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Konferenz Google I/O

Google präsentiert seine neuesten Produkte. Das können wir vom Tech-Giganten erwarten



Google hat in den vergangenen Monaten etliche Initiativen angestossen: von vernetzten Thermostaten bis hin zu hochauflösenden Satellitenbildern. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O kann der Konzern zeigen, wie die Projekte zusammenspielen sollen.

Computer-Uhren, Datenbrillen, Heimvernetzung und mit Android die meistverkaufte Smartphone-Plattform der Welt: Bei seiner Entwicklerkonferenz Google I/O kann der Internet-Gigant in diesem Jahr seine ganze Spannbreite demonstrieren. Bei dem Treffen von über 5000 Entwicklern am Mittwoch und Donnerstag dürfte jedoch vor allem das Betriebssystem Android Wear für Uhren und andere kleine Geräte im Mittelpunkt stehen.

So ähnlich könnten smarte Uhren mit Googles Betriebssystem Android Wear aussehen.  Bild: google+

Vielleicht gibt es auch ein neues Update für das Android-System für Smartphones und eine Software für Gesundheitsdaten. Doch hinter den neuen Funktionen kann man Antworten auf grössere Frage suchen: Was ist Google heute? Und was will der Konzern in Zukunft sein?

Die jährliche Google I/O ist ein Fixpunkt im Google-Universum. Hier werden Software-Neuerungen vorgestellt. I/O steht für Input/Output, und damit meint Google nicht nur einen Fachterminus aus der Informatik, sondern eine aktive Kommunikation mit der Community. Hier umgarnt der Konzern die App-Entwickler, die eine Smartphone-Plattform erst attraktiv für Entwickler machen. Hier wird die Strategie für die Zukunft skizziert.

Bei der vergangenen Auflage im Mai 2013 stellte sich Google-Chef Larry Page ausgiebig Fragen aus dem Publikum und versuchte sich auch an grundsätzlichen Statements. Er rief auf, nicht in allem einen Konkurrenzkampf zu sehen, sondern an Innovationen für eine bessere Welt zu arbeiten. Er sorgte damals aber auch für eine Verstimmung, als er anregte, Freiräume für unregulierte Forschung zu schaffen - viele «aufregende Sachen» könne man derzeit nicht ausprobieren, weil sie illegal seien.

Seitdem hat sich Google immer weiter ausgebreitet. Der Konzern präsentierte inzwischen den Prototypen seines eigenen selbstfahrenden Autos. Weiter kaufte der Konzern einen Hersteller von Satelliten und einen Drohnen-Entwickler. Und für 3,2 Mrd. Dollar wurde der Hersteller vernetzter Thermostate und Rauchmelder Nest geschluckt, der jetzt als Google-Tochter wiederum nach Dropcam, einem Anbieter von Überwachungskameras mit Internet-Anschluss, greift.

Googles selbstfahrendes Auto

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Quelle: Youtube

Im Silicon Valley ist Google das Mass der Dinge

Wie kaum ein anderes Tech-Unternehmen steht der Konzern aber auch in der Kritik. Für manche Politiker, Publizisten und Datenschützer konzentriert sich zu viel Wissen über einzelne Menschen unter einem Konzerndach. Zumal das Unternehmen die Nutzer aufruft, ständig in Google-Systeme eingeloggt zu sein, damit die Daten zum Komfort der Anwender miteinander verknüpft werden können.

Europäische Verleger und andere Rivalen im Kampf um die Online-Werbeumsätze werfen Google vor, der Konzern nutze seine Marktposition schamlos aus und bevorzuge unfair seine eigenen Angebote. Die öffentliche Wahrnehmung des Konzerns, der einst «tue nichts böses» («don't be evil») als Grundsatz formulierte, scheint lädiert.

Bei allen neuen Aktivitäten spielen Daten aber nach wie vor die Schlüsselrolle für Google: Der Konzern verdient sein Geld trotz der Vorstösse in immer neue Bereiche immer noch vor allem mit Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche.

«Die Pläne für selbstfahrende Autos, Ballons für Internet-Zugang aus der Luft oder den vernetzten Haushalt werden von den Leuten finanziert, die auf Anzeigen bei Google klicken.»

Mit anderen Worten: Die Pläne für selbstfahrende Autos, Ballons für Internet-Zugang aus der Luft oder den vernetzten Haushalt werden von den Leuten finanziert, die auf Anzeigen bei Google klicken. Zugleich macht gerade das Auto-Projekt deutlich, dass Google nicht einfach nur Daten seiner Kunden auf der Strasse sammeln, sondern ein neues Mobilitäts-Konzept etablieren will.

Bei den grossen Veränderungsplänen steht Google aber nicht alleine da. Der grosse Rivale Apple präsentierte vor drei Wochen bei seiner eigenen Entwicklerkonferenz WWDC nicht nur neue Software für iPhone, iPad und Mac-Computer - sondern letztlich auch eine neue Version des Konzerns, der im dritten Jahr nach dem Tod des charismatischen Gründers Steve Jobs seine Stimme wiedergefunden hat.

Was stellt Google am Mittwoch vor?

Apple und Google haben derzeit mehrere ähnliche Themen auf dem Zettel. So wird zur Entwicklerkonferenz die Plattform Google Fit erwartet, über die man Fitness- und Gesundheitsdaten sammeln kann. Apple kündigte für Herbst bereits seinen Dienst HealthKit an. Und während sich die Hinweise auf eine Computeruhr von Apple zum Weihnachtsgeschäft häufen, dürfte bei der I/O das System Android Wear mit Googles Vision für Geräte am Handgelenk eine Hauptrolle spielen.

Von einer neuen Version des «grossen» Android-Systems für Smartphones und Tablets werden unter anderem mehr Funktionen für Unternehmen erwartet, die Unterstützung von Chips mit 64-Bit-Technologie und eine modernisierte App-Umgebung erwartet.

Android hält sich beim Smartphone-Absatz bei einem Marktanteil von 80 Prozent. Das gibt Google zumindest theoretisch einen Vorteil, wenn es um die Vermarktung zusätzlicher Geräte geht. Allerdings ist die Datenbrille Google Glass zwei Jahre nach der grossen Vorstellung eines Prototypen bei der I/O 2012 trotzdem noch nicht in den breiten Verkauf gekommen. (sda/dpa)

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