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Parkettschaden beim Weihnachtsbaum-Giessen – wer zahlt?

Mann giesst einen Tannenbaum, Frau staunt.
Der Horror der modernen Smartphone-User: der leere Akku.Bild: shutterstock.com
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«Ich habe beim Weihnachtsbaum-Giessen einen Parkettschaden verursacht – wer zahlt?»

Angela (40): «Ich habe bei unserem Weihnachtsbaum Wasser nachgefüllt und nicht gemerkt, dass ich Wasser verschüttet habe. Nun hat sich das Parkett verfärbt. Wer zahlt den Schaden?»
20.12.2019, 15:2620.12.2019, 15:26
Frédéric Papp / Comparis

Liebe Angela

Mieterinnen und Mieter haften grundsätzlich für selbst verursache Schäden an der Wohnung. Allerdings: Das Mietrecht unterscheidet zwischen normaler und übermässiger Abnutzung. Unter eine normale Abnutzung fallen etwa sauber verspachtelte Dübellöcher oder vergilbte Tapeten. In diesen Fällen übernimmt der Vermieter die Kosten für die Instandstellung.

Ein durch Wasser verursachter Parkettschaden ist jedoch eine übermässige Nutzung. Die Reparaturkosten für das beschädigte Parkett fallen damit voll zu deinen Lasten.

Was viele nicht wissen: Du haftest nur für den Zeitwert des Parketts. Hat dieses die Lebensdauer überschritten, kann dich der Vermieter dafür gar nicht mehr zur Kasse bitten.

Wichtig: Engagiere keinesfalls auf eigene Faust einen Handwerker, um den Parkettschaden zu beheben. Denn: Ist der Vermieter mit dem Ergebnis nicht zufrieden, muss du erneut bezahlen.

Versicherung übernimmt Schaden

Deine Privathaftpflichtversicherung (sofern du eine abgeschlossen hast) übernimmt in der Regel den Schaden abzüglich des vertraglich vereinbarten Selbstbehalts. Melde den Schaden sofort deiner Versicherung. Sie wird vermutlich Fotos verlangen. Eventuell kommt ein Inspektor vorbei, um den Schaden zu begutachten.

Informiere danach den Vermieter. Die Privathaftpflichtversicherung schützt dich vor überrissenen Forderungen des Vermieters. Schicke die Rechnung vom Vermieter für die Reparatur direkt an deine Privathaftpflichtversicherung.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch
Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Übrigens: Nicht versichert sind Schäden durch das allmähliche Ausfliessen von Wasser. Prüfe also vor jedem Gebrauch, ob dein Christbaumständer wirklich dicht ist.

Wohneigentümer gucken in die Röhre

Gehört dir die Wohnung, hast du leider Pech. Für Eigenschäden kommt weder die Gebäudeversicherung noch eine Hausrat- oder Haftpflichtversicherung auf. Eine Gebäudewasserversicherung bringt dir in diesem Fall leider auch nichts. Sie deckt keine Schäden verursacht durch Auffüllen oder Entleeren von Flüssigkeiten von mobilen Gefässen.

Viele Grüsse von Comparis.ch

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Weihnachtsbaum schmücken – ein Erlebnis in 10 Schritten
Video: watson
FRAGFRAUFREITAG
Vor zwei Jahren ist mein Vater gestorben. Es waren über 100 Menschen an seiner Beerdigung und viele haben geweint. Aber heute spricht fast keiner mehr von ihm. Das macht mich traurig bis wütend. Warum? Kerstin, 39
Liebe Kerstin 

Was Sie mir da schreiben ist furchtbar traurig. Aber leider wahr. Ich habe das grosse Glück, dass ich noch niemanden aus meiner Familie oder meinem Freundeskreis verabschieden musste, aber aus Gesprächen mit Bekannten weiss ich, dass es genau so ist.

Ich bin mit Ihrer Frage ein paar Tage schwanger gegangen und habe ein paar Einsichten gewonnen. Vielleicht tröstet es Sie etwas, wenn ich Ihnen sage, dass es mit grosser Sicherheit oft einfach Unsicherheit ist, die dahintersteckt.

