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Junge Genfer laufen an der Skulptur «AnythingtoSay?» vorbei, die die Whistleblower Edward Snowden, Julian Assange und Chelsea Manning zeigt.
Junge Genfer laufen an der Skulptur «AnythingtoSay?» vorbei, die die Whistleblower Edward Snowden, Julian Assange und Chelsea Manning zeigt.Bild: keystone

Wikileaks: Darum hofft die Partnerin von Julian Assange auf ein Nachgeben der USA

19.06.2021, 20:2319.06.2021, 20:26

Die Partnerin von Julian Assange, Stella Moris, hofft im Tauziehen um die Auslieferung des Wikileaks-Gründers auf ein Nachgeben der Regierung in Washington.

Das sagte die 38-jährige der britischen Nachrichtenagentur PA nach einem Besuch im Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh in London, wo Assange seit inzwischen mehr als zwei Jahren einsitzt. Das Paar hat zwei kleine Kinder.

Julian Assanges Verlobte Stella Moris und ihre beiden Söhne besuchen ihn zum ersten Mal seit 8 Monaten im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh.
Julian Assanges Verlobte Stella Moris und ihre beiden Söhne besuchen ihn zum ersten Mal seit 8 Monaten im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh.Bild: keystone

Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden habe Anzeichen erkennen lassen, dass sie sich der Meinungsfreiheit verpflichtet fühle, so Moris und fügte hinzu: «Der einzig logische Schritt wäre, diese gesamte Strafverfolgung fallen zu lassen (...)».

Ihm drohen bis zu 175 Jahre

Ein Gericht in London hatte im Januar den US-Antrag auf Auslieferung Assanges unter Verweis auf dessen angegriffene psychische Gesundheit abgelehnt. Auf freien Fuss kam der 49-jährige gebürtige Australier jedoch nicht, weil Washington Berufung beantragte. Ob dem Antrag stattgegeben wird, ist aber noch unklar.

Die US-Justiz wirft Assange vor, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er habe damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht, so der Vorwurf.

Seine Unterstützer sehen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht gebracht hat. Jahrelang hatte sich Assange einer Festnahme durch die Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London entzogen. In Amerika droht ihm im Falle einer Verurteilung ein Strafmass von bis zu 175 Jahren.

(dsc/sda/dpa)

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Berühmte Whistleblower und ihre Enthüllungen

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Berühmte Whistleblower und ihre Enthüllungen
quelle: keystone / gian ehrenzeller
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Julian Assange in der Botschaft Ecuadors festgenommen

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