Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Aufwertung per App: Indem man Apps auf dem Smartphone installiert, erweitert man den Leistungsumfang der Uhr. So wie hier im Bild mit der Fitness-App Runkeeper. bild: matthias kremp

Das taugt die LG G Watch R

Im Härtetest: Die Smartwatch, die wie eine echte Uhr aussieht

Mit der G Watch R bringt LG eine Smartwatch auf den Markt, die wie eine echte Uhr aussieht. Unser Test zeigt, was der neue Armbandcomputer sonst noch kann – und was nicht. 

Matthias Kremp / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Eckig war früher. LG macht jetzt seine zweite Android-Smartwatch rund. 

Als der Konzern die G Watch R auf der Ifa zeigte, tönte das Unternehmen laut, das erste zu sein, das eine runde Smartwatch auf den Markt bringe. Tatsächlich aber war Motorola schneller. Der Konzern hat die ebenfalls runde Moto 360 nicht nur früher vorgestellt, sondern konnte auch früher liefern. Bisher allerdings wurden nur wenige Modelle ausgeliefert, viele Vorbesteller warten noch. Preislich nehmen sich die beiden Geräte kaum etwas: Die Moto 360 steht mit 249 Euro in der Preisliste, die G Watch R soll 269 Euro kosten

Verglichen mit der minimalistischen Motorola-Uhr ist die G Watch R viel verspielter gestaltet. Offenbar haben sich die Designer von Outdoor- und Fliegeruhren inspirieren lassen. Wie bei allen Smartwatches mit Android Wear kann man den Look mit unterschiedlichen digitalen Zifferblättern massgeblich beeinflussen. 

Bild

bild: matthias kremp

Beachtliche Ausdauer 

Ein deutlicher Vorteil gegenüber anderen Smartwatches ist, dass die G Watch R immer die Uhrzeit anzeigt. Das würde man von einer Uhr zwar erwarten, die Modelle von Samsung, Motorola und Sony beispielsweise schalten das Display bei Nichtbenutzung jedoch ab, um Strom zu sparen. Um zu sehen, wie spät es ist, muss man bei ihnen einen Knopf drücken oder mit dem Arm wackeln. Bei der LG-Uhr hingegen sind die Zeiger oder Ziffern auch im Ruhezustand zu sehen. Der Grund: LGs POLED-Display braucht dafür nur wenige Milliwatt, weil es nur die Zeiger darstellen muss. Der schwarze Hintergrund benötigt keinen Strom. 

Ohnehin zeigte die G Watch R im Test beachtliche Ausdauer. Bei massvoller Nutzung habe ich sie bis zu zwei Tage tragen können, bevor ich sie aufladen musste. Wie die Smartwatches von Samsung und das erste Modell von LG braucht sie eine spezielle Ladestation, die den Akku über eine Reihe von Kupferkontakten auflädt. An den Komfort der drahtlosen Motorola-Ladestation kommt das nicht heran. 

Bild

Die G Watch R wird auf eine Ladestation gelegt, um die Batterie zu laden. Der Akku hält im besten Fall zwei Tage. bild: matthias kremp

Wie ein iPod am Arm 

Zusätzlich zum Schrittzähler, den alle Smartwatches besitzen, und dem mittlerweile ebenso obligatorischen Pulsmesser hat die G Watch R zwei weitere Sensoren an Bord: einen Kompass und einen barometrischen Höhenmesser. Beide können zum Beispiel bei Wanderungen nützlich sein, müssen aber kalibriert werden, um verlässliche Daten zu liefern. Apps, die die Höhe per GPS berechnet anzeigen, können dabei helfen. Im Play Store gibt es einige davon. 

Wie die Moto 360, hat auch die G Watch R vier Gigabyte eigenen Speicher, die man über Googles Play-Music-App mit Musik füllen kann. Wie das geht, erklärt Google im Web. In Kombination mit einem Bluetooth-Headset wird sie so zum MP3-Player. Und – ebenfalls wie die Moto 360 – ist sie auch noch Wasser und Staub geschützt nach IP67. Das garantiert zwar nur eine halbe Stunde Dichtigkeit in einem Meter Wassertiefe, aber wenigstens muss man im Regen oder unter der Dusche keine Angst haben. 

Bild

Sobald die Musik spielt, beispielsweise über Bluetooth-Kopfhörer, erscheint dieser Bildschirm mit Lautstärkeregelung und Vorspul-, Rückspultasten.  bild: matthias kremp

Schwarz oder nichts 

Leider will LG die G Watch R bei uns nur mit schwarzem Armband anbieten – und auch nur mit schwarzem Gehäuse. Die silberfarbene Variante soll es hier nicht geben, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Das beschränkt die Möglichkeiten der Käufer, die Uhr mit anderen Armbändern ihrem Geschmack anzupassen – denn mit dem schwarzen Finish verträgt sich optisch nicht jedes Armband. Das ist umso bedauerlicher, als es relativ einfach ist, die Armbänder auszuwechseln. 

Das ist auch durchaus sinnvoll, denn das mitgelieferte schwarze Exemplar wirkt billig und zeigt schon nach wenigen Tagen Verschleisserscheinungen. Mit ein wenig Mühe konnte ich es zwar binnen weniger Minuten gegen ein besseres austauschen, aber das Ergebnis war nicht befriedigend: Ich hatte ein braunes Armband an die schwarze Uhr montiert, das passte zwar, sah aber einfach nicht gut aus. 

Vorteile und Nachteile

Fazit

Viel unterscheidet die G Watch R nicht von der Moto 360, abgesehen vom Design, das etwas wuchtiger wirkt. Ihr Vorteil sind die recht gute Akkulaufzeit und die leicht auswechselbaren Armbänder. Für die 20 Euro Aufpreis gegenüber der Motorola-Uhr bekommt man einen digitalen Kompass und einen Höhenmesser. Für welche der beiden man sich entscheidet, bleibt aber letztlich eine Geschmacksfrage. 

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Das Fairphone 3 ist da – und es ist das erste faire Handy, das wirklich gut ist

Die niederländische Initiative Fairphone hat die dritte Generation ihres fair produzierten Smartphones enhüllt. Der Hersteller verspricht, das Smartphone fünf Jahre lang mit Updates zu versorgen.

«Das Fairphone 3 beweist, dass Fairness und ein schonender Umgang mit Ressourcen mit Komfort und technischen Möglichkeiten vereinbar sind», sagte Firmenchefin Eva Gouwens am Dienstag in Berlin.

Fairphone hat sich vorgenommen, möglichst viele Bauteile seiner Smartphones nachhaltig und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren zu lassen. Das betrifft zum einen die Fertigung des Smartphones. Weiterhin versucht das Unternehmen, die Rohstoffe für das Smartphone aus «fairen» Quellen zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel