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Eisfestival in China

Chinesische Paläste, russische Kirchen und französische Kathedralen – alles aus Schnee und Eis

Das Eisfestival im chinesischen Harbin zieht jährlich über 800'000 Besucher an. Dieses Jahr wurde es allerdings ohne Feuerwerk eröffnet.



Nach der tödlichen Massenpanik zu Silvester in Shanghai ist das jährliche Eisfestival im nordostchinesischen Harbin am Montag ohne das traditionelle Feuerwerk eröffnet worden. Aus Sicherheitsgründen sei die geplante Knaller-Show abgesagt worden, sagten die Organisatoren der Nachrichtenagentur AFP. Bei der Massenpanik an der berühmten Uferpromenade von Shanghai waren 36 Menschen ums Leben gekommen.

Das Eisfestival mit seinen Schnee- und Eis-Kopien chinesischer Paläste, russischer Kirchen und französischer Kathedralen zieht jährlich über 800'000 Besucher an. Dass es dieses Mal ohne Feuerwerk auskommen musste, stiess am Montag auf eher frostige Reaktionen. «Eigens dafür sind wir heute hier», sagte die Besucherin Li Chen verärgert. Angesichts von Temperaturen von minus neun Grad schlug ihr Freund vor, den Besuch abzubrechen und nach Hause zurückzukehren.

Allein der kleine Liu liess sich den Spass nicht verderben. «Ist mir egal», sagte der Sechsjährige zu dem abgesagten Spektakel. Er hatte gerade eine gigantische Eisrutsche bewältigt und wollte sofort wieder hochklettern. «Hauptsache, ich kann sehen, wie schnell ich werde.» (whr/sda/afp)

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