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Der britische Moderator hat die Schweiz erneut scharf attackiert. Zurecht? screenshot: youtube

John Oliver attackiert die Schweiz – das sagt der Steuerexperte dazu

Der Schweizer Steueranwalt Thierry Boitelle wurde in der «Last Week Tonight»-Show einem Millionenpublikum vorgeführt. Im Interview erklärt er, was bei der Besteuerung von US-Multis falsch läuft – und wie die Welt gerechter wird.

19.04.18, 06:24 19.04.18, 14:33

Der Schweizer Steueranwalt Thierry Boitelle hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass er in der «Last Week Tonight»-Show von John Oliver einen derart prominenten Auftritt erhält.

Dabei ging es um ein knochentrockenes Thema: Die legalen Tricks, mit denen multinationale US-Konzerne wie Apple und Google Jahr für Jahr Milliarden an Steuern vermeiden.

Witzig und frech knüpfte sich der britische Moderator auch die Schweiz vor, aber sieh' am besten selbst:

Der sehenswerte Beitrag dauert eine gute Viertelstunde, gleich zu Beginn geht's um Thierry Boitelle und die Schweiz ... Video: YouTube/LastWeekTonight

Er sei «angenehm überrascht» über das grosse Interesse an dem Steuerthema, schreibt mir Thierry Boitelle, als ich ihn per E-Mail um ein Interview anfrage: «Vor ein paar Jahren wäre das nur eine Diskussion unter Steuer-Geeks wie mir gewesen».

Herr Boitelle, wie finden Sie John Oliver's Beitrag?
Thierry Boitelle:
Ich denke, er ist manchmal urkomisch und politisch unkorrekt, aber durchaus auf den Punkt gebracht. Ich bin beeindruckt, wie er mit vielen komplizierten internationalen Steuerfragen in so kurzer Zeit umgeht!

Sie werden in der Sendung als Schweizer Anwalt dargestellt, sind aber Niederländer, richtig?
Ich bin in den Niederlanden geboren und aufgewachsen, bin aber Schweizer Staatsbürger und praktiziere seit April 1999 Schweizer Steuerrecht.

«Der Schlüssel zu mehr Steuergerechtigkeit liegt nicht in den Händen von Beratern wie mir ...»

Sie helfen multinationalen Unternehmen, Steuern zu vermeiden. Warum ist das für Sie ein Traumjob?
Ich helfe auch Einzelpersonen, ihre Steuern in vernünftigen Grenzen zu halten. Es ist ein Traumjob, denn er erfordert Kreativität und Schnelligkeit in einem sich schnell verändernden Umfeld bei gleichzeitiger Anwendung von Recht, Wirtschaft und Zahlen. Genau das, was ich gerne mache.​

Thierry Boitelle. bild: ilf.ch

Die Reichen werden reicher, nicht zuletzt, weil sie sich die Steuervermeidungs-Tipps Ihrer Branche leisten können. Wo bleibt da die Steuergerechtigkeit?
Ich werde eher philosophisch antworten. Es stimmt, dass sich reiche Menschen und reiche Unternehmen teure Beratung leisten können, um Steuern zu sparen, was weniger reiche Menschen nicht können. Weniger reiche Menschen brauchen im Allgemeinen aber auch nicht viel Steuerberatung, da sie wenig Steuern zahlen.

An der Universität – das heisst vor langer Zeit – schrieb ich eine kurze Dissertation mit dem Titel «Back to the source». Darin geht es um die Förderung der quellenbasierten Besteuerung, die seitdem meines Erachtens immer noch wichtiger geworden ist. Der Schlüssel zu mehr Steuergerechtigkeit liegt nicht in den Händen von Beratern wie mir, sondern eher in den Händen der Regierungen und insbesondere der G20/G7 und der OECD.

Was muss sich konkret ändern?
Das Problem bei der Unternehmens- und Individualbesteuerung besteht meines Erachtens heute darin, dass die Besteuerung überwiegend auf dem Wohnsitz beruht. Und reiche Unternehmen und wohlhabende Personen können leicht in steuerlich attraktivere Jurisdiktionen umziehen, während zum Beispiel Sie und ich mehr daran gebunden sind, dort zu leben, wo wir einen Job finden können, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen.

Mittel- und Unterschicht sowie kleine und mittlere Unternehmen können in der Regel nicht zu einer niedrigeren Besteuerung übergehen. Einfache Mitarbeiter sind nicht mobil, aber Menschen, die von ihrem Reichtum leben, können sich entscheiden, überall auf der Welt zu leben, wo sie besseres Wetter, mehr Sicherheit, höheren Lebensstandard oder einfach niedrigere Steuern wollen.

Die Steueroase Schweiz wurde mit Bildern aus der Stadt Zug illustriert.  screenshot: youtube

Was wäre ein gerechteres Steuersystem?
Wenn wir zu einem System der Quellensteuer zurückkehren würden – was historisch gesehen ein Weltstandard war –, würden die Reichen immer noch Steuern zahlen, wo sie ihr Geld verdienen, unabhängig von ihrem Wohnsitz.

Gleiches gilt für Unternehmen. So kann eine reiche Person auf den Bahamas leben, oder Apple kann Vermögenswerte und Funktionen auf Offshore-Inseln verlagern, aber beide investieren und verdienen immer noch Geld in hoch entwickelten Ländern mit relativ hohen Steuern. Indem man sie an der Quelle besteuert, wird das ganze System viel gerechter!

Die Mehrwertsteuer ist übrigens auch eine schöne Form der Quellensteuer und der Konsumsteuer, aber sie gilt im Wesentlichen nur für einzelne Endverbraucher und nicht für Unternehmen. In vielen Industrieländern machen die Mehrwertsteuer und andere indirekte Steuern bereits mehr als 50 Prozent des staatlichen Einkommens aus. Einkommenssteuer und Vermögenssteuer sind nur geringe Einnahmequellen für Regierungen, das dürfen wir nicht vergessen.

Hat dieses Modell eine Chance?
Die Besteuerung an der Quelle ist das, was die meisten Entwicklungsländer bevorzugen, und ich glaube, die meisten lateinamerikanischen Staaten. Sie wird auch von der UNO gefördert, zum Beispiel in ihrem Modellsteuerabkommen.

Die entwickelteren Volkswirtschaften, die beispielsweise von der OECD vertreten werden, wenden Wohnsitzbesteuerungssysteme an, die behaupten, sie seien investitionsneutraler und unternehmensfreundlicher. Doch meiner Meinung nach führen sie zu der Art von Verzerrungen, auf die Sie sich beziehen, und schaffen eine Gruppe von sehr wohlhabenden, glücklichen, wenigen Einzelpersonen und multinationalen Unternehmen, weil sie mobil sind und sich dort ansiedeln können, wo die Steuern für sie am günstigsten sind.

