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US-Bürger wegen Selbstjustiz zu vier Jahren Haft verurteilt



Im Zusammenhang mit dem sogenannten «Pizzagate»-Fall hat ein US-Richter einen Mann zu vier Jahren Haft verurteilt, der bewaffnet den mutmasslichen Sitz eines angeblichen Pädophilenrings in Washington gestürmt hatte.

Damit blieb der Washingtoner Bundesrichter Ketanji Brown Jackson nur knapp unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Höchststrafe von fünf Jahren für Selbstjustiz.

Der 28-jährige Edgar Maddison Welch war Ende vergangenen Jahres von North Carolina nach Washington gereist, um selbst in dem von Medien propagierten Pizzagate-Fall zu «ermitteln». Die demokratische Kandidatin für das US-Präsidentenamt, Hillary Clinton, war im Wahlkampf von ihren Gegnern als Chefin eines Pädophilenrings bezeichnet worden, der sich in einem bekannten Pizzarestaurant in der Hauptstadt treffe.

Welch hatte daraufhin das Restaurant am 4. Dezember gestürmt und mit einem Gewehr um sich geschossen. Verletzt wurde niemand. Die Fake News über den Pädophilenring wurden unter anderem vom Sohn des kurzzeitigen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn verbreitet.

Flynn ist ein pensionierter Drei-Sterne-General und ein früherer Chef des Militärgeheimdienstes DIA. Wegen seiner dubiosen Russland-Kontakte musste er seinen Posten als Nationaler Sicherheitsberater aufgeben. (sda/afp)

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