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Gesundheit

Letzte Pockenbestände werden nicht vernichtet



The smallpox virus is shown in this 1975 electronmicrograph from the Centers for Disease Control. Computer simulations in 2002 are helping epidemiologists plan for a potential bioterrorist attack using smallpox as a weapon. (AP Photo/CDC)

Das Pocken-Virus. Bild: AP CDC

Die beiden letzten bekannten Bestände an Pockenviren werden vorerst weiter gelagert. Bei der Jahreskonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf sei keine Einigung darüber zustande gekommen, teilte ein Sprecher am Samstagabend mit.

Es solle nun eine Expertengruppe gebildet werden, bevor bei einer der nächsten Jahresversammlungen wieder über die Zerstörung der tödlichen Viren beraten werde.

Das Thema wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Einige Staaten befürchten, dass Pockenviren ausserhalb der beiden bekannten Labors auftreten oder beispielsweise durch Terroristen freigesetzt werden könnten. Die Bestände, die in den USA und in Russland lagern, könnten zur Forschung und der weiteren Entwicklung von Impfstoffen dienen.

Pocken gelten seit 1979 offiziell als ausgerottet. Die letzte natürliche Infektion wurde nach WHO-Angaben 1977 in Somalia registriert. 1978 kam bei einem Laborunfall im englischen Birmingham ein Mensch durch Pockenviren ums Leben. Zuvor existierte die Krankheit mehr als 3000 Jahre lang und forderte Millionen Menschenleben. Durch weltweite Impfprogramme wurden Pocken schliesslich ausgerottet. Dies gilt als einer der grössten Erfolge des öffentlichen Gesundheitssystems in der Menschheitsgeschichte. (sda/oku)

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