Digital
Künstliche Intelligenz

Sam Altman wird nach RAM-Aussage zur Lachnummer

OpenAI-Chef Sam Altman änderte auf Twitter zeitweise seinen Namen in «RAM Altman».
OpenAI-Chef Sam Altman änderte auf Twitter zeitweise seinen Namen in «RAM Altman».bild: @NovaXCode

Sam Altman redet sich um Kopf und RAM

06.11.2026, 18:1206.11.2026, 19:39

OpenAI-Chef Sam Altman setzte sich vergangene Woche mit einer unbedachten Aussage in die Nesseln. In einem Podcast sagte er: Er finde es angesichts des weltweit knappen RAM-Angebots «ziemlich schrecklich», dass jeder PC-Nutzer einen Teil des RAM-Bestandes im eigenen Computer habe, «wo er dann nur fünf Prozent der Zeit tatsächlich genutzt wird». In Rechenzentren würde Arbeitsspeicher (RAM) viel effizienter genutzt.

Hintergrund seiner Äusserung ist die Speicherkrise, welche die Preise für Arbeitsspeicher explodieren lässt. Dass manche Nutzer inzwischen lokale KI-Modelle verwenden und somit Geräte mit viel RAM kaufen, statt Cloud-Lösungen zu nutzen, trägt nach Altmans Meinung zur Verschärfung der Situation bei.

Kritiker verstanden Altmans Bemerkung als Vorschlag, die weltweiten RAM-Vorräte besser in KI-Rechenzentren zu verwenden, als sie an private Computer-User zu verschwenden.

«Haben Sie einen Moment, um über ihre kaum genutzten 32 GB RAM zu sprechen?»
«Haben Sie einen Moment, um über ihre kaum genutzten 32 GB RAM zu sprechen?»bild: @_Dev_Arora__

Auch in den sozialen Medien kam Altmans Aussage denkbar schlecht an. In Memes wird er als gieriger Tech-Boss verspottet, der dem kleinen Mann seinen RAM nicht gönnt. Inzwischen ruderte Altman zurück und schrieb auf Twitter, Nutzer sollten so viel Arbeitsspeicher in ihre PCs einbauen, wie sie wollten. Seine Aussage sei aus dem Kontext gerissen worden, was «verdammt nervig» sei.

Bild
bild: @Harshit_io777

Altmans ursprüngliche Aussage lässt erahnen, dass er die Wut vieler Menschen auf KI-Konzerne und immer neue Rechenzentren unterschätzt. Betreiber von KI-Rechenzentren haben einen Grossteil des weltweiten RAM-Vorrats aufgekauft und damit die Verknappung ausgelöst. Folglich wird Arbeitsspeicher für Private immer teurer – und somit auch Produkte wie Smartphones, Computer oder Spielkonsolen, die viel Arbeitsspeicher benötigen.

Wie man Sam Altman in die Falle lockt

Bild

(oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mit gezinkten Karten
Microsoft bekommt Gesellschaft: EA gesteht, ebenfalls Youtuber für Eigenwerbung bezahlt zu haben
Nachdem bekannt wurde, dass der Windows-Hersteller Youtuber gekauft hat, um lobend über die neue Xbox One und die Launch-Games zu sprechen, wird nun Electronic Arts die gleiche Praxis vorgeworfen. Zwischenzeitlich hat sich Microsoft zum Vorfall geäussert. 
Microsoft liess Youtuber über den Gameblog Machinima dafür bezahlen, Werbung für die Xbox One und deren Games zu machen. Aufgedeckt wurde das Ganze durch einen User des Gamerforums Neogaf. Das Problem dahinter ist, dass die Videos nicht entsprechend gezeichnet wurden. Die oberste US-Handeslbehörde (FTC) schreibt vor, dass Youtuber in ihren Videos eindeutig darauf hinweisen müssen, wenn sie Werbung für ein Unternehmen machen. 
Zur Story