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US-Behörden erteilen Absage an Plan für Bitcoin-Indexfonds

11.03.2017, 00:24
Mehr «Bitcoin»

Die US-Börsenaufsicht (SEC) hat einem ersten Indexfonds (ETF) auf die Digital-Währung Bitcoin eine Absage erteilt. Die Behörde erklärte am Freitag nach Börsenschluss in den USA, dem Antrag werde nicht stattgegeben. Der Entscheid liess den Bitcoin-Kurs einbrechen.

«Die Kommission stellt fest, dass Bitcoin sich in einem relativ frühen Stadium seiner Entwicklung befindet», hiess es in der Begründung. Im Laufe der Zeit könnten regulierte Bitcoin-Märkte von bedeutender Grösse entstehen.

Der Kurs der Cyber-Währung gab zunächst um 18 Prozent nach, später erholte er sich etwas und lag sieben Prozent tiefer. Experten hatten erklärt, eine Genehmigung würde das Ansehen von Bitcoin deutlich aufwerten.

Dabei handelt es sich um eine seit 2009 existierende virtuelle Währung, die an speziellen Börsen in reales Geld getauscht werden kann. Für Bitcoin steht keine Regierung oder Zentralbank ein. Der Kurs wird allein durch Nachfrage und Angebot bestimmt.

Hinter dem geplanten ETF standen die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss, die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vorwerfen, er habe ihre Idee für das inzwischen milliardenschwere Online-Netzwerk geklaut.

Initianten wollen nicht aufgeben

Die ehemaligen Ruder-Olympioniken bekamen nach dem langen Rechtsstreit mit Zuckerberg eine Abfindung von 65 Millionen Dollar und haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, Bitcoin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Sie betreiben bereits die Bitcoin-Börse Gemini. Ihren Antrag auf Zulassung hatten sie vor mehr als drei Jahren gestellt. Tyler Winklevoss kündigte an, sich weiter um eine Zulassung bemühen zu wollen.

Fachleute trauen virtuellen Bezahlsystemen wie Bitcoin grosses Potenzial im Zahlungsverkehr zu. Da Bitcoin schnell und anonym rund um die Welt transferiert werden kann, ist sie unter anderem für jene interessant, die sich den Kapitalkontrollen in ihrem Land entziehen wollen.

Allerdings ist die Währung sehr schwankungsanfällig. Kursgewinne oder -verluste von 40 Prozent pro Tag waren vor ein paar Jahren keine Seltenheit. Mittlerweile sind solch grosse Bewegungen seltener geworden. (sda/reu)

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