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Facebook zahlt traumatisierten Inhalte-Prüfern Millionen-Entschädigung

Facebook beschäftigt weltweit Tausende Mitarbeiter, die Inhalte prüfen. Dabei sehen sie oft Verstörendes.
Facebook beschäftigt weltweit Tausende Mitarbeiter, die Inhalte prüfen. Dabei sehen sie oft Verstörendes.

Facebook zahlt traumatisierten Inhalte-Prüfern Millionen-Entschädigung

13.05.2020, 18:5613.05.2020, 18:56

Facebook und seine Inhalte-Prüfer in den USA, die ihr Job krank gemacht hat, haben sich in einem Gerichtsverfahren auf eine Zahlung von 52 Millionen Dollar geeinigt. Dies teilten die Anwälte der Kläger am Dienstag (Ortszeit) mit.

Die betroffenen Beschäftigten sollen bei einer Diagnose wie einer posttraumatischen Belastungsstörung bis zu 50'000 Dollar für ihre Behandlungskosten bekommen, hiess es weiter.

Die Personen, die Inhalte beim Online-Netzwerk prüfen, müssen sich auch regelmässig Szenen von Gewalt und Misshandlungen ansehen. Sie sind oft nicht direkt bei Facebook, sondern bei Dienstleistern angestellt. Im Herbst 2018 verklagte eine frühere Inhalte-Prüferin Facebook mit dem Vorwurf, sie habe durch die gesehenen Inhalte nach neun Monaten eine posttraumatische Belastungsstörung davongetragen.

Die nun erzielte Einigung, die noch vom zuständigen Richter gebilligt werden muss, gilt für mehr als 10'000 Menschen aus Kalifornien, Texas, Arizona und Florida, die seit 2015 für Facebook gearbeitet haben. Der Mindestbetrag liegt bei 1000 Dollar.

Facebook kündigte in der Einigung auch weitere Vorkehrungen zum Schutz der geistigen Gesundheit der Inhalte-Prüfer an. So soll bei Videos standardmässig der Ton ausgeschaltet bleiben und sie in schwarz-weiss abgespielt werden. Bewerber für die Jobs sollen speziell auf mentale Widerstandsfähigkeit geprüft werden, hiess es weiter. (sda/dpa)

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