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9 Spielkonsolen, die gestorben sind, bevor sie jemals auf den Markt kamen

Erst vor Kurzem tauchte die sagenumwobene Nintendo Playstation auf. Die gemeinsame Konsole von Nintendo und Sony ist aber längst nicht das einzige Gerät, das kurz vor der Veröffentlichung wieder eingestampft wurde.



Nintendo Playstation (1991)

super nintendo playstation

Bild: reddit

Der vielleicht spektakulärste Fund ist die sagenumwobene Nintendo Playstation. Zusammen wollten die beiden japanischen Firmen eine gemeinsame Konsole auf den Markt bringen. Das Projekt scheiterte jedoch kurz vor der Veröffentlichung. 1991 löste Nintendo die Partnerschaft mit Sony überraschend auf und gab bekannt, künftig mit Philips den SNES-Nachfolger zu entwickeln. Der geplante SNES CD wurde jedoch nie produziert, stattdessen folgte der Nintendo 64 und Sony entwickelte eine eigene Playstation.

Sega Neptune (1994)

abspielen

YouTube/Valet2

Mitte der 90er war der Markt überschwemmt mit verschiedenen Sega-Konsolen. Mega Drive II, Sega CD, 32X, Saturn und so weiter. Der Neptune sollte den Mega Drive und das Add-on 32X vereinen. Weil der Markt damit aber nur noch weiter ausgedünnt werden würde, entschied Sega, das Projekt einzustampfen und sich auf den Saturn zu fokussieren.

Atari Jaguar 2 (1995)

atari jaguar

Für den Atari Jaguar 2 und den ebenfalls geplanten Jaguar Duo war das gleiche Gehäuse geplant. bild: atarimuseum

Der Jaguar 2 war Ende 1996 als direkter Konkurrent zur Playstation geplant. Nach der Fusion mit JTS und Ataris Finanzproblemen wurde die Konsole jedoch nie fertiggestellt. Dabei hätte es eine Mordsmaschine werden können. Acht Prozessoren waren vorgesehen, um die verschiedenen Arbeitsprozesse aufzuteilen. Der Jaguar 2 hätte sowohl CDs als auch Module abspielen können.

Atari Cosmos (1981)

atari cosmos

bild: atarimuseum

Der Cosmos wurde im Vorfeld gross als der erste Handheld mit holografischem Display angekündigt. Als sich jedoch herausstellte, dass eine einfache Folie den räumlichen Effekt erzeugte, erstarb jegliches Interesse an dem Gerät und Atari zog den Stecker. Neun Spiele wie «Asteroids» und «Space Invaders» waren für den Cosmos vorgesehen. Heute existieren lediglich noch fünf Geräte – zwei davon funktionstüchtig.

Panasonic M2 (1997)

Panasonic m2
http://s165.photobucket.com/user/bitrate_photos/media/M2_Console_Final/DSC03760_20.jpg.html

bild: photbucket

Der M2 begann als Erweiterung für die 3DO-Konsole. Der gleichnamige Hersteller verkaufte die Technologie ein paar Jahre später jedoch an Panasonic. Dort wurde daraus eine eigenständige Konsole, die auch auf diversen Messen vorgestellt wurde. Kurz vor der Veröffentlichung machte Panasonic einen Rückzieher. Man wollte nicht gegen die heimische Konkurrenz Sony und Nintendo und ihre Playstation beziehungsweise N64 antreten. 

Die Technologie des M2 fand ihren Weg später in Geldautomaten.

Atari Game Brain (1977)

atari game brain https://www.flickr.com/photos/stecki3d/15305851345/

bild: flickr

Der Game Brain hätte Ataris erste Konsole mit wechselbaren Spielmodulen sein können. Zuvor produzierte Atari Konsolen, die nur jeweils ein einziges Spiel spielen konnten, wie der Atari Pong. Allerdings war der Game Brain nicht viel anders. Auf den zehn erhältlichen Modulen befand sich jeweils das komplette Spiel mit allen Bauteilen. Das Gerät selbst bot nicht viel mehr als festinstallierte Controller sowie einen Strom- und Videoanschluss. 

