Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Ein Nickerchen im Tesla? Keine gute Idee, wenn der Autopilot spinnt.
Bild: youtube

Diese haarsträubenden Videos zeigen, dass dem Tesla-Autopiloten (noch) nicht zu trauen ist

Ein Tesla-Fahrer stirbt bei einem Zusammenprall mit einem Lastwagen – er hatte den Autopiloten aktiviert. Es ist der erste fatale Unfall mit dem Assistenzsystem – dass es zuvor schon zu haarsträubenden Situationen mit Teslas Autopilot gekommen ist, zeigen diese Videos.



Auf Wunsch kann das Model S von Tesla selbstständig fahren. Möglich wird dies durch eine Autopilot-Funktion, die dank Videokameras und Sensor-Technik die Strasse erkennt und auf andere Verkehrsteilnehmer reagiert. 

Der erste tragische Unfall mit dem Autopiloten ereignete sich bereits vor rund zwei Monaten, öffentlich bekannt wurde er jedoch erst gestern Donnerstag. Am 7. Mai 2016 verlor ein Mann aus dem US-Bundesstaat Ohio sein Leben, als er in Florida in einen Lastwagen crashte.

Der Verunglückte sorgte bereits im April für grosses Aufsehen, als er mit seiner Dash-Cam einen Beinahe-Crash filmte und diesen auf seinem YouTube-Channel publik machte. Das Video erreichte damals rund 1,7 Millionen Views. Unter anderem, weil Tesla-Vater Elon Musk den Clip auf Twitter postete. Damals funktionierte der Autopilot ausgezeichnet und verhinderte womöglich einen gröberen Unfall.

Tesla-Chef Musk hatte bereits bei der Präsentation des neuen Bordcomputer-Systems gewarnt: Der Mensch hinter dem Lenkrad dürfe sich nicht blind auf den Computer verlassen und müsse jederzeit die Hände am Steuer belassen, um wenn nötig einzugreifen. Ein frommer Wunsch, wie das folgende Video vor Augen führt.

Wer lässt schon immer die Hände am Steuer, wenn man einen Autopiloten hat? Eben ...

Eingreifen ist aber tatsächlich erforderlich, wie die folgenden bei YouTube veröffentlichten Videos zeigen:

Das erste zeigt, wie ein Tesla-Fahrer bei Winterthur in einen Van knallt – das Assistenzsystem versagte.

abspielen

Mitte Mai ist ein Tesla-Fahrer mit aktiviertem Assistenzsystem auf der Autobahn bei Winterthur in einen stehenden Van geprallt. YouTube/Andreas Hugentobler

Das zweite zeigt eine an sich gemütliche Fahrt auf der Autobahn. Nach 2:50 Minuten kommt es zu einer Schrecksekunde, zum Glück ohne Folgen.

Schlimmer hätte die Fahrt bei dem folgenden Video enden können. Nur dank des geistesgegenwärtigen Eingreifens des Fahrers wird eine Frontalkollision verhindert.

Das Auto versucht trotz doppelter Sicherheitslinie in ein entgegenkommendes Fahrzeug zu fahren. Der Besitzer beschreibt, wie die Software offenbar statt dem Vordermann dem Gegenverkehr folgen wollte.

abspielen

Das Kurzvideo trägt den dramatischen Titel «Tesla Autopilot tried to kill me!»
YouTube/RockTreeStar

Solche Beinahe-Unfälle sind offenbar keine Einzelfälle. Der britische «Guardian» zählt in einem Bericht mehrere von Autobesitzern dokumentierte Fälle von Fehlleistungen durch die nagelneue Autopiloten-Software auf.

abspielen

Auf YouTube finden sich zahlreiche Videos, die zeigen, dass der Autopilot noch nicht ganz ausgereift ist – was Tesla auch nicht abstreitet. YouTube/FailTribune

Der Autopilot erfasst Strassenmarkierungen, um die Spur zu halten, und darf gemäss Nutzungsbedingungen nur auf Autobahnen zum Einsatz kommen. Doch schwierige Wetterbedingungen sowie abgenutzte Markierungen können auch dort zu «Aussetzern» führen.

Trotz allem scheinen die Model-S-Besitzer weiterhin hochzufrieden zu sein mit ihrem Gefährt. In einer Umfrage von Consumer Reports im Jahr 2015 haben 97 Prozent angegeben, dass sie das Auto wieder kaufen würden.

Upgrade für 2500 Dollar

Besitzer des mehr als 100'000 Dollar teuren Sportwagens können das Software-Upgrade mit der Autopiloten-Funktion übrigens für 2500 Dollar kaufen und via WLAN installieren. 

Hier wird das Software-Update eingespielt

abspielen

YouTube/Rob Dahm

Natürlich gibt es bei YouTube auch viele Videos, die völlig problemlos verlaufene Testfahrten zeigen.

Der Tesla-Autopilot funktioniert auch in der Nacht

abspielen

In der Nacht ist der Autopilot mit seinen Sensoren dem menschlichen Auge offenbar deutlich überlegen. YouTube/Jon Hall

So läuft das Spurwechseln

abspielen

YouTube/HighTechJoe

Testfahrt auf der Autobahn

abspielen

YouTube/Marcus Adolfsson

(dsc/oli/cma)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Endlich! Ein E-Motor ab Stange, der problemlos in deinen alten Karren passt

Firmen, die alte Autos auf EV-Betrieb umbauen, gibt es einige. Auch grosse Autohersteller sind dabei. Für den Tüftler indes erweist sich dieses Unterfangen aber als eher schwierig. Geborgte EV-Antriebssysteme sind schwierig einzupassen und haben komplexe Steuerungs- und Kühlsysteme.

Abhilfe kommt nun von Swindon Powertrain, einer britischen Hightech-Firma, die Motoren und Komponente für Formel 1 und British Touring Car Championship entwickelt und baut: 2020 bringen sie einen kompakten …

Artikel lesen
Link zum Artikel