Ich kenne das ja selber. Vor ein paar Jahren haben entfernte Bekannte von mir ein wenige Monate altes Kind verloren, ich hatte aus der Zeitung davon erfahren und es hat mich schrecklich traurig gemacht. Ich habe mich darum hingesetzt und diese meine Gefühle niedergeschrieben und dem Paar meine Beileids-Karte geschickt. Daraufhin habe ich nichts mehr gehört. Kein Dank für das Schreiben und auch kein anderes Zeichen. Ich weiss noch, dass es mich damals unglaublich verunsichert hat. Selbstverständlich ging es mir nicht um den Dank, denn ich kann ja sehr wohl nachvollziehen, dass ein Verlust dieser Art einem dermassen übermannen muss, dass darob andere Gesetze gelten. Aber es hat mich tage-, wenn nicht wochenlang nicht mehr losgelassen. Ich hatte grosse Angst, nicht die richtigen Worte gefunden zu haben, zu persönlich geworden zu sein. Oder zu wenig persönlich. War mein Schreiben vielleicht zu oberflächlich gewesen, oder das Kartensujet (ein Baum) unpassend? Hatte ich mit meiner Karte zu lange zugewartet (etwa 2 Wochen) oder hat man mir verübelt, dass ich bei der Trauerfeier nicht dabei war?

Das klingt jetzt alles sehr dramatisch und übertrieben. Aber genau so ist es mir ergangen. Ich habe mich nur noch hintersinnt. Dennoch habe ich es wieder genau so gemacht, als ein Freund seinen Vater verloren hat. Ich habe mich hingesetzt und einen Brief geschrieben. Aber es hätte genau so gut sein können, dass ich es dieses Mal gelassen hätte. Aus der nackten Angst, etwas falsch zu machen. Nicht die richtigen Worte zu finden. Nicht den richtigen Rahmen, den richtigen Zeitpunkt.

Der Tod ist eine beklemmende Angelegenheit. Wir alle wissen, dass er uns früher oder später ereilen wird. Doch solange es geht, wollen wir ihn ignorieren. Wenn er uns dann doch streift, indem er jemanden aus dem erweiterten Kreise stiehlt, dann sind wir haltlos überfordert. Unsere Kultur hat keinen gesunden Umgang mit dem Tod gelernt. Während wir darauf getrimmt sind, ihn so schnell als möglich ad acta zu legen und die Toten alsbald zu vergessen, beweinen andere Völker ihre Toten tagelang und lautstark.

So kann es schon mal geschehen, dass Eltern, die ihr Kind verloren haben, nach ein paar Jahren zu hören bekommen, sie sollen doch endlich mal damit aufhören, immer noch zu trauern. Man solle die Erinnerungsstücke doch bitte weglegen und Gras darüber wachsen lassen. Als würde die Zeit solche Wunden heilen können! Als könnte die reine Ignoranz den Verlust ungeschehen machen!

Dabei würden Menschen, die eine geliebte Person gehen lassen mussten, sehr gerne über diese reden. Sich erinnern. Bilder wieder bunter werden lassen, Rückschau halten. Die Hinterbliebenen möchten das Gefühl haben, dass auch andere Leute sich an den verstorbenen Menschen erinnern und dass dieser in dieser Reminiszenz weiter existiert. Sie möchten nicht zur Tagesordnung übergehen, kaum ist der Leichnam beerdigt. Vermutlich haben viele Menschen Angst, man würde traurige Erinnerungen wecken, wenn man über die verstorbene Person spricht. Aber Menschen, die ein geliebtes Geschöpf verloren haben, denken sowieso tagtäglich an dieses. Man muss keine Angst haben, dass man ruhende Geister weckt. Der Verlust ist da. Tag für Tag. Er wird nicht grösser, indem man ihn anspricht. Er verteilt sich, indem er von mehreren Herzen mitgetragen wird.

Sie können das Andenken an Ihren Vater nicht einfordern. Aber Sie können weiterhin über ihn sprechen, sich erinnern. Und wir alle können noch heute damit anfangen, unsere Komfortzone zu erweitern und Gefühle zu riskieren, wo diese dringend gebraucht werden. Im Wissen darum, dass wir auch nicht totgeschwiegen werden möchten.

Alles Liebe und Gute Ihnen. Ihre Kafi.
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