John Oliver spielt in dem Beitrag die «Nazi-Gold in Schweizer Tresoren»-Karte. Selbst wenn dies nicht zur aktuellen Steuerproblematik passte. screenshot: youtube

Was müsste sich bei der Besteuerung von Apple, Google und Co. grundlegend ändern?
Ich persönlich denke, dass Unternehmen nur juristische Fiktionen sind. In Wirklichkeit sind es Kooperationen zwischen Mitarbeitern (Arbeit) und Investoren (Kapital). Wenn die Arbeitnehmer und Investoren ausreichende Einkommenssteuern zahlen, sehe ich nicht ein, warum Unternehmen darüber hinaus Steuern zahlen sollten. Ich würde lieber alle Unternehmen als steuertransparent behandeln und die Arbeitnehmer auf ihre Gehälter und die Investoren/Aktionäre auf ihren Teil des Gewinns besteuern.

Welchen Einfluss hat Trumps Steuerreform?
Das amerikanische Steuersystem hat die US-Multis ermutigt oder sogar gezwungen, sich an einer der aggressivsten Unternehmenssteuerplanungen zu beteiligen. Ich glaube, dass die Trump-Steuerreform einige der stärksten Anreize für ein solches Verhalten beseitigt, so dass ich erwarten würde, dass die US-Multis ihre Steuerplanung weniger aggressiv angehen.

Realistischerweise wird es aufgrund des BEPS-Projekts der OECD, ähnlicher EU-Initiativen und der US-Steuerreform dazu kommen, dass Unternehmen in den Ländern, in denen sie tatsächlich Gewinne erzielen, mehr Steuern zahlen werden. Für mich macht das Sinn, da es der wirtschaftlichen Realität folgt und meine Vorstellung von steuerlicher Transparenz für Unternehmen realistischerweise in absehbarer Zeit nicht umgesetzt wird.

Bonus: User-Frage

Die Äusserungen des Schweizer Steueranwalts haben zu angeregten Diskussionen in der Kommentarspalte geführt.

watson-User Geo1 schreibt, ihn würde würde brennend interessieren, wie genau Thierry Boitelle dazu stehe, «ein Rädchen in dem System zu sein, das er kritisiert».

Also haben wir den Steueranwalt gefragt. Seine Antwort:

«Persönlich akzeptiere ich das derzeitige System der Wohnsitzbesteuerung als Ergebnis demokratischer Prozesse und ich habe viel Spass mit dem derzeitigen System! Plus eine gute Arbeit ...»

Ja, das ist, wie zu erwarten, diplomatisch formuliert. 😉

Weiter sagt Boitelle, er kritisiere nicht wirklich das gegenwärtige System. Aber wenn man Unternehmen dafür kritisiere, dass sie «ihren fairen Anteil» an Steuern nicht bezahlen, dann stelle sich die Frage, was Unternehmen wirklich seien und warum sie Steuern bezahlen sollen. «Für mich geht es vielmehr darum, dass Mitarbeiter und Investoren einen fairen Anteil bezahlen.»

Der Steuerexperte ruft in Erinnerung, dass das System über demokratische Prozesse geändert werden könne.

«Wenn man mich fragt, warum die Reichen reicher werden, kann ich darauf hinweisen, dass dies Teil der demokratischen Entscheidungen ist, die wir für eine Besteuerung auf der Grundlage des Wohnsitzes anstelle einer Besteuerung auf der Grundlage der Einkommensquelle getroffen haben. Die Wohnsitzbesteuerung in Verbindung mit dem Steuerwettbewerb zwischen den Ländern weltweit führt zu einer Verzerrung unseres westlichen Sozialstaatsmodells.»

Das sei eine objektive und keine subjektive Beobachtung, die er mache, betont Boitelle. Und, ganz Anwalt, fügt er an:

«Meiner Ansicht nach würde die quellenbasierte Besteuerung einen Teil der Diskrepanzen beseitigen. Und gleichermassen einen Teil der Anreize für reiche Menschen und reiche Unternehmen, in Niedrigsteuerländer zu ziehen.
Ich plädiere nicht unbedingt für ein System gegenüber dem anderen, sondern weise nur darauf hin, wo einige der Probleme herkommen und wo Lösungen gefunden werden können, wenn die Menschen Veränderungen wünschen und echte Lösungen umsetzen wollen.»

Die Fragen wurden schriftlich beantwortet, mithilfe des DeepL-Translators aus dem Englischen übersetzt und zur besseren Verständlichkeit leicht bearbeitet.

Hier gibts den ganzen Beitrag aus der «Last Week Tonight»-Show 

Video: YouTube/LastWeekTonight

Bleibt anzumerken, dass der in John Olivers Show gezeigte Interviewausschnitt mit Thierry Boitelle von einem TV-Interview zur Sendung «60 Minutes» aus dem Jahr 2011 stammt.

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 19.04.2018 20:22
    Highlight Nunja, es gäbe ja die MWSt. - die können Unternehmen schlecht umgehen. Aber die ist in der Schweiz ja auch so praktisch tief, dass Unternehmen hohe Gewinne einfahren können.
    Würde die MWSt. auf 20 Prozent erhöht, könnten die Gesundheitskosten zur Hälft bezahlt werden. Ein gutes Geschäft für alle Haushalte, deren reine Konsumausgaben unter 160'000 Franken pro Jahr liegen.
    1 13 Melden
    • Watson=Propagandahuren 19.04.2018 21:22
      Highlight "Nunja, es gäbe ja die MWSt. - die können Unternehmen schlecht umgehen."
      Die Mehrwertsteuer bezahlst du, nicht die Unternehmen
      14 2 Melden
    • Ökonometriker 20.04.2018 07:24
      Highlight @Bull: und wer bezahlt die Gewinnsteuer? Auch der Konsument über die Gewinnmarge, die das U' auf das Produkt schlägt.

      Da die Unternehmen heute sehr stark spezialisierte Produkte haben, sind sie oft quasi-monopolisten und setzen als solche den Preis gewinnmaximierend. Damit würden sie auch bei höheren Konsumsteuern den Preis nicht erhöhen. Und am Ende würde in beiden Fällen der Konsument eben genau NICHT mehr bezahlen, sondern die Aktionäre weniger Dividenden bekommen.

      Das lässt sich empirisch gut belegen - auch wenn es die Wirtschaft nich wahrhaben will.
      3 2 Melden
    • swisskiss 20.04.2018 08:03
      Highlight Wo ist ein Quasimonopol auf Grundnahrungsmittel, Dienstleistungen, Produktion, Transport, Verteilung?

      Weiss ja nicht was Du von volkswirtschaftlichen Grundsätzen verstehst, aber eine 20% Preiserhöhung eines Gutes auf jedem Schritt von Produktion über Transport bis Verkauf als für den Konsumenten vorteilhaft zu bezeichnen, ist nur noch absurd und offenbart ein erschreckendes Unwissen über ökonomische Regeln,

      Bring mal Deine empirische Beweise am Beispiel eines Brotes oder einer Tasse Kaffee.

      Grausam, was Du hier behauptest.
      7 0 Melden
    • Ökonometriker 20.04.2018 08:49
      Highlight @swisskiss: einfache Lösung 1: geh' nach Deutschland. Die haben 20 Prozent MWSt. Schau was die Güter dort kosten. Wenn Du die Lohnkosten einrechnen willst, zieh die Detailhändlermarge von 3.5 Prozent ab.