Weil es aber damals bereits Konsolen gab, die über echte programmierbare Spielmodule verfügten, kam der Game Brain nie auf den Markt. Stattdessen veröffentlichte Atari im gleichen Jahr den Atari 2600, der ein Bombenerfolg werden sollte.

Das Gerät sollte nie ein Verkaufsschlager werden. Atari wollte damit primär überschüssige Prozessoren aufbrauchen.

Sega VR (1993)

sega vr

bild: gizmodo

Schon einmal sah es ganz danach aus, als stünde die Virtual-Reality-Revolution kurz bevor. Während es in Spielhallen Anfang der Neunziger bereits einige VR-Brillen gab, waren diese viel zu teuer für den Privatgebrauch. Segas Variante sollte das perfekte Verbraucherprodukt werden. An Tech-Messen konnte das Gerät ausprobiert werden. Leider funktionierte die Brille in keinster Weise wie erhofft und sorgte meist für stechende Kopfschmerzen und Übelkeit, weshalb sie auch nie verkauft wurde.

Bandai HET (1993)

bandai het

bild: kanae

Spiele- und Hardware-Entwickler Bandai, bevor er 2005 mit Namco fusionierte, arbeitete Anfang der Neunziger für Nintendo an einem portablen Super Nintendo. Das Gerät sah aus wie ein riesiger Laptop mit integriertem TV-Empfänger. Sogar Fax und Drucker konnte man anschliessen. Vermutlich fand Nintendo, dass mit dem Gameboy der portable Spielemarkt mehr als gedeckt sei, und das Projekt wurde nie zu Ende entwickelt.

Phantom (2003)

phantom konsole

bild: gamesradar

Phantom ist eine weitere vielversprechende Spielkonsole, die es nie zur Marktreife schaffte. Entwickelt wurde sie 2003 von der US-Firma Infinium Labs, die 2006 in Phantom Entertainment umbenannt wurde. Die Konsole sollte eine Art Mini-PC werden und aktuelle sowie zukünftige PC-Spiele abspielen – komplett digital und ohne CDs oder DVDs. Damit hätten Käufer bereits zum Start theoretisch auf eine riesige Bibliothek zurückgreifen können. Allerdings hatte die Firma weder die entsprechende Distributionsplattform noch die nötigen Verträge, um die Spiele anzubieten. Der erste Veröffentlichungstermin war im August 2003, wurde aber immer wieder nach hinten verschoben, bis die Entwicklung 2006 schliesslich endgültig eingestellt wurde.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 12.07.2015 20:14
    Highlight Highlight "Leider funktionierte die Brille in keinster Weise wie erhofft und sorgte meist für stechende Kopfschmerzen und Übelkeit, weshalb sie auch nie verkauft wurde." - das ist ziemlicher Quatsch. Die Brille funktionierte sehr gut; Grund für den ziemlich kurzfristigen Rückzieher seitens SEGA waren medizinische Bedenken, dass die Brille bei übermässigem Gebrauch durch Kinder die 3D-Wahrnehmung negativ beeinflussen könnte. SEGA rechnete mit Klagen, was natürlich zu vermeiden war.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 12.07.2015 21:40
      Highlight Highlight guut gekontert :D
    • Philipp Rüegg 13.07.2015 09:08
      Highlight Highlight Das mag durchaus ein Grund gewesen sein, aber dass die Brille mehr schlecht als Recht funktionierte, ist ebenfalls bekannt. Man hört immer wieder in Zusammenhang mit Oculus Rift und Co. von Leuten, die damals die Sega-Brille ausprobieren konnten, dass das Teil nicht annähernd marktreif war. Was mich ehrlich gesagt auch nicht überrascht. Alleine die Auflösung sorgte doch bestimmt für Augenkrebs :)

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