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epa08195283 Tedros Adhanom Ghebreyesus, Director General of the World Health Organization (WHO), informs the media about the current situation regarding the novel coronavirus (2019-nCoV), during a press conference, at the World Health Organization (WHO) headquarters in Geneva, Switzerland, 05 February 2020.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will die Verbreitung von Fake News eindämmen. Bild: EPA

Jetzt sollen Influencer sachliche Informationen über das Coronavirus verbreiten

Das hat der Chef der Weltgesundheitsorganisation in Genf verkündet.



Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht nach eigenen Angaben gegen Falschinformationen zum neuen Coronavirus vor. Falsche Informationen über das Virus sorgten für Verwirrung und Angst in der Bevölkerung, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

«Wir bekämpfen daher auch die Trolle und Verschwörungstheoretiker, die falsche Informationen verbreiten und damit die Arbeit gegen den Ausbruch unterlaufen.»

Der WHO-Chef erklärte, dass man dafür auch mit den Betreiberfirmen von zahlreichen sozialen Netzwerken in Kontakt sei. Über Instagram und YouTube habe die WHO zudem den Kontakt zu Influencern gesucht und darum gebeten, sachliche Nachrichten über das Virus zu verbreiten.

Bleibt anzumerken, dass vor wenigen Tagen ein Influencer an Bord eines Ferienfluges nach Jamaika behauptet hatte, sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Die Maschine kehrte nach Toronto zurück und dem jungen Man drohen nun happige Schadenersatzforderungen.

Bisher 37 bestätigte Fälle in Europa

Mit dem Bekanntwerden von fünf neuen Infektionen in Frankreich stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle in Europa auf mindestens 37. Ein Kind und vier Erwachsene mit britischer Staatsbürgerschaft seien in Frankreich positiv auf das Virus getestet worden, teilte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn mit. Die Patienten würden in Spitälern behandelt und zeigten keine Anzeichen einer schweren Erkrankungen.

In Deutschland wurden bislang 14 nachgewiesene Infektionen bekannt. Zudem gibt es nach WHO-Angaben (Stand von Freitagabend) Fälle in Italien, Grossbritannien, Russland, Belgien, Finnland, Spanien und Schweden. In der Schweiz gab es bis am Freitag rund 200 Verdachtsfälle. Keiner davon wurde positiv getestet.

In China wurden die ersten ausländischen Todesopfer bestätigt. Wie die US-Botschaft in Peking am Samstag mitteilte, kam ein mit dem Virus infizierter 60-jähriger US-Bürger in der besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan am 6. Februar ums Leben. Auch ein Japaner starb in Wuhan, wie Japans Aussenministerium mitteilte. Der Patient habe an einer schweren Lungenentzündung gelitten.

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen an Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama stieg derweil um drei auf 64. Das teilte das japanische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Eine Person befinde sich in einem kritischen Zustand.

Die Quarantäne der «Diamond Princess» mit rund 3700 Passagieren und Crew-Mitgliedern gilt laut japanischen Behörden vorläufig bis 19. Februar. Auch zwei Schweizer Staatsangehörige befinden sich auf dem Schiff, sie sind wohlauf.

Übertragung mit Fäkalien möglich

Das neuartige Coronavirus könnte laut einer Studie chinesischer Wissenschaftler auch über Fäkalien übertragbar sein. Einige Patienten in einem Spital in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan hätten vor dem Auftreten von Fiebersymptomen und Atembeschwerden zuerst unter Durchfall und Übelkeit gelitten, heisst es in einer am Freitag im «Journal of the American Medical Association» veröffentlichten Arbeit.

Als Hauptübertragungsweg des Virus gilt weiterhin eine Tröpfcheninfektion über den Husten eines Erkrankten.Der Anteil der Infizierten, der an der Lungenerkrankung stirbt, liegt nach derzeitigen Daten in China bei etwa zwei Prozent.

Über 34'000 Fälle in China

In China ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus (2019-nCoV) und der Toten bis Samstag erneut kräftig angestiegen. Die Zahl der Nachweise kletterte innerhalb eines Tages um 3399 auf 34'546, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen nahm damit im Vergleich zum Vortag wieder zu, nachdem sie in den vergangenen zwei Tagen leicht zurückgegangen war. Die Zahl der Toten stieg um 86 auf 722. Ausserhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 weitere Fälle.

