschätzt. Das ist deutlich mehr als bei der ersten Ankündigung im vergangenen Sommer. Trump begründet das Projekt mit dem Bedarf an einem repräsentativen Empfangsraum, um Staatsgäste künftig nicht mehr in Zelten auf dem Gelände des Weissen Hauses empfangen zu müssen.

Bereits im Oktober wurde der Ostflügel des Gebäudekomplexes weitgehend ohne Vorankündigung abgerissen. Seither laufen vorbereitende Arbeiten sowie Bauarbeiten im Untergrund. Ein sichtbarer Baubeginn über der Erde ist frühestens im April vorgesehen.

Der geplante Ballsaal gilt als die umfassendste bauliche Veränderung am Weissen Haus seit mehr als sieben Jahrzehnten. (hkl)

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