DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Analyse

Das steckt hinter Apples neuer PR-Offensive für den App Store

Der US-Konzern lehnt gemäss eigenen Angaben 40 Prozent der eingereichten Apps zunächst ab. Warum er das tut, und was er dich sonst noch ausgerechnet heute wissen lassen will, erfährst du in diesem Artikel ...



Was ist passiert?

Apple hat unter seiner Internet-Domain apple.com eine neue Seite aufgeschaltet, die sich um den App Store dreht. Konkret gibts da Informationen zum Multimilliarden-Business, an dem weltweit Millionen Arbeitsplätze hängen. Und natürlich wird nicht mit Marketing-Superlativen gespart ...

Bild

screenshot: apple.com

Was steht Interessantes auf der Webseite?

Apple lehnt nach eigenen Angaben 40 Prozent der von Entwicklern eingereichten Apps zunächst ab. Der Hauptgrund seien kleinere Software-Fehler, gefolgt von Datenschutz-Bedenken, erklärte der iPhone-Konzern am Mittwoch.

Pro Woche würden rund 100'000 Apps mit Hilfe automatisierter Systeme und «hunderter» Mitarbeiter geprüft. Alle Anwendungen, die Entwickler in Apples App Store bringen wollen, werden einer Prüfung unterzogen, unter anderem um bösartige Software herauszusieben.

Was aufhorchen lässt: Apple singt ein Hohelied auf die Konkurrenz:

«Wir glauben, dass Wettbewerb alles besser macht und zu den besten Apps für unsere Kunden führt.»

Warum veröffentlicht Apple diese Infos jetzt?

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der neuen App-Store-Webseite ist natürlich kein Zufall. Zwei Gründe:

  1. Nächste Woche findet vom 3. bis zum 7. Juni im kalifornischen San Jose Apples jährliche Entwicklerkonferenz WWDC statt. Die App-Richtlinien und Prüfprozesse des Konzerns dürften für die dorthin reisenden Entwickler wichtige Themen sein, schreibt Spiegel Online.
  2. Zudem steht Apples Geschäftsmodell mit dem App Store aktuell gleich doppelt unter Druck. Spotify attackiert Apple und auch in den USA beschäftigt die Vertriebsplattform die Anwälte, wie wir gleich sehen.

Der Musikstreaming-Marktführer hat kürzlich eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht und wirft Apple unfairen Wettbewerb vor. Grund: Spotify soll bei auf dem iPhone abgeschlossenen Abos 15 bis 30 Prozent an Apple abgeben, während der Konzern die Erlöse bei seinem Konkurrenzdienst Apple Music komplett behalten kann.

In den USA läuft zudem eine Klage, in der Konsumenten fordern, Apple müsse sie Apps aus anderen Quellen als dem eigenen App Store auf ihre iPhones laden lassen.

Wie verteidigt sich Apple gegen die Vorwürfe?

Apple geht in einer am Mittwoch veröffentlichten neuen Webseite zum App Store nicht direkt auf die Vorwürfe von Spotify und Co. ein, versucht aber, die eigenen Gegenargumente zu untermauern. So verweist der Konzern darauf, dass 84 Prozent der verfügbaren Apps kostenlos seien und ihre Entwickler nichts an Apple bezahlten.

Ausserdem sorgten die Kontrollen im App Store dafür, dass Nutzer von für sie gefährlichen Apps geschützt würden.

Zudem listet Apple Konkurrenz-Apps auf, die mit eigenen Angeboten des Konzern zum Beispiel bei Karten, Chatdiensten oder E-Mail konkurrierten.

Die (vorinstallierten) Apple-Apps und Konkurrenten im App Store (iOS)

Bild

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese 15 super-nützlichen Apps solltest du unbedingt kennen

Diese App verrät, zu was du in der Armee taugst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Threema ist das neue WhatsApp – und schlägt die Konkurrenz um Längen

Wer hätte gedacht, dass die weltbeste Messenger-App nicht aus dem Silicon Valley kommen würde, sondern vom Zürichsee. Eine persönliche Analyse.

Seit acht Jahren befasse ich mich mit dem sicheren Schweizer Messenger Threema. Den ersten Artikel dazu publizierte ich im Dezember 2012. Titel: «Die Schweizer Antwort auf WhatsApp». Die damalige erste App gab's nur fürs iPhone, und sie war zum Start gratis. Im Interview versprach der Entwickler, Manuel Kasper, die baldige Veröffentlichung einer von vielen Usern geforderten Android-Version. Und:

Er hielt Wort. Im Gegensatz zu WhatsApp.

Einige dürften sich erinnern, dass es ein gleiches …

Artikel lesen
Link zum Artikel