      Einfache Lösung 2: schau den Weltmarktpreis für Kaffee an. Schau, wie viel mal mehr von den Konsumenten in der Schweiz verlangt wird.
      2 0 Melden
    • swisskiss 20.04.2018 10:21
      Highlight Hab mir schon gedacht, dass es "einfache Lösungen" sind, die kein empirischer Beweis sind.

      D mit der CH zu vergleichen ist so absurd, wie wenn man mit einem Entwicklungsland als Beispiel argumentiert.

      Und gleich nochmals so "einfach": Den Wert von 7 Gramm Kaffeepulver als "Beweis" anzuführen, ohne die wahren Kosten zu berücksichtigen, zeigt mir ja wie völlig unwissend Du bist, was die Kosten einer Tasse Kaffe wirklich ausmachen.

      Informier Dich dich bitte, was nur schon 1% Mehrwertsteuererhöhung für unsere Volkswirtschaft und Konsumenten bedeutet, statt "einfache Lösungen" zu propagieren.
      1 2 Melden
    • Sophia 20.04.2018 13:27
      Highlight swisskiss, ich bin völlig auf Seiten des Ökonometriker! Mehrwerststeuer ist die gerechteste Steuer überhaupt. Wer viel verbraucht, zahlt viel. Aber das versteht offenbar kein Mensch, wie ich in früheren Foren schon erfahren musste. Dem Ökonometriker ist wahrscheinlich völlig klar, dass man nicht einfach die MwSt erhöhen kann, ohne anderswo einen Ausgleich zu schaffen. Es geht vor allem darum, den Bürger, der nichts verbergen kann, mit dem Grosskapitalisten rechtlich gleichzustellen, also um Steuergerechtigkeit. Die Quellensteuer ist auch eine Möglichkeit, aber damit muss auch ein Ausgleich her.
      2 1 Melden
  • Christian Mueller (1) 19.04.2018 15:16
    Highlight Leider ist unser demokratisches System ja korrupt und einige Parteien werden von genau diesen Finanzinstituten gefüttert, die man anders besteuern sollte. Hier beisst sich die Sache in den Schwanz... Also haben wir eben keine oder kaum demokratische Mittel, diesem Diebstahl ein Ende zu setzen.
    13 11 Melden
    • Ueli der Knecht 19.04.2018 20:20
      Highlight Ich glaube du hast das Verb verwechselt. Es geht doch nicht um "beissen" sondern vielmehr um "lutschen" - Circle-Jerking. Sich im Kreis herum gegenseitig befriedigen.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Circle_jerk
      2 3 Melden
    • swisskiss 20.04.2018 08:19
      Highlight Selbstverständlich gibt es Mittel gegen solche Intransparenz, die bis zur verdeckten Korruption geht.

      Nennt sich Transparenz bei Parteienfinanzierung, Offenlegung der finanziellen Zuwendungen von Abstimmungskommitees und Unterstützungskomitees.

      Generelle Regeln zur Offenlegung sind vorhanden bei der Pflicht zur Offenlegung von Interessenbindungen und Einkommen aus Nebenerwerbstätigkeiten der Parlamentarier, der Offenlegung von Lobbyverbindungen und Zutrittsgewährung zum Bundeshaus.

      Uns selbstverständlich haben wir die Mittel, solche Auswüchse zu bekämpfen!

      Nennt sich Wahlen.
      5 0 Melden
  • Ueli der Knecht 19.04.2018 13:12
    Highlight "Ich persönlich denke, dass Unternehmen nur juristische Fiktionen sind. In Wirklichkeit sind es Kooperationen zwischen Mitarbeitern (Arbeit) und Investoren (Kapital)."

    Fiktion ja; es ist eine sehr suggestive Verschleierung. Dazu zählt auch der nebulöse Begriff "Kooperation". Es ist doch vielmehr nett verkleidete moderne Sklaverei. Da nützt alles Schönreden nichts.
    14 7 Melden
  • Geo1 19.04.2018 12:00
    Highlight Ein interessantes Interview, in dem Thierry Boitelle einige überraschend gute Ideen aufzeigt. Leider kann die schriftliche Befragung ein kritisches Interview nicht ersetzen. Mich würde etwa brennend interessieren, wie genau er dazu steht, ein Rädchen in dem System zu sein, das er kritisiert.
    21 1 Melden
    • @schurt3r 19.04.2018 12:37
      Highlight Danke fürs Feedback!
      Dem ist sicher so.

      Werde ihn gleich fragen ;-)
      13 1 Melden
    • @schurt3r 19.04.2018 14:28
      Highlight Thierry Boitelle hat geantwortet.
      Ich habe das Interview ergänzt:

      Siehe: «Bonus: Leser-Frage» ;-)
      20 2 Melden
  • Don Alejandro 19.04.2018 11:55
    Highlight In Delaware gibt es eine Adresse, an welcher 285'000 Firmen registriert sind (Quelle FAZ). Das imaginäre Hochhaus, welches wohl bis zum Mond reichen sollte, steht aber nicht in physischer Präsenz vor Ort. Spass beiseite, Steueroasen sollten ausgetrocknet werden, aber bitte weltweit. Ansonsten geht es den Politikern einzig nur um den eigenen Standortvorteil.
    27 2 Melden
  • refree 19.04.2018 11:49
    Highlight Das Problem beim heutigen System ist doch, dass auf der einen Seite die Unternehmen so praktisch dazu gezwungen werden, dieses Spiel zu spielen, um international Steuern zu sparen. Würden sie es nicht tun, hätten sie einen grossen Nachteil gegenüber den Unternehmen, die es tun. Auf der anderen Seite bringt es die Länder in einen sinnlosen Steuerwettbewerb. Die einzige Lösung für dieses Problem wäre es, das Steuersystem weltweit (oder zumindest in den entwickelten Ländern) zu vereinheitlichen. Damit würde der ewige Kampf um Steuervorteile entfallen und die Welt würde viel gerechter werden.
    30 7 Melden
    • saukaibli 19.04.2018 13:02
      Highlight Dieses Spiel mitspielen können aber nur grosse, internationale Konzerne. KMUs werden dadurch massiv benachteiligt. Schlussendlich wird durch die Möglichkeit dieser Art von Steuervermeidung die Wirtschaft geschwächt, weshalb es sich auch nicht mehr lohnt in die Realwirtschaft zu investieren. Börsenspielchen und anderes Rent-Seeking ist viel lukrativer.
      10 3 Melden
    • Sophia 20.04.2018 13:38
      Highlight Richtig, refree, und jeder denkende Unternehmer sollte sich echte und gerechte Steuern und Gesetze wünschen, denn dann wäre er nicht zu teueren Rochaden des Steuerstandortes und auf nicht ganz billige Steuerberater angewiesen und könnte sich auf sein Geschäft konzentrieren! Mit löcherischen Gesetzen werden Milliarden vergeudet!
      Makroökonomisch würde gleiches Recht für alle allen Nutzen bringen und nicht nur einigen Oasen!
      2 0 Melden
  • Gavi 19.04.2018 11:48
    Highlight Naja! Er sollte lieber einmal vor seiner eigenen englisch Hautür wischen!
    Vermutlich hat schon länger niemand mehr von ihm Notiz genommen. Dann verwendet man bei solchen Entzugserscheinungen schon einmal etwas absurdere Mittel um sich bemerkbar zu machen!
    Er sollte sich mal auf den Kanalinseln umsehen (Jersey, Guernsey). Da läuft was mit Geld waschen, kann ich Euch sagen. Der Boden der Inseln gehört der Queen aber sie sind selbst verwaltet, haben eigenes Geld und wollen sonst nichts mit GB zu tun haben. JO soll da mal vorbei schauen und dann auf anderen Ländern rumhacken!
    13 17 Melden
    • Ville_16 19.04.2018 13:26
      Highlight Die City of London wär auch noch so ein Beispiel...
      6 1 Melden
    • Herr Ole 19.04.2018 16:32
      Highlight Kommen Sie von den Kanalinseln? Falls nicht, dürften Sie nach Ihrer eigenen Logik diese nämlich nicht kritisieren...
      7 7 Melden
    • exeswiss 19.04.2018 20:08
      Highlight @gavi wenn du die folge anschauen würdest, würdest du sehen, dass er genau auf die jersey inseln eingeht...
      2 0 Melden
    • supremewash 19.04.2018 20:58
      Highlight Da zieht sich jemand aber gleich ins humoristische Reduit zurück! Bei JO kriegt jeder sein Fett weg, beim Thema Steuerflucht die Schweiz auch völlig verdient.
      7 2 Melden
    • Sophia 20.04.2018 13:43
      Highlight Gavi, du darfst auch die Briten kritisieren! Du darfst denen auch beim Wischen vor ihren Türen helfen, aber verschone uns bitte mit diesen nationalistischen Bemerkungen, damit erreicht man niemals internationale Zusammenarbeit, die nötig wäre, die weltweiten Steuerprobleme wirklich anzugehen!
      3 1 Melden
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 19.04.2018 11:25
    Highlight Sehe ich genauso. Die klassische Unternehmensgewinnsteuer finde ich idiotisch. Bei FB und Alphabet würde ich die Werbeeinnahmen beim Nutzer mit einer MWST besteuern.

