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Sex-Geständnisse: Was Eltern nicht wissen dürfen

Eltern müssen nicht alles wissen.
Eltern müssen nicht alles wissen.bild: shutterstock
Wir Eltern

Was Eltern nicht wissen dürfen

Wir alle haben Geheimnisse. Was wir vor unseren Eltern verbergen, hat aber vor allem mit dem einen Thema zu tun: Sex.
28.09.2016, 17:2329.09.2016, 13:39
nathalie sassine-hauptmann / wir eltern
Ein Artikel von
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Als ich eine junge Frau war, flog ich alleine nach Afrika, um meinen damaligen Freund da zu treffen. Diese Tatsache allein war schon Material genug, meine Mutter in den frühzeitigen Ruhestand zu schicken. Sie hatte fürchterliche Angst um mich und ermahnte mich damals 1000 Mal, wenigstens ein paar Mal anzurufen während meiner Ferien. (Was in den 90ern ohne Handy und Internet weitaus schwieriger zu bewerkstelligen war als heute. Fazit: Sie musste fast eine Woche auf meinen ersten Anruf warten, wegen Stromausfall, beschädigten Telefonleitungen und ... naja, Afrika halt.)

«Ich bin schwul. Meine Eltern dürfen das nicht wissen, weil ich sonst ausgegrenzt und verspottet werde.»
Nino, 26, auf 20 Minuten

Da ich ihr nicht noch mehr Angst machen wollte, verschwieg ich ihr natürlich erfolgreich, dass ich ein River Rafting auf dem Zambezi plante. Damals noch ohne Helm und Sicherheitsvorkehrungen. Yeeehaaa! Wenn sie das gewusst hätte, hätte sie mich persönlich abgeholt und an den Ohren in die Schweiz zurückgeschleift.

Eltern müssen nicht alles wissen

So ging es sicherlich vielen Jugendlichen. Eltern müssen nicht alles wissen. Zumindest nicht zu dem Zeitpunkt, an dem es passiert. Das gibt dann die lustigen Geschichten an Weihnachten, wenn man seine Abenteuer «beichtet». Und sodann auch die eigenen Eltern mit alten Geheimnissen rausrücken.

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Wenn die eigenen Kinder zuhören, kann man nur hoffen, dass sie dabei nicht auf dumme Gedanken kommen. Aber das werden wir Jahre später hoffentlich erfahren!

«Mama, Papa ... Ich bleibe mein Leben lang homosexuell und ich bin stolz darauf. Meine Eltern sind streng religiös. Mehr muss ich wohl nicht dazu sagen.»
User Jürgen, 43, auf 20 Minuten

Geständnisse statt lustige Geschichten

Trauriger finde ich jedoch, dass offenbar viele Menschen Geheimnisse in Bezug auf ihre Sexualität haben (müssen). Auf 20min.ch konnte man kürzlich die eigenen Geheimnisse vor den Eltern mitteilen. Da erwartete ich lustige Geschichten, die man als Jugendliche den Eltern verheimlicht hat. Was auf 20min.ch jedoch zu lesen ist, sind Geständnisse, welche oft die Sexualität der «Beichtenden» betrifft.

Jetzt auf
«Dass ich 13 Männer im Bett hatte. Sie würden mich sonst enterben.»
M., 22, auf 20 Minuten

Natürlich sind die Eltern in Sachen Sex nicht die beliebtesten Ansprechpartner. Schliesslich mag man sich als Kind ja kaum vorstellen, dass wir aus genau diesem Grund überhaupt auf der Erde sind: Unsere Eltern hatten Sex miteinander. Iiik!

Traurig, dass man nicht darüber reden kann

Aber gerade sexuelle Präferenzen wie Homosexualität, erste Erfahrungen oder eine gewisse Promiskuität sind fürs Leben sehr prägend. Ist es da nicht traurig, dass man mit seinen Eltern nicht darüber reden kann? Dass man ihnen nicht erzählen kann, wenn man verliebt ist? Bloss weil dieser Mensch vom selben Geschlecht ist? Oder das erste Mal? Oder dass man mit diversen Menschen seinen Spass hat?

«Dass ich schon Sex hatte. Weil das ein Traditionsbruch ist.»
Sandra, 19, auf 20 Minuten

Natürlich weiss ich nicht, wie es mal mit den eigenen Kindern wird und die Vorstellung, dass sie mal Sex haben werden, ist noch weit weg. Aber ich hoffe vor allem, dass sie Spass dabei haben, immer nur gegenseitig gewollten Sex haben und ihre Sexualität eben so ausleben dürfen, wie sie es wollen.

Und entsprechend keine Geheimnisse vor mir haben werden. Oder was meint ihr?

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Wie ein Buchrücken mich daran erinnert, wo ich nie mehr hin will
Die alltägliche Physik des Unglücks.
Das Schwierige beim Ausmisten sind ja immer die Gefühle und Erinnerungen, die an den Sachen haften, von denen man sich trennen soll. In meinem Leben sind die Folgen dieses Umstands nicht nur ein Bestand von aktuell 26 (!?) Pullis, sondern auch zwei proppenvolle Bücherregale, deren Inhalte ich bei jedem Umzug aufs Neue verfluche. Und doch behalte ich sie alle: die Französischromane, die wir in der Schule lesen mussten und die mir aber so gut gefielen, dass sie mich über alle elf Wohnungswechsel meines Lebens begleitet haben, Bücher voller Eselsohren und Notizen, die ich liebte zu lesen, und solche, von denen ich glaube, sie noch lieben zu werden. Aber auch ein paar Klopper, bei denen mich einfach Titel oder Cover überzeugten oder von denen ich denke, sie machen sich besonders gut in einem wohl sortierten Bücherregal (niemand hat doch jede Seite von Ulysses gelesen?).
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