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Ausgangssperre nach gewaltsamen Protesten im südirakischen Basra



Nach gewaltsamen Protesten haben die Sicherheitsbehörden in der südirakischen Stadt Basra am Donnerstagabend eine Ausgangssperre verhängt. Örtlichen Medien zufolge hatten Protestierende zuvor das Gebäude der Provinzregierung in Brand gesteckt.

Nach Augenzeugenberichten lag schwarzer Rauch über dem Viertel um das Regierungsgebäude. Auch andere öffentliche Gebäude sollen gebrannt haben. Der irakische Sender Al-Sumaria TV meldete am Abend auf seiner Website, die Behörden hätten «bis auf weiteres eine Ausgangssperre über die gesamte Provinz verhängt».

Eine zunächst angekündigte Ausgangssperre hatten die Behörden unter dem Druck der Bevölkerung noch zurückgenommen. Vor dem ursprünglich geplanten Beginn der Ausgangssperre um 15.00 Uhr waren Augenzeugen zufolge viele Protestierende aus Trotz auf die Strassen gestürmt. Die Sicherheitskräfte seien der grossen Zahl an Demonstranten nicht gewachsen gewesen.

Bereits seit Wochen kommt es in Basra zu Protesten. Allein seit dem Wochenende starben bei Unruhen 9 Menschen, 93 weitere wurden verletzt, darunter 18 Sicherheitskräfte. Obwohl die Provinz zu den erdölreichsten Regionen der Welt gehört, leidet sie wie auch der Rest des Landes unter massivem Strommangel. Für Wut sorgt zudem die Verschmutzung des Trinkwassers, an der Tausende erkrankt sind, sowie die im ganzen Irak grassierende Korruption. (sda/dpa)

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