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In this Wednesday, April 22, 2015 photo, an American Airlines Boeing 737 taxis before taking off at Miami International Airport in Miami. American Airlines reports earnings Friday April 24, 2015. (AP Photo/Wilfredo Lee)

Betroffen sind offenbar Maschinen vom Typ Boing 737. Bild: Wilfredo Lee/AP/KEYSTONE

Grounding wegen iPad-App: Dutzende Flugzeuge von American Airlines bleiben am Boden

Die US-Fluggesellschaft und ihre Passagiere erleben turbulente Stunden. Weil die auf dem Piloten-iPad installierte Software nicht richtig funktioniert, kam es zum Chaos.



Update: Die Piloten-iPads sind offenbar wegen eines fehlerhaften Karten-Updates abgestürzt, wie Recode berichtet. Das Problem ging nicht vom Betriebssystem iOS oder einer vorinstallierte App aus.

Eigentlich ist das iPad ein praktisches Hilfsmittel für Piloten, allerdings nur, wenn es im Cockpit richtig funktioniert. Und genau dies scheint in der Nacht auf Mittwoch bei der Fluggesellschaft American Airlines nicht geklappt zu haben. 

Laut US-Medienberichten konnten Dutzende Maschinen nicht starten und mussten zum Teil umkehren. Weil die iPads des Piloten und Co-Piloten plötzlich nur noch einen schwarzen Bildschirm anzeigten.

Entsprechende Meldungen gibt es von mehreren grossen US-Flughäfen, etwa in Dallas, New York und Chicago. Passagiere musste wieder aussteigen und es kam zum Teil zu grossen Verspätungen.

Das Ausmass ist unklar. Bei Twitter kursierten Meldungen über ein totales Grounding, dass also die ganze Flotte vorübergehend am Boden bleiben musste.

Ein Vertreter der Fluggesellschaft hat die Probleme via Twitter bestätigt.

Gegenüber The Verge sagte ein Sprecher, dass es Probleme mit einer Software-Anwendung gab, die auf den Piloten-iPads installiert ist. In einigen Fällen mussten Flugzeuge zurück zum Abfluggate rollen, um in die Reichweite einer WLAN-Verbindung zu kommen. Dann konnte das Problem offenbar gelöst werden.

Auf den Piloten-iPads läuft Spezialsoftware des Aviatik-Unternehmens Jeppesen, das zu Boeing gehört.

2012 war American Airlines die erste Fluggesellschaft, die von den US-Behörden grünes Licht erhielt für den iPad-Einsatz in allen Bereichen eines Fluges. Die Cockpit-Crew verwendet den Tablet-Computer als so genanntes Eletronic Flight Bag (EFB).

Im elektronischen Pilotenkoffer lassen sich Handbücher und das umfangreiche Kartenmaterial speichern und so viel Treibstoff sparen – dank des tieferen Gewichts im Vergleich mit den herkömmlichen Unterlagen aus Papier. Ausserdem kommt es beim Flugpersonal zu weniger Verletzungen, wenn auf die schweren Pilotenkoffer verzichtet werden kann.

Dieses Video zeigt den iPad-Einsatz im Cockpit

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video: youtube

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