(dsc/sda/dpa/afp)

Das Coronavirus verbreitet sich

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    Alle Leser-Kommentare
  • fandustic 10.02.2020 16:17
    Highlight Highlight Influenzer, die Marktschreier des 21. Jahrhunderts🤷🏼‍♂️
  • MartinZH 08.02.2020 20:58
    Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass die meisten der sogenannten "Influencer" schlichtweg zu dumm sind, um zu ernsthaften Themen sachliche Informationen kommunizieren zu können!

    Neben dem, dass den "Influencern" die nötige Kompetenz fehlt, ist es schliesslich auch nicht ihr "Job", diese komplexe Materie zu verstehen, so dass man als seriöses Sprachrohr – ausgestattet mit einer professionellen Glaubwürdigkeit – figurieren könnte.

    Nur weil sich "Influencer" fast wie "Influenza" schreibt, heisst das noch lange nicht, dass diese personifizierten Werbe-Säulen über eine besondere Expertise verfügen... 😉👍😂
    • Ueli der Knecht 08.02.2020 23:02
      Highlight Highlight In Sachen Medienkompetenz schlagen Influencer den MartinZH um ein Vielfaches. Bzw. in Sachen Medienkompetenz ist MartinZH eine Null gegenüber den Influencers in modernen Medien.

      Influencers sind durchaus in der Lage, sachliche WHO-Informationen unter die Leute zu bringen. Dass dies dringendst notwendig ist, zeigt eindrücklich auch der ahnungslose MartinZH, der immer noch im Irrglauben lebt, dass die WHO keine Informationen veröffentlicht (https://www.watson.ch/!344200535#comment_2396704), und daher lapidar frägt:

      "Warum hören wir nie irgend etwas von unabhängigen WHO-Experten vor Ort?"
    • ravendark 10.02.2020 11:43
      Highlight Highlight Viele Klicks heisst nicht "intelligent" per se.
      Eher das Gegenteil ... nach meinem Wahrnehmen.
      Das gleiche mit Musik. Bei Büchern-Ranglisten ist der Qualitätsgeschmack jedoch hoch. Das finde ich interessant. :-)
    • Zinni 10.02.2020 12:33
      Highlight Highlight Das lustige an dem wortspiel ist, dass diese influencer eben wirklich zu einer krankheit mutiert sind 🤣🤣 zumindest in meinen augen 😂😂
  • Ueli der Knecht 08.02.2020 20:52
    Highlight Highlight Hier veröffentlicht das WHO täglich einen Lagebericht:

    https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/situation-reports/

    Meines Erachtens eine der besten Quellen für sachliche Informationen zum Corono-Virus.
    • The Destiny // Team Telegram 09.02.2020 01:02
      Highlight Highlight Chinesische Propaganda, viel Spaß damit.

      China hat in der WHO leider erheblichen Einfluss.
    • Ueli der Knecht 09.02.2020 13:25
      Highlight Highlight Die WHO warnt genau vor solchen Verschwörungstheorien, wie du, MartinZH und andere sie gerne verbreiten, The Destiny // Team Telegram (https://bbc.in/37eRrIa).

      Die WHO-Experten sind vor Ort, und dürfen sich ihr eigenes Bild machen, so wie sie auch alle notwendigen eigenen Untersuchungen machen können.

      Gleichzeitig können die Chinesen die Epidemie gar nicht ohne die Mithilfe der WHO in Griff kriegen.

      ZB. gäbe es ohne die Zusammenarbeit von China mit der WHO gar keine akkurate Tests in der notwendigen Menge, um 2019-nCoV nachweisen zu können. Und auch keine vielversprechende Therapieansätze.
    • The Destiny // Team Telegram 09.02.2020 15:23
      Highlight Highlight @Ueli, was für VT?
      Die Chinesen haben schon bei SARS gelogen. Jetzt geschieht genau das gleiche.
      https://www.taiwannews.com.tw/en/news/3871783

      Das liegt auch daran dass die Chinesen die Todesursache anders festhalten als im Westen.
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