    Unser heutiges System bevorteilt ausländische Unternehmen. Starbucks bezahlt zum Beispiel tiefere Steuern als ein Kaffee von einem Kleinunternehmer.

    Eine Änderung wird schwierig, da viele Menschen glauben, dass sie die MWST bezahlen und die Unternehmensgewinnsteuern der Aktionär.
    2 6 Melden
  • Herz schlägt links 19.04.2018 10:22
    Highlight Steuersysteme bleiben solange Mittel für Wettbewerbsfähigkeit unter Staaten im Kapitalismus bis der letzte Tropfen Wasser den Rhein hinter in der Nordsee angekommen ist. Die kleine Schweiz ist daher gut positioniert und hat grossen Spielraum in beide Richtungen.
    7 10 Melden
  • Alnothur 19.04.2018 10:02
    Highlight Olivers Gefrotzel habe ich mir nicht angetan - kennt man ja inzwischen zur Genüge...

    Aber das Interview ist top. Ich denke das Problem bei der Quellenbesteuerung ist aber - wie leider so oft - der Sozialstaat. Wenn Einnahmen/Gewinne/usw. dort versteuert werden, wo sie anfallen (was ich eigentlich auch gut finde), aber der Sozialstaat nach Wohnsitz funktioniert (wie auch sonst?) wird das Ungleichgewicht ja auch nur wieder verschoben?
    11 60 Melden
    • lilie 19.04.2018 10:15
      Highlight Dazu gibts ja die Ausgleichszahlungen, oder? 🤔
      15 3 Melden
    • mostlyharmless 19.04.2018 10:19
      Highlight Au contraire – Olivers Gefrotzel kennt man viel zu wenig. Solide journalistische Arbeit, mitunter mit recht viel Impact auf Gesellschaft, Politik und Corporate America.
      61 9 Melden
    • Flötist 19.04.2018 10:25
      Highlight Was für Gefrotzel? Oliver liegt allermeistens richtig.
      39 8 Melden
    • Hierundjetzt 19.04.2018 11:25
      Highlight Lili: Weltweite Ausgleichszahlungen? Nein, gibt es nicht.

      Das gibts nur national und kantonal.

      Daher hat Alnothur eben schon recht. Wohnsitz und Sozialstaat sind zwei verschiedene paar Schuhe.
      6 0 Melden
    • lilie 19.04.2018 13:53
      Highlight @Hierundjetzt: Aber ist doch auch eher die Ausnahme, dass jemand in der Schweiz arbeitet, aber in Finnland Arbeitslosengeld/Rente bezieht?
      1 5 Melden
    • Hierundjetzt 19.04.2018 14:31
      Highlight Wir sprechen aber von den top 10%. Nicht vom lustigen hierundjetzt oder der lilie.

      Da ist eher die Regel, dass ich wohnhaft in der Schweiz bin und mein Geschäft im Ausland habe. Oder umgekehrt.

      Gerne verweise ich auf die Panama Papers.
      4 1 Melden
    • lilie 19.04.2018 15:27
      Highlight @Hierundjetzt: Also geht es um die Firmenbesitzer? Das sind aber nicht gerade viele... Können die wirklich das System kippen?
      3 0 Melden
    • Herr Ole 19.04.2018 16:35
      Highlight Wo viele Gewinne anfallen, wohnen in der Regel auch viele Leute. Somit gleicht sich das Ganze bereits ziemlich aus, meiner Meinung nach sogar mehr als mit Wohnsitzbesteuerung.
      1 0 Melden
  • Snowy 19.04.2018 09:49
    Highlight "Ich persönlich denke, dass Unternehmen nur juristische Fiktionen sind. In Wirklichkeit sind es Kooperationen zwischen Mitarbeitern (Arbeit) und Investoren (Kapital). Wenn die Arbeitnehmer und Investoren ausreichende Einkommenssteuern zahlen, sehe ich nicht ein, warum Unternehmen darüber hinaus Steuern zahlen sollten. Ich würde lieber alle Unternehmen als steuertransparent behandeln und die Arbeitnehmer auf ihre Gehälter und die Investoren/Aktionäre auf ihren Teil des Gewinns besteuern."

    Dies würde zusammen mit der Quell-basierten Steuer alles unglaublich vereinfachen und gerechter machen.
    16 8 Melden
    • swisskiss 19.04.2018 10:33
      Highlight Oh, Snowy! Die 20 grössten börsenkotierten Schweizer Firmen betrachten und merken, dass die Hauptaktionäre dieser Firmen nicht in der Schweiz steuerpflichtig sind.

      Zwingen wollen? Aktie in der Schweiz dekotieren und an anderen Börsenplatz wechseln.

      Und dann? Schweizer Börsenplatz zerstören.

      Ueberleg nochmals Deine Idee, So ganz ausgereift ist das wirklich nicht.
      10 3 Melden
    • Snowy 19.04.2018 11:34
      Highlight Schreibe auch nirgends, dass dies besonders gut für den Schweizer Börsenplatz wäre.

      Internationale Steuergerechtigkeit und "gut für den CHer Börsenplatz" lassen sich nun mal schwer vereinen - da gebe ich Dir recht.

      Mag sein, dass ich in solchen Dingen etwas (zu) sehr philanthropisch veranlagt bin.

      Aw: Das jetzige Steuersystem nützt wenigen und schadet vielen (Individuen, Staaten, Unternehmen).
      6 2 Melden
  • flying kid 19.04.2018 09:46
    Highlight John Oliver ist in diesem Beitrag einfach nicht so ernst zu nehmen.
    Wo sind die Kanalinseln (Jersey, Guernsey) in seinem Beitrag? Wieso verliert er kein Wort über die Steuertricks in den USA? Nur z.B. Delaware ist weit bekannt als Steuerparadies.

    Ach ja ich vergass, der gute Herr ist Engländer und wohnt in den USA.
    Aber Hauptsache auf die Kleinen eingedroschen.
    22 41 Melden
    • lilie 19.04.2018 10:07
      Highlight Jersey wurde erwähnt. Nämlich da, wo der Firmenboss sagt, seine Firma würde kein Geld auf "karibische Inseln" abzügeln (aber, wie JO ausführt, eben nach Irland und Jersey im Ärmelkanal).

      JO hat absolut keine Mühe, "die Grossen" anzugreifen. Wenn man seine Arbeit kennt, weiss man das.
      56 6 Melden
    • pun 19.04.2018 19:08
      Highlight Der ganze Beitrag von Oliver ist eigentlich eine Kritik an der US-Steuerpolitik von Trump, aber Hauptsache aus falschem Nationalstolz heraus die Schweiz verteidigt.
      3 2 Melden
  • Peter Silie (1) 19.04.2018 09:42
    Highlight Naja nicht dass er unrecht hatte, dennoch wäre vielleicht eine Erwähnung der Britischen Inseln und Gibraltar etc. etwas realistischer oder selbstreflektierender gewesen... "Wer im Glashaus sitzt..."
    16 24 Melden
    • lilie 19.04.2018 10:21
      Highlight Er hat ja doch Irland erwähnt (mit dem kleinen Joke, dass er die Insel zuerst um 90 Grad gedreht zeigte - dann aber gedreht und im Kontext mit den andern britischen Inseln).
      15 1 Melden
    • swisskiss 19.04.2018 11:21
      Highlight Die Inseln Guernesy, Jersey und Isle of Man sind NICHT Teil der britischen Inseln, sind NICHT Teil Grossbritanniens und sind NICHT Teil der EU oder des Commonwealth.

      Diese 3 Inseln die sogenannten "Crown dependencies" sind Besitzungen der britischen Krone und direkt dem englischen Königshaus unterstellt.

      Richtige Adressatin für Kritik am Steuersystem wäre die Queen!
      14 1 Melden
    • Tenno 19.04.2018 11:33
      Highlight Irland ist nicht UK und nicht USA. Die Kritik bzgl. Kanalinseln und Delaware ist berechtigt.
      Mag Oliver auch, aber es ist als Brite in der USA das falsche Thema für Finger Pointing.
      2 4 Melden
    • lilie 19.04.2018 12:39
      Highlight Irland und Jersey gehören beide zu den britischen Inseln:

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Britische_Inseln
      3 1 Melden
    • Tenno 19.04.2018 16:12
      Highlight @swisskiss
      Ist ja schön und gut, diese Spezialbedingungen hat Grossbritannien aber schon beim Beitritt der EU in den 70ern ausgehandelt, um genau diese Offshore Oasen zu schaffen bzw. beizubehalten.
      Sie werden weiterhin ganz gut verdienen an diesen Inseln. Sowie auch an allen anderen Commonwealth Oasen.
      Fun Fact: die Königsfamilie kostet die Bürger je ca. 70p man könnte jetzt argumentieren, dass die königlichen Gebiete wohl zu wenig abwerfen ;-)
      0 0 Melden
    • swisskiss 19.04.2018 17:33
      Highlight Tenno: Selbstverständlich sind die Crown Islands de facto ein Teil Grossbritanniens und in erster Linie ein nettes Steuerschlupfloch, das man mit Verweis auf "königliche Rechte" nicht stopfen will.

      Mal abwarten, wie die EU auf dieses Konstrukt in Zukunft reagiert, wenn GB aus der EU austritt und Brüssel seine Spielkarten neu sortiert, um mit GB zukünftige Kooperationsabkommen zu verhandeln.

      Wenn man nur schon das Problem der Grenze Irland/ Nordirland betrachtet, kommt da Einiges auf GB zu.
      2 0 Melden
    • Tenno 19.04.2018 20:52
      Highlight Wenn ich mich nicht täusche gibt's schon Informationsaustausch nach Deutschland.
      0 0 Melden
  • Posersalami 19.04.2018 08:56
    Highlight Hat der werte Herr denn auch folgerichtig die hauseigenen Steuerparadiese angeprangert? Mit Nevada, Delaware und Wyoming sind die USA da selbst ja sehr gut aufgestellt.

    Oder ging es nur darum, den politischen Gegner zu diffamieren?
    19 29 Melden
    • Tsunami90 19.04.2018 11:49
      Highlight What about....
      9 5 Melden
    • D(r)ummer 19.04.2018 12:10
      Highlight Es ging um Steuerhinterziehung AUSSERHALB der USA.
      6 2 Melden
    • Posersalami 19.04.2018 12:32
      Highlight @Drummer: Ja, weil auch nur Steuerhinterziehung ausserhalb der USA ein Problem ist..

      NICHT
      3 6 Melden
  • Der Tom 19.04.2018 08:41
    Highlight Super! Danke für die gute Werbung.
    8 0 Melden
  • piedone lo sbirro 19.04.2018 08:28
    Highlight mit dem bankgeheimnis sind UBS/CS usw. nach wie vor die grössten offshore-oasen der welt, trotz kunden-informationsaustausch.

    das bankgeheimnis führt zu einem unkontrollierten masseneinwanderungs-tsunami in die steuer-hinterziehung. dies fördert die zuwanderung und kostet den schweizer mittelstand bzw. den ehrlichen steuerzahler milliarden - der mittelstand zahlt der steuerprivilegierten ausländerschicht die infrastruktur!

    https://www.srf.ch/news/wirtschaft/schweiz-bleibt-groesstes-offshore-finanzzentrum-der-welt
    37 44 Melden
    • rodman 19.04.2018 09:25
      Highlight Warum kostet der internationale Steuerwettbewerb den Schweizer Mittelstand Milliarden? Internationale Konzerne mit privilegierten Steuerstati zahlen 50% der direkten Bundessteuer und 20% der Kantons- und Gemeindesteuern bei den juristischen Personen. Sie benötigen aber verhältnismässig wenig Infrastruktur. Piedone, die zahlen faktisch zu einem grossen Teil Deine Steuern, die Du sonst zahlen müsstest.
      18 27 Melden
    • piedone lo sbirro 19.04.2018 10:29
      Highlight @rodman

      märchenstunde par excellence.

      reiche ausländer & ausländische konzerne (z.b. glencore) werden durch die steuergeschenkstrategie von SVP/FDP in die schweiz gelockt. sie kommen zu uns um noch weniger steuern zu zahlen!

      da sie immer weniger steuern zahlen, muss der mittelstand die milliardenkosten für den durch die zuwanderung nötigen infrastrukturausbau berappen!

      durch die expats steigen die wohnungspreise (z.b. zug) bzw. man spart bei der bildung um qualifizierte ausländer zu holen die die schweizer ersetzen.

      diese steuergeschenkstrategie ist der grösste treiber der zuwanderung.
      20 6 Melden
    • Maragia 19.04.2018 10:31
      Highlight Häää, sonst bist du ja auch immer für die Zuwanderung! Aber wenns um die Reichen geht, ja dann ist die Zuwanderung plötzlich nicht mehr ok?
      10 25 Melden
    • rodman 19.04.2018 14:27
      Highlight Piedone: ich glaube, du verstehst nicht, dass der steuerwettbewerb ein markt ist (ich weiss, den willst du nicht). Heisst: entweder haben wir 100 fr. steuersubstrat mit 100 bürgern bei einem steuersatz von 40% - oder wir haben 300 fr. steuersubstrat mit 103 bürgern bei einem steuersatz von 20%. Aus sicht dieser hundert bürger haben wir mehr steuerertrag bei tieferen eigenen steuern und verhältnismässig wenigen zusätzlichen infrastrukturkosten. Ich verstehe deine rechnung immer noch nicht, wonach der mittelstand die reichen quersubventioniert (was in fact das gegenteil der wirklichkeit ist).
      4 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.04.2018 19:24
      Highlight @rodman
      Ich denke wenn du die 3% an mehr Personen dem Steuersubstrat um den Faktor 3 gegenüberstellst, ist dies nicht von der Hand zu weisen und so auch richtig.
      Wenn aber diese 3% mehr als 85% des Gesamtvermögens besitzen, sollte in Folge der Anteil am Steuersubstrat eigentlich noch höher sein oder nicht? Der Aufwand steigt ja kaum, die Einnahmen/Ausgaben werden nicht um den Faktor 3 erhöht, also sollte der Steuersatz eigentlich noch weiter sinken. Passiert aber nicht - Wieso?
      5 2 Melden
    • rodman 19.04.2018 23:40
      Highlight @ Tinutinu: 1. Nenn' mir einen Kanton, der die Einkommenssteuern (auch für kleine und mittlere Einkommen) in den letzten 20 Jahren erhöht hat? wohl keiner.

      Nenn' mir einen Kanton, welcher die Einkommenssteuern (auch für kleine und mittlere Einkommen) gesenkt hat? ca. 15-20 Kantone.

      Ich glaube, Dein Eindruck täuscht.
      1 6 Melden
    • piedone lo sbirro 20.04.2018 08:00
      Highlight rodman

      die desaströse finanzlage des kanton luzern ist der tiefsteuerpolitik von FDP&SVP geschuldet. mit tiefen steuern wollten sie neue firmen nach luzern locken, doch gekommen ist niemand.

      jetzt wird bei der bildung, der sicherheit und der kultur gespart - bzw. etliche müssen ihre kk-prämienverbilligungen zurückbezahlen.

      welcome to FDP&SVP die parteien des mittelstandes - welch ein hohn!
      3 0 Melden
    • piedone lo sbirro 20.04.2018 08:51
      Highlight rodman

      als arbeitnehmer haben sie den lohnausweis und somit nichts zu hinterziehen.

      der steuerwettbewerb nützt den reichen und den firmen, auf kosten des mittelstandes.
      die infrastrukturkosten sind überproportional höher als der steuerertrag von ausländ. firmen und deren expats!

      https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Politik/Vermogen-Gerechtigkeit

      https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Politik/Wie-Steueroasen-die-Demokratie-untergraben

      https://www.infosperber.ch/index.cfm?go=Artikel/Bildung/Steuerflucht-verhindert-Bildung-der-Armsten
      2 0 Melden
    • rodman 20.04.2018 09:28
      Highlight piedone: Du mischst wieder einmal Kraut und Rüben: Die Einkommenssteuersätze für kleine und mittlere Einkommen in Luzern haben sich seit 2000 in den Steuergesetzrevisionen 2001, 2005, 2008 und 2011 massiv gesenkt:

      https://steuern.lu.ch/recht_und_gesetzgebung/steuergesetzrevision



      2 4 Melden
  • piedone lo sbirro 19.04.2018 08:26
    Highlight der wohlstand der wenigen, geht immer zu lasten der mehrheit. je mehr ich habe, desto weniger haben sie.

    in der schweiz, einem der reichsten länder der erde, besitzen 10% der steuerpflichtigen 70% des privaten vermögens, und können rund 80% der direkten bundessteuer berappen.

    vor achzig jahren hat man ohne schlechtes gewissen das raubgold der juden genommen, später diktatorengelder und heute korruptionsgelder:

    https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/ueli-maurers-bundeskasseprofitiert-von-korruptionsgeldern/story/15711383
    36 30 Melden
    • rodman 19.04.2018 09:28
      Highlight Im Gini-Koeefizient sind wir vergleichbar mit ganz Europa... Vermögen ist bei uns etwa ähnlich verteilt wie in den übrigen Ländern der 1. Welt. Wovon sprichst Du genau?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient#/media/File:2014_Gini_Index_World_Map,_income_inequality_distribution_by_country_per_World_Bank.svg
      14 21 Melden
    • flying kid 19.04.2018 09:43
      Highlight Also anders gesagt, 10% bezahlen 80% der direkten Bundessteuer.
      Sei doch froh, oder möchtest du, dass die anderen 90% auch 90% der direkten Bundessteuer zahlen und die 10 reichsten Prozent nur ihre 10?

      Bin auch nicht vermögend, aber dank den sehr Reichen in unserem Land gehts uns so gut und vor allem ist die Steuerlast für alle dank den Reichen relativ tief.
      15 23 Melden
    • piedone lo sbirro 19.04.2018 10:36
      Highlight flying kid

      sie nehmen eine geistige abkürzung.

      reiche ausländer und ausländische konzerne kommen zu uns, um noch weniger steuern zu zahlen!

      da sie immer weniger steuern zahlen, muss der mittelstand die milliardenkosten für den durch die zuwanderung nötigen infrastrukturausbau berappen!
      sprich, der mittelstand zahlt mehr und nicht weniger steuern! steuerhinterziehung kostet uns ein mehrfaches mehr als IV-bezüger.

      durch die expats steigen zudem die wohnungspreise bzw. man spart bei der bildung um qualifizierte ausländer zu holen, die die schweizer ersetzen.
      16 12 Melden
    • flying kid 19.04.2018 11:56
      Highlight Piedone...
      Also Zuwanderung begrenzen? Wie warst du gegenüber der MEI gestimmt?
      Merkst du was, immer sind die anderen Schuld.
      Ich bin froh um die Reichen in der Schweiz, die bezahlen viel, welches der Mittelstand nicht muss und hängen nicht am Sozialtropf.
      8 13 Melden
    • piedone lo sbirro 19.04.2018 13:02
      Highlight @flying kid

      ihre lernresistenz ist beachtlich - auch wenn sie es nicht wahr haben wollen, von den reichen profitieren sie nicht, sie zahlen drauf.

      das Ja zur MEI war ein betriebsunfall für die SVP, sie will keinen zuwanderungs-stopp, denn sie hat die USR III unterstützt, was die zuwanderung weiter angeheizt hätte, statt das referendum zur MEI zu ergreifen.

      die MEI diente der problembewirtschaftung. martullo, frey, spuler, glarner usw. beschäftigen alle über 50% ausländer in ihren firmen...
      8 6 Melden
    • swisskiss 19.04.2018 18:03
      Highlight piedone lo sbirro:
      Deine Darstellung unseres Systems berücksichtigt weder, dass das Schweizer Volk auf kommunaler, kantonaler und staatlicher Ebene über dieses System befindet, noch dass das Volk auf jeder Ebene die Politiker wählt, die das gewünschte System tragen.

      Wenn Du nun in Deiner Argumentation den moralischen Anspruch einforderst, ist diese Forderung genauso bedenklich und ignoriert das Votum der Mehrheit, wie dies sonst nur von rechten Kommentatoren mit ihrem "Volkswillen" vorgeführt wird. Stelle nicht die Moral in Frage, sondern hinterfrage Dein demokratisches Verständnis
      2 6 Melden
  • sierra2011 19.04.2018 08:19
    Highlight Wenigstens hat er die Schweiz nicht mit Schweden verwechselt. Sogar die Umrisse des Landes sind die richtigen! Das ist noch schwieriger als die richtige Flagge zu finden ;-) Liegt vermutlich daran, dass er Brite ist, kein Amerikaner. He knows his shit.
    57 8 Melden
  • derEchteElch 19.04.2018 08:09
    Highlight „Weniger reiche Menschen brauchen aber auch nicht viel Steuerberatung, da sie wenig Steuern zahlen.“

    Weniger Steuern als wer? Als reiche? Ja..

    ..dennoch finde ich, dass ich (im Vergleich zu den Reichen) in Relation zu meinem Einkommen viel zu viel Steuern bezahle.

    Ich will auch weniger Steuern zahlen! Kostenlose Super-Steuertricks für alle! Auf Kosten der Reichen!
    63 25 Melden
    • lilie 19.04.2018 09:09
      Highlight Zumindest in der Schweiz trifft das nicht zu: Dank der Steuerprogression zahlen Reiche auch im Verhältnis zu ihrem Einkommen/Vermögen mehr Steuern als der Normalbürger.

      Aber da ein Prozent seines Einkommens eben in Franken sehr viel mehr ist, lohnt es sich, alle Register zu ziehen.

      Die gleichen Register, im grossen Ganzen, die auch Normalbürgern zur Verfügung stehen. Nur fragt sich eben Otto Normalverbraucher, ob sich der ganze Aufwand lohnt, nur um 20.- Steuern zu sparen...
      19 7 Melden
  • Frances Ryder 19.04.2018 07:54
    Highlight Die Amis immer mit dem Finger auf die Anderen zeigen, aber selber sind sie eine der grössten Steueroasen weltweit.
    44 38 Melden
    • Duscholux 19.04.2018 08:31
      Highlight Fühlst du dich jetzt beleidigt? Stehst du als Schweizer automatisch für alles was dein Staat macht?
      55 28 Melden
    • JackMac 19.04.2018 08:58
      Highlight @Duscholux; Geh kalt duschen!
      13 42 Melden
    • miaumiaumuu 19.04.2018 09:18
      Highlight Nein, und Kritik ist auch berechtigt. Aber nach der Finanzkrise hat die Steueroase Schweiz, auf Druck von aussen, die Gesetze verschärft. Auch die Schweizer Banken wurden abgestraft von den USA.
      Die US-Banken hingegen machen genau so weiter wie vorhin.
      Die US-Steueroasen wurden gestärkt und JO erwähnt das mit keinem Wort. Das ist scheinheilig, aber es ist seine Show.
      16 6 Melden
    • Mietzekatze 19.04.2018 10:04
      Highlight Er ist Brite... Just sayin
      9 1 Melden
  • felixJongleur 19.04.2018 07:39
    Highlight Sein "you swiss fucks" wird man wohl nie gegen andere Länder hören, da bietet sich unser kleines reiches Land einfach zu gut an, garniert mit dem ewigen Nazigold-Gefrotzel. Mag seine Sendung trotzdem.
    28 47 Melden
    • Olaf! 19.04.2018 08:35
      Highlight Wir hatten Nazigold, die Amis Nazikriegsverbrecher, ohne die sie wohl nicht zuerst auf den Mond gekommen wären. Die sollten den Mund nicht zu voll nehmen.
      57 4 Melden
  • N. Y. P. 19.04.2018 07:37
    Highlight Er bringt es auf den Punkt.

    An der Quelle besteuern !

    Sprich, wenn Apple in Deutschland 3 Milliarden verdient, werden in Deutschland die vollen 3 Milliarden versteuert.

    Im Moment würden diese 3 Milliarden in Irland versteuert. Weil die Iren einen monströs, pervers tiefen Steuersatz haben.

    Fragt mal unsere Parteien, was die vom Quellensteuermodell halten.

    NICHTS. Sie wollen nichts ändern am heutigen globalen Standard. Im Gegenteil, statt für Gerechtigkeit in der Besteuerung zu sorgen, wollen sie die Steuerspirale nach unten einfach mitmachen.
    87 6 Melden
    • rodman 19.04.2018 09:45
      Highlight Ich glaube, das ist nicht so einfach. Richtig ist, dass Gewinne dort besteuert werden, wo der Mehrwert generiert wird. Apple ist ein typisches Beispiel: iPhone hat in CH viel grössere Gewinne als ein chinesisches No-Name-Produkt, nicht (nur?) weil es besser ist, sondern z.B. auch, weil eine bekannte Marke, mit entsprechender weltweiter Werbung dahinter steht. Dieser Mehrwert wird hauptsächlich in einem anderen Land generiert. Die OECD versucht mit dem BEPS-Programm dem Thema umfassend Rechnung zu tragen. Würde mich über einen BEPS-Artikel (-Buch) von Watson freuen, für die Objektivität.
      6 16 Melden
    • N. Y. P. 19.04.2018 11:22
      Highlight Frage @rodmann :
      Wenn ein Handy komplett in China zusammengebaut wird und der gesamte Mehrwert dort generiert wird, so müsste der Handyhersteller bei uns eigentlich keine Steuern zahlen, da ja kein Mehrwert bei uns geschaffen wurde ?
      So Deine Theorie. Oder stehe ich auf dem Schlauch ?
      9 2 Melden
    • rodman 19.04.2018 15:03
      Highlight N.Y.P Doch: Transport, Logistik, Anpreisung in CH (Verkaufsladen, Personal, Werbung, Verhandlung mit Retailern), Hotline, allenfalls Forschungsabteilung, Inkasso, Garantiearbeiten, etc.) Mit Mehrwert meine ich: Wie gross ist der Anteil eines einzelnen Prozesses, um den letztendlichen Verkaufspreis zu generieren.

      Die Schaffung von Mehrwert für ein Produkt ist nicht ein einzelner Faktor, sondern eine Vielzahl von Komponenten. Diese Komponenten gerecht zu entschädigen ist die Aufgabe eines sogenannten Transferprice-Handbuchs – auf Basis der Richtlinien, die die OECD ausgegeben hat.
      3 1 Melden
    • N. Y. P. 19.04.2018 15:13
      Highlight Ja, ein BEPS - Artikel wäre jetzt interessant.

      Danke für die Ausführung.
      1 0 Melden
    • rodman 19.04.2018 15:24
      Highlight Danke für die sachliche Diskussion - einmal mehr. Nehme Dich trotz anderer Meinung immer als sehr angenehmen Gesprächspartner wahr.
      2 1 Melden
    • N. Y. P. 19.04.2018 16:49
      Highlight Oh, danke.

      Mir gefällt es, wenn am Anfang zwei gegensätzliche Ansichten (durchaus) emotional aufeinander knallen und dann allmählich auf einer sachlichen Ebene diskutiert werden.
      1 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.04.2018 07:10
    Highlight Nun relatov gesehen sind wir eine Steueroase, da hat JO recht. Typisch ist leider aber auch, und dies sieht man auch bei der EU, die Oasen sind immer die Anderen.
    Der State Delaware ist selber eine der grössten Steueroasen der Welt.
    290 11 Melden
    • Cillit Bang 19.04.2018 10:21
      Highlight Wyoming auch, wenn ich mich nicht irre.
      5 1 Melden
  • Eine_win_ig 19.04.2018 07:05
    Highlight Irgendwer hier wirtschaftlich gut Ausgebildet? Hat der Steueranwalt recht? Nähmte mich wunder.
    25 0 Melden
    • SJ_California 19.04.2018 07:38
      Highlight Er hat schon recht. Die Einnahmen von Unternehmen werden grundsätzlich doppelt besteuert. Bei uns aktuell die Dividenden nur teilweise, aber das auch nicht mehr lange...
      Ich unterstütze auch seine Idee von der Quellensteuer. Der Einzelne muss dann nicht noch etwas für die Steuern auf die Seite legen, sondern erhält was zurück, sobald er/sie die Steuererklärung einreicht.
      28 7 Melden
    • who cares? 19.04.2018 07:56
      Highlight Habe das Interview gelesen, aber das Video nicht geschaut. Macht für mich durchaus Sinn, was er da von sich gibt. Über Trumps Steuerreformen müssen wir evtl. nochmals reden.
      11 1 Melden
    • JoeyOnewood 19.04.2018 08:15
      Highlight Naja, California, da machst du jetzt aber ein ziemliches Durcheinander.

      1. Die Doppelbesteuerung (Gewinn und Dividenden) hat nichts mit der Quellensteuer zu tun. Quellensteuer heisst: dort besteuern, wo es anfällt. Man kann sowohl eine Gewinn- als auch eine Umsatzsteuer als Quellensteuer umsetzen. Ob dann zusätzlich noch Dividendensteuern anfallen ist eine andere Frage.

      2. Was du im zweiten Teil zur Quellensteuer sagst, betrifft die Einkommenssteuer bei natürlichen Personen und hat grundsätzlich nichts mit der Diskussion um Unternehmenssteuern zu tun.
      20 1 Melden
    • JoeyOnewood 19.04.2018 08:20
      Highlight und um jetzt die Frage von eine_win_ig zu beantworten: Ja er hat recht.

      Vereinfacht gesagt:
      Man kann bspw. eine Tochterfirma in Irland gründen, und dieser das wichtigste Patent (hier die Coca-Cola-Rezeptur) des Mutterkonzerns verkaufen. Nun stellt diese Tochterfirma dem Mutterkonzern (oder den einzelnen Länderdivisionen) Rechnungen für die Patentnutzung. Der Gewinn aus dem Patent fällt nun in Irland an und nicht mehr in den USA oder wo auch immer. Der Gewinn wird also weder dort wo es produziert noch dort wo es verkauft wird, versteuert, sondern dort, wo es keine Gewinnsteuer gibt.
      26 1 Melden
    • JoeyOnewood 19.04.2018 09:37
      Highlight Ach und noch eine Anmerkung: Die Verrechnungssteuer in der Schweiz ist eine typische Quellensteuer, welche bei Zins- und Dividendenerträgen anfällt. Es wird sofort (vor Auszahlung aufs Konto) durch die Bank 1/3 abgezogen und dem Fiskus überwiesen. Wenn du die Erträge dann in der Steuererklärung angibst, erhältst du einen Teil wieder zurück. Genau so funktioniert eigentlich jede Quellensteuer. Zuerst abziehen und dann gegebenenfalls nach Einreichung der Steuererklärung zurückerstatten.
      4 1 Melden
    • rodman 19.04.2018 09:57
      Highlight Vereinfacht geantwortet: Ein Verkauf eines Rezeptes hat grundsätzlich zum Marktwert zu erfolgen - auch konzernintern. Marktwert des Coca-Cola-Rezepts? Vermutlich sehr viel = voraussichtlich hohe Besteuerung, wenn es übertragen wird. Dies ist in der Hand der Steuerbehörden.
      1 1 Melden
    • Eine_win_ig 19.04.2018 19:26
      Highlight Danke für die aufschlussreichen Antworten. Schöne obe!
      0 0 Melden
  • Kong 19.04.2018 06:43
    Highlight Guter kritischer Typ der OJ. Verständlich und unterhaltsam. Gefällt!
    136 25 Melden
  • Ville_16 19.04.2018 06:40
    Highlight Schön ist ja dass ein Engländer kritisiert, ein Engländer. Wirklich ein Komiker.
    145 40 Melden
    • JoeyOnewood 19.04.2018 08:21
      Highlight Ach dieses Nationendenken. Oliver ist ein Weltbürger, er kritisiert dort, wo es etwas zu kritisieren gibt.
      45 10 Melden
    • Luca Brasi 19.04.2018 09:33
      Highlight Er hat ja auch die Insel Jersey kritisiert und die gehört – oh Wunder – zu seiner britischen Krone.
      14 2 Melden
    • Ville_16 19.04.2018 10:50
      Highlight Guernsey, Gibraltar etc.?
      4 1 Melden

«Die Verschwörungs-Szene wird grösser, aggressiver und beängstigender»

In der «Arena» ist Roger Schawinski auf Daniele Ganser gestossen und war schockiert: Er hat erkannt, dass sich auch in der Schweiz eine Verschwörungsszene gebildet hat, welche die Nato hasst, Putin verehrt und die Grenzen zwischen Alt-Stalinisten und Neo-Faschisten aufhebt. Seinen Schock hat Schawinski im Buch «Verschwörung!» verarbeitet. 

Das Buch heisst zwar «Verschwörung», aber eigentlich geht es um Daniele Ganser. Haben Sie ihn schon vor der legendären «Arena»-Sendung gekannt?Ich hatte von ihm gehört, persönlich gekannt hatte ich ihn nicht.

Und hat er Sie beeindruckt?Nein, aber die Folgen der Sendung haben mich aus den Socken gehauen. Ich wurde massiv attackiert, obwohl ich nur die zweite Geige neben Jonas Projer gespielt habe.  

Eine ungewohnte Rolle für Sie. Trotzdem wurde ich mit Protesten zugemüllt, wie